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Heizungskosten sparen: 8 Tipps für Hauseigentümer

Sie sind Hauseigentümer und haben Zugang zu Ihrer Heizung? Dann können Sie mit wenigen Handgriffen oder gezielten Investitionen Ihre Heizungskosten deutlich senken.

Heizkosten senken: Investitionen & Sparpotenzial auf einen Blick

In der nachfolgenden Tabelle haben wir für Sie zusammengefasst, mit welchen Maßnahmen Sie den Heizenergieverbrauch Ihres Hauses senken können. Für mehr Informationen klicken Sie einfach auf die jeweilige Maßnahme in der Tabelle. Am Ende des Textes finden Sie zudem eine Erläuterung, mit welchen Heizenergieträgern Sie besonders klimabewusst heizen.

Energiespar-maßnahmejährliche EinsparungenInvestition (in €)
Verbrauch (in kWh)Kosten (in €)Emissionen (in kg CO2)
1. Heizungsrohre dämmen4.1753151.04570
2. Heizkessel tauschen2.9702207457.710
3. Hydraulischer Abgleich 1.165 85290690
4. Heizungspumpe tauschen360105210300
5. Warmwasser-speicher dämmen120103015
6. Zeitschaltuhr für Zirkulationspumpe802545100
7. Heizanlage regelmäßig warten lassen 130
8. Wärmemengen-zähler isolieren 100

1. Dämmen Sie Ihre Heizungsrohre

Die Isolierung von frei liegenden Heizungsrohren birgt enormes Sparpotenzial für die Heizkosten.(c) co2online

Brennwertkessel sind eine effiziente Alternative zu Standardkesseln.

Ist es in Ihrem Heizungskeller sehr warm? Vermutlich sind dann die Heizungs- und Warmwasserrohre ungedämmt und viel Wärme verpufft bereits im Keller, bevor sie in Ihre Wohnräume gelangt. Mit passenden Schläuchen aus Schaumstoff und geeignetem Klebeband für die Nahtstellen lässt sich das Dämmen leicht selbst bewerkstelligen. Wie Sie dabei genau vorgehen, zeigt Ihnen unsere bebilderte Anleitung. Material für das Isolieren von Rohrleitungen gibt es in jedem Baumarkt.

In einem 110 m² großen Einfamilienhaus mit Gasheizung können Sie durch das Isolieren ungedämmter Heizungsrohre bis zu 315 Euro pro Jahr sparen. Ausreichend Material für alle Rohre erhalten Sie ab circa 70 Euro.

Wenn Sie Besitzer eines Mietshauses sind, müssen Sie nach der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) isolieren – das gilt auch, wenn Sie Ihr Einfamilienhaus verkaufen wollen. Die dafür benötigten Materialien erhalten Sie jedoch meist nur im Fachhandel.

2. Heizkessel tauschen

Alte Heizkessel verbrauchen mehr Energie als nötig.(c) co2online | Alois Müller

Das Durchschnittsalter deutscher Heizkessel liegt bei 17,6 Jahren. Im Gegensatz zu Rotweinen erhöhen Heizkessel ihre Qualität jedoch nicht mit zunehmendem Alter. Im Gegenteil: Im Vergleich zu einem Standardkessel  kann ein moderner Brennwertkessel pro Jahr mehr als zehn Prozent Energie und Heizkosten sparen, weil Brennwertgeräte auch die Wärmeenergie in den Abgasen nutzen. Faustregel zum Heizungskosten senken: Wenn Ihr Kessel älter als 15 Jahre alt ist, rät die Stiftung Warentest zum Tausch. Hier erfahren Sie, welche Förderung möglich ist, wenn sie die Heizungsanlage erneuern, ohne den Energieträger zu wechseln.

Lohnt sich ein Tausch des Heizkessels?

Ein moderner und effizienter Brennwertkessel verbraucht im Gegensatz zu alten Heizkesseln knapp 3.000 kWh weniger Energie im Jahr. Unter Berücksichtigung einer jährlichen Preissteigerung von Erdgas um 7 Prozent spart der Kesseltausch auf lange Sicht über 500 Euro Heizkosten im Jahr und amortisiert sich so nach etwa 15 Jahren.

