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Energieeffizienz in kleinen Unternehmen: Förderung

Kleinunternehmen und Kleinstunternehmen verbrauchen Energie und müssen für diese zahlen. So weit, so klar. Nicht klar ist vielen kleinen Unternehmen, dass sie sich Maßnahmen, die zur Minderung ihres Energieverbrauchs beitragen, fördern lassen können. Wer fördert, welche Förderprogramme und Ansprechpartner es gibt und was rund um das Beantragen von Fördermitteln zu beachten ist, erfahren Sie hier.

Münzen und Scheine in Euro(c) eyetronic/Fotolia.com

Die Kühltruhe im Gemüseladen, die Heizung in der Arztpraxis, der Durchlauferhitzer im Friseursalon und die Öfen in der Bäckerei haben einiges gemeinsam: Sie verbrauchen Energie und kosten Geld. Und für die Anschaffung von neuen, effizienten Geräten gibt es Fördermittel. Das gleiche gilt für Maßnahmen an den Gebäuden der Unternehmen: Neue dichte Schaufenster, selbst schließende Türen und eine gute Dämmung des Lagers werden gefördert. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Zuschüsse und Kredite sind die häufigsten, es können aber auch Energieberatungen finanziert werden.

Wer fördert Energieeffizienzmaßnahmen in Unternehmen?

Der größte Fördergeber in Deutschland ist die KfW. Die bundeseigene Förderbank hat auf ihrer Website ein breites Informationsangebot für Unternehmen. Das „Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle“ (BAFA) bietet ebenfalls viele Fördermöglichkeiten speziell für Unternehmen. Auch werden sogenannte Querschnittstechnologien wie Pumpen, Ventilatoren, Drucklufttechnik, Motoren und Blockheizkraftwerke (BHKW) gefördert. Neben diesen beiden großen bundesweiten Fördergebern haben auch die Länder und Kommunen Fördermöglichkeiten für Unternehmen. Häufig sind diese Angebote im Bereich der Wirtschafts- und Standortförderung  zu finden. Außerdem gibt es rund um die Gebäudesanierung weitere Förderprogramme, die zwar nicht speziell für Unternehmen konzipiert sind, aber durchaus von diesen genutzt werden können.

Wer berät zu den Förderangeboten?

Die Fördergeber informieren in der Regel selbst über ihre Angebote und können zumeist kostenlos per Telefon kontaktiert werden. Einige wichtige Telefonnummern haben wir Ihnen ganz unten zusammengestellt. Eine zentrale Beratungsstelle, die Auskunft über die vielen und vielfältigen Fördermöglichkeiten geben kann, gibt es  nicht. Eine gute Informationsquelle für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ist die „Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz“ (MIE) der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). In der Regel ist es aber sinnvoll, als ersten Schritt einen Energieberater mit einer Vor-Ort-Analyse der Einsparmöglichkeiten zu beauftragen und sich dann über entsprechende Fördermittel beraten zu lassen. Bei einigen Förderprogrammen wird eine solche Beratung sogar vorausgesetzt. Bevor eine Beratung vereinbart wird, sollte aber geklärt werden, ob der ausgewählte Berater die notwendigen Kompetenzen für die jeweilige Branche mitbringt. Und schließlich kann auch die Energieberatung selbst gefördert werden: Verschiedene geförderte Energieberatungen werden vom BAFA angeboten, zum Beispiel die Energieberatung im Mittelstand. Berater, die im Sinne der KfW und des BAFA als förderungswürdig gelten, sind im Effizienzexperten-Verzeichnis zu finden. Weitere Informationen zur Energieberatung für Unternehmen bietet das Energieeffizienz-Berater-Netzwerk.

Was ist bei Förderprogrammen zu beachten?

Förderprogramme ändern sich häufig. Nicht selten hängen sie davon ab, ob (noch) Mittel vorhanden sind. Ist der Fördertopf leer, kann nicht gefördert werden – einen Rechtsanspruch gibt es in der Regel nicht. Aus diesem Grund ist bei Broschüren Vorsicht geboten: Viele Broschüren bieten einen guten und übersichtlichen Überblick mit vielen Informationen. Aber bereits nach wenigen Monaten ist es fraglich, ob diese Informationen noch stimmen. Besser geeignet ist das Internet, um sich über die aktuellen Fördermöglichkeiten zu informieren. Daher haben wir unten die wichtigsten Förderprogramme zusammengestellt. Diese Informationen werden kontinuierlich aktualisiert.

Förderanträge: Welche Fehler sollten vermieden werden?

Ein Fehler, der bei der Beantragung von Fördermitteln schnell passieren kann, betrifft die Reihenfolge: Zumeist müssen erst die Fördermittel beantragt werden, dann erst darf die Maßnahme angegangen werden. Beispielsweise gibt es häufig keine Fördermittel mehr für die neue effiziente Heizanlage, wenn diese bereits beim Händler bestellt ist. Hintergrund dieser Regelung ist, dass die Fördergeber Anreize schaffen möchten, damit wirklich Geld in effiziente Technik investiert wird. Sind bereits Maßnahmen in die Wege geleitet, gibt es für die Fördergeber keine Notwendigkeit mehr, diesen Prozess zu unterstützen. Bei einigen Förderprogrammen wird aber die Möglichkeit eingeräumt, auch noch innerhalb einer gewissen Frist nach der Maßnahme (häufig drei oder sechs Monate) eine Förderung zu beantragen. Ein Anruf beim Fördergeber schafft hier Klarheit. Außerdem ist zu beachten, dass teilweise Fördermittel aus mehreren Töpfen beantragt werden können. Wenn also eine Fördermöglichkeit gefunden ist, lohnt es sich, nach weiteren Optionen zu suchen und die Kombinierbarkeit (bei Förderprogrammen wird dies „Kumulierbarkeit“ genannt) der Förderungen zu prüfen. Allerdings sind BAFA- und KfW-Programme sowie KfW-Programme untereinander zumeist nicht kumulierbar.

Wichtige Kontaktdaten:

KfW
0800 539 90 01 (kostenfreie Servicenummer)
Montag bis Freitag von 08.00 bis 18.00 Uhr
www.kfw.de

BAFA
Kontaktformular
Energie-Website des BAFA

Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz, MIE
0800 934 23 75 (kostenfreie Servicenummer)
Montag bis Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr
http://www.mittelstand-energiewende.de

Wo gibt es weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten?

Bitte nutzen Sie den Energiespar-Kompass für Unternehmen, um vertiefende Informationen zu den verschiedenen Förderprogrammen zu erhalten.

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