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Energiemanagement in fünf Schritten

Viele Investitionen in Energieeffizienz würden sich innerhalb kurzer Zeit betriebswirtschaftlich amortisieren. Trotzdem zögern viele Unternehmen, sie umzusetzen. Eine gute Möglichkeit, die wichtigen Sparmaßnahmen anzugehen, ist die Einführung eines systematischen Energiemanagements, auch "Energiemanagementsystem" genannt.

Die ISO 50001, eine Norm der International Organization for Standardization (ISO), soll Unternehmen bei der Einrichtung eines Energiemanagementsystems unterstützen. Damit können und sollen sie ihre Energiesparmaßahmen verstetigen. Um den Einstieg in die komplexen Vorgaben der Norm zu erleichtern, haben wir Ihnen hier die fünf wichtigsten Schritte zum betrieblichen Energiemanagement zusammengefasst:



1. Strukturen
Als Erstes gilt es, für das Unternehmen klare Organisationsstrukturen zu schaffen und deshalb einen Vertreter der Unternehmensleitung zum „Energiemanager“ zu ernennen. Sinnvoll ist es auch, zusätzlich aus möglichst vielen Bereichen des Unternehmens ein „Energieteam“ zusammenzustellen.

2.    Analysen
Die Analyse der Ausgangssituation des Unternehmens ist die Voraussetzung, um Effizienzmaßnahmen sinnvoll und effektiv zu planen. Für jeden Unternehmensbereich sollte die Auswertung der Bestandsdaten und  die Ermittlung der Effizienzpotenziale einzeln durchgeführt und miteinander verglichen werden. Dabei können auch externe Energieberater helfen.

3.    Ziele
Auf der Basis der Analyse der Ausgangssituation sollten der Energiemanager und sein Team messbare Ziele formulieren. Das hilft dem Unternehmen, den Erfolg der Energieeffizienzmaßnahmen kontinuierlich zu überprüfen. Auf der Grundlage der Ziele kann dann ein konkreter Aktionsplan mit Zeiträumen entwickelt werden.

Energiemanagement ISO 50001: Viel System für wenig Verbrauch


4.    Umsetzung
Bei der Umsetzung der Maßnahmen kommt es auf ein gutes Projektmanagement an. Der Prozess sollte systematisch dokumentiert und überprüft werden, um Fehlentwicklungen früh zu erkennen. Dann können die  Verantwortlichen die Einhaltung der vorgegebenen Zeitpläne, des Kostenbudgets und die Kommunikation im Unternehmen steuern.

5.    Bewertung
Nach der Durchführung der Effizienzmaßnahmen ist es wichtig, den gesamten Prozess und das Ergebnis zu bewerten. Wurde das Ziel erreicht? Welche Probleme sind aufgetaucht und wie wurden sie gelöst? Lässt  sich der Ablauf für kommende Effizienzmaßnahmen verbessern?

Mit der Auswertung des Erreichten und der Überprüfung der Effizienzziele im Unternehmen kann dann die nächste Runde des Managementkreislaufs beginnen. Bitte beachten Sie dazu die oben eingefügte Grafik, die per Klick vergrößert werden kann.


Dieser Artikel ist der Informationsbroschüre „Klimaschutz und Energieeffizienz” entnommen. Die Broschüre zeigt vielfältige Möglichkeiten, Energie einzusparen – vom Gebäudebereich über die privaten Haushalte bis hin zu Verkehr und Industrie. Verfasst wurde die Broschüre von co2online und dem ifeu-Institut, gefördert hat sie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Weitere Informationen und einen Link zu ISO 50001 finden Sie beim Umweltbundesamt.

Informationen über Energieaudits, die eine einfache Alternative zum Energiemanagement darstellen, finden Sie in unserem Artikel "Energieaudits für Unternehmen".

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