Übrigens: Wird der Brennwertkessel mit einer Solarthermieanlage für die Warmwasserversorgung  oder mit einem Kaminofen mit Heizwasser-Wärmetauscher installiert, lassen sich noch einmal beachtlich Heizungskosten sparen. Mehr darüber erfahren Sie im Dossier Solarthermie.

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Schritt für Schritt zur Solarthermie

Unser Leitfaden zeigt Ihnen, worauf Sie bei Planung und Installation von Solarthermie achten sollten.

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3. Heizenergieverbrauch optimieren durch hydraulischen Abgleich

Jedes Jahr 85 Euro sparen

... durch die Heizungsoptimierung mit dem hydraulischen Abgleich.

85

Rund 80 Prozent der Heizungsanlagen sind nicht richtig eingestellt und verbrauchen deswegen unnötig viel Energie. Mit einer Heizungsoptimierung durch einen hydraulischen Abgleich können Sie Heizungskosten sparen. Dabei werden die verschiedenen Komponenten der Heizanlage – vom Heizkessel über die Pumpe bis zu den Thermostatventilen – optimal eingestellt und auf den Gebäudebedarf abgestimmt. Das reduziert den Energieverbrauch und spart in einem Einfamilienhaus im Schnitt rund 85 Euro Heizkosten im Jahr.

Infografik hydraulischer Abgleich

Die Kosten für einen hydraulischen Abgleich hängen vom Zustand der Heizung ab, liegen aber meist zwischen 400 und 1.000 Euro, weshalb sich die Maßnahme im Schnitt bereits nach acht Jahren rechnet. Hier finden Sie Informationen zu den Förderprogrammen für den hydraulischen Abgleich.

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Sie wollen Ihre Heizung optimieren, haben aber noch keinen Handwerker Ihres Vertrauens? Mit der Postleitzahlsuche der Handwerkerdatenbank „Rat und Tat“ finden Sie fachkundige Handwerker in Ihrer Nähe:

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4. Tauschen Sie die alte Heizungspumpe

Der Tausch der Heizungspumpe spart Geld und CO2.(c) co2online / Alois Müller

Die Heizungspumpe pumpt das warme Wasser von der Heizquelle in die Heizkörper. In Deutschlands Heizungskellern sind etwa 25 Millionen dieser Dauerläufer im Einsatz. Mehr als 80 Prozent sind allerdings veraltet. Sie arbeiten stets mit der gleichen Drehzahl und stellen wesentlich mehr Leistung zur Verfügung als benötigt wird. Veraltete Heizungspumpen verbrauchen mehr Strom als Waschmaschine und Fernseher zusammen.

Moderne Hocheffizienzpumpen hingegen passen sich dem tatsächlichen Bedarf im Gebäude an. Sie sind elektronisch geregelt, verfügen über einen optimierten Motor und verbrauchen viel weniger Strom. So lassen sich in einem Einfamilienhaus jedes Jahr 105 Euro Stromkosten sparen.

Eine neue Heizungspumpe kostet inklusive Einbau etwa 400 Euro. Wenn Sie die staatliche Förderung von 30 Prozent nutzen (rund 100 Euro), rechnet sich der Pumpentausch also innerhalb von drei Jahren.

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5. Warmwasserspeicher dämmen und Heizkosten sparen

Nicht nur über ungedämmte Heizungsrohre geht Energie verloren. Auch ein Wasserspeicher gibt wertvolle Heizenergie nach außen ab, wenn er nicht gedämmt ist. Prüfen Sie daher, ob Ihr Warmwasserspeicher ausreichend isoliert ist. Durch eine gute Dämmung des Speichers verringern Sie Wärmeverluste und sparen Heizungskosten. Diese Maßnahme spart immerhin 10 Euro Heizkosten im Jahr.

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6. Einsatz der Warmwasser-Zirkulationspumpe prüfen

Die Warmwasserzirkulation sollte dem Bedarf angepasst sein. Das spart Heizkosten.(c) Unsplash

Viele Bewohner von Einfamilienhäusern nutzen eine Warmwasser-Zirkulationspumpe. Dabei lohnt sich der Einsatz einer solchen Pumpe nur, wenn die Zapfstellen – also die Wasserhähne, bei denen warmes Wasser angefordert wird – mehr als 15 Meter Rohrlänge vom Warmwasserspeicher entfernt liegen. Ist der Abstand kleiner, kann die Zirkulation von einem Fachmann abgeschaltet werden.

