Dachdämmung: Übersicht der Dämmmaßnahmen, Kosten und Einsparpotenziale

Auf die Dachdämmung bzw. Dachbodendämmung kommt es an: Durch ein unzureichend gedämmtes Dach kann viel Heizenergie entweichen. Daher können Sie viel Geld sparen und auch die Umwelt schonen, wenn Sie das Dach bzw. den Dachboden dämmen.

15 bis 20 Prozent der Heizenergie gehen durch ein unzureichend gedämmtes Dach verloren. Das ist schlecht fürs Klima und natürlich auch für den Geldbeutel der Hausbewohner, die entsprechend hohe Heizkosten tragen müssen. 46 Nutzer des Energiesparkontos haben entsprechende