Heizkosten sparen: So funktioniert es

Sie sind Mieter*in oder Hauseigentümer*in und denken mit einem unguten Gefühl an die nächste Heizkostenabrechnung? Das ist nicht nötig: Mit moderner Technik, kleinen Verhaltensänderungen und geringinvestiven Maßnahmen lassen sich ganz leicht Heizkosten sparen. Im Folgenden geben wir Ihnen Tipps, wie auch Sie Ihren Geldbeutel und gleichzeitig die Umwelt schonen können.

HeizCheck: Heizenergieverbrauch prüfen

Heizkosten zu hoch? Prüfen Sie Ihren Verbrauch und vergleichen Sie ihn mit dem ähnlicher Haushalte. Nötig ist dazu Ihre Heizkostenabrechnung:

Rund 80 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in deutschen Haushalten geht auf das Konto der Heizung, um die Räume und das Wasser zu erwärmen. Für Mieter*innen und Hausbesitzer*innen gilt deshalb: Wer effektiv Energie sparen will, sollte der Heizung besondere Beachtung schenken. So lassen sich die Heizkosten um mehrere hundert Euro pro Jahr senken – ohne auf Komfort verzichten oder frieren zu müssen. Bevor Sie allerdings aktiv werden, lohnt sich ein Blick auf den eigenen Heizenergieverbrauch. Mit dem kostenlosen HeizCheck können Sie die Werte Ihrer letzten Abrechnung online innerhalb weniger Minuten überprüfen und einordnen, wo Sie mit Ihrem Verbrauch stehen.

Kostenloser Aushang mit Energiespartipps

Gemeinsam Heizenergie sparen: Aushang für die Hausgemeinschaft

Damit uns das Gas nicht ausgeht und die Heizkosten nicht über die Köpfe wachsen, heißt es jetzt: Gemeinsam sparen!

Motivieren wir uns also gegenseitig: Machen Sie Ihre Nachbar*innen oder Mieter*innen auf die wichtigsten Energiespartipps aufmerksam. Das geht ganz einfach mit unseren kostenlosen Vorlagen zum Ausdrucken:

Download für Mieter*innen (PDF, 738 kB)

Download für Vermieter*innen (PDF, 737 kB)

Weniger Heizkosten für Mieter*innen und Hausbesitzer*innen

Heizkörperhermostat(c) Günter Menzl/Fotolia.com

Thermostat: Ein Grad weniger Raumtemperatur spart sechs Prozent Heizenergie.

Der HeizCheck hat ergeben, dass Ihr Heizenergieverbrauch erhöht ist? Dann ist es an der Zeit, mit effizienten Maßnahmen Heizkosten zu senken. Wie hoch Ihre Sparmöglichkeiten sind, hängt stark davon ab, ob Sie auf die Heizung im Keller zugreifen können oder nicht. Deshalb haben es Mieter*innen etwas schwerer als Hausbesitzer*innen. Generell gilt aber: Das eigene Heiz- und Lüftverhalten zu verbessern hilft beim Heizkosten sparen. Wir haben Mieter*innen und Hausbesitzer*innen die wichtigsten Sparmaßnahmen in 10 Tipps zum energieeffizienten Heizen zusammengefasst. Hausbesitzer*innen, die Zugriff auf Ihre Heizanlage haben, profitieren zudem von weiteren 8 Tipps zum Heizungskosten sparen.

Ebenfalls für Mieter*innen und Hauseigentümer*innen geeignet sind programmierbare Thermostate. Damit können Sie Ihre Heizkörper so programmieren, dass die Heizung runterregelt, wenn Sie schlafen, unterwegs oder bei der Arbeit sind. Eine Beispielrechnung von Stiftung Warentest hat ergeben, dass sich der Heizenergieverbrauch durch die modernen Thermostate um etwa zehn Prozent senken lässt.  

Heizkosten sparen: der hydraulische Abgleich

Hausbesitzer*innen haben noch mehr Möglichkeiten, ihre Heizkosten zu senken und gleichzeitig ihre CO2-Bilanz zu verbessern. Bei der Heizungsoptimierung durch einen hydraulischen Abgleich wird die Heizungsanlage so eingestellt, dass eine gleichmäßige Wärmeverteilung im gesamten Gebäude erreicht wird. Das bringt nach einer Studie der Ostfalia-Hochschule Wolfenbüttel im Schnitt jährlich eine Energieersparnis von zehn Kilowattstunden Heizenergie pro Quadratmeter Wohnfläche. In einem Einfamilienhaus können so rund 100 Euro Heizkosten im Jahr eingespart werden. Aber auch Mieter*innen haben eine Chance auf diese Maßnahme, wenn sie ihre/n Vermieter*in – am besten mit der Hausgemeinschaft – davon überzeugen.   

Übrigens: Wie groß Ihre Sparerfolge mit programmierbaren Thermostaten oder durch einen hydraulischen Abgleich sind, können Sie im kostenlosen Energiesparkonto erfahren.

Trotz aufgedrehter Heizung friere ich. Was kann ich tun?

Neben mangelnder Dämmung oder einem defekten Heizsystem kann das Frieren auch ganz banale Ursachen haben. Vielleicht sind Ihre Fenster nicht richtig dicht und ein kaum bemerkbarer Luftstrom kühlt Ihre Haut? Hier hilft ein einfacher Trick: Füllen Sie die Spalten zwischen Fenster und Rahmen mit einem Schaumdichtungsband oder einer Gummidichtung.

Manchmal zieht auch kalte Luft unter der Tür durch. Ein Türluftstopper – zum Beispiel die berühmte Stoffschlange – schafft hier schnell Abhilfe. Oder haben Sie vielleicht Ihr Fenster gekippt, damit Sie frische Luft haben? Öffnen Sie Ihre Fenster lieber ganz für ein paar Minuten, anstatt sie über längere Zeit zu kippen. Sonst heizen Sie buchstäblich zum Fenster hinaus.

Es könnte auch sein, dass Sie einfach schneller frieren als andere. Denn jeder Mensch hat ein anderes Temperaturempfinden. Wenn Sie bei 20 Grad im Wohnzimmer noch frieren, können Sie sich auch mit einem warmen Pullover oder einer Decke behelfen. Weiterer Tipp: Teppiche verändern das Kälteempfinden. Verbraucher*innen nehmen Räume, die mit einem Läufer oder Teppich ausgelegt sind, wärmer wahr als sie sind – so muss die Heizung nicht unnötig hochgestellt werden. Übrigens: Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart etwa sechs Prozent an Heizenergie.

Autor: Andreas Braun

bisherige Ansprechpartnerin: Dorothea Stritzel

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