Wird eine Warmwasser-Zirkulationspumpe benötigt, sollte diese nicht im Dauerbetrieb laufen. Als Hausbesitzer können Sie die Pumpe mit einer einfachen Zeitschaltuhr Ihrem Bedarf anpassen. Besser noch: Bringen Sie Tipptaster an den Warmwasser-Zapfstellen an, über die Sie die Zirkulationspumpe bei Bedarf aktivieren können. Eine Zeitschaltuhr kostet etwa 100 Euro. Durch die Heizkostenersparnis von 25 Euro pro Jahr hat sich diese Investition bereits nach rund vier Jahren amortisiert.

Tipp: Um gefährlichen Legionellen vorzubeugen, sollten Sie sich durch einen Handwerker darin einweisen lassen, was Sie bei der Taktung einer Zeitschaltuhr beachten sollten. Mehr Informationen zum Thema Legionellen finden Sie in unserem Dossier zum Thema Warmwasser.

7. Heizanlage regelmäßig warten lassen

Junger Heizungstechniker überprüft die Heizungsanlage(c) Gina Sander / Fotolia.com

Um Ihre Heizungskosten zu senken, sollten Sie Ihre Heizanlage regelmäßig warten lassen – möglichst einmal pro Jahr. Denn nur eine funktionierende Heizanlage läuft wirklich effizient. Außerdem verringern Sie das Risiko für einen Heizungsausfall in der kalten Jahreszeit. Bei der Wartung können Sie gemeinsam mit Ihrem Fachhandwerker die Schaltzyklen und die Heizkurve der Anlage optimieren. Eine gute Alternative dazu ist die Installation eines Raumcontrollers mit Außentemperaturfühler. Der Controller wird an der Nordseite des Gebäudes in etwa zwei Metern Höhe angebracht. Er ermöglicht eine deutlich effizientere Heizungsregelung, weil die Heizanlage sich an den realen Außentemperaturen orientieren kann – und nicht an programmierten und dadurch unflexiblen Schaltzeiten.

8. Wärmemengenzähler installieren

Handwerker installiert Wärmemengenzähler.

Mit Wärmemengenzählern im Heizkreis und im Zulauf des Warmwasserspeichers können Sie die Wärmeströme im Haus genau erfassen und bilanzieren. Wenn Sie die Zähler regelmäßig ablesen, bekommen Sie einen Überblick über Ihren Heizenergieverbrauch. Die Daten lassen sich zum Beispiel mit dem kostenlosen Energiesparkonto auswerten. Diese Kontrolle ist wichtig – denn nur wer weiß, wann wie viel Heizenergie verbraucht wird, kann die richtigen Sparmaßnahmen umsetzen und die Heizungskosten senken.

Welches Heizsystem ist besonders umweltfreundlich und günstig?

(c) tchara / Fotolia.com

Heizungen, die mit Biomasse wie Holzpellets, Stückholz, Holzhackschnitzeln oder Methangas befeuert werden, sind klimafreundlicher als herkömmliche Öl- und Gasheizungen. Vor allem Holzpelletanlagen sind bei klima- und kostenbewussten Verbrauchern sehr beliebt. Denn beim Verbrennen von Holz wird nur so viel CO2 in die Atmosphäre entlassen, wie der Baum während seines Lebens aufgenommen hat.

Außerdem ist Holz ein nachwachsender Rohstoff. Er ist in nahezu jeder Region verfügbar und hat dadurch auch keine langen Transportwege. Die gute Verfügbarkeit sorgt dafür, dass Holz als Energieträger deutlich günstiger ist als die immer knapper werdenden Ressourcen Erdgas und Öl.

Noch ein Pluspunkt für die Umwelt: Beim Verbrennen von Holz entsteht mineralisierte Asche. Diese kann problemlos als Dünger genutzt werden. So entstehen keine zusätzlichen Entsorgungskosten und der ökologische Kreislauf bleibt geschlossen. Ein emissionsarmes und günstiges Heizsystem für Ihren Neubau finden Sie mit dem NeubauCheck.

Vergleich Heizenergieträger

Sie wünschen sich eine genauere Gegenüberstellung der Kosten und Treibhausgas-Emissionen von verschiedenen Heizenergieträgern? Der Artikel Heizkosten pro Quadratmeter im Vergleich auf der Webseite des Heizspiegels für Deutschland liefert Ihnen alle Informationen.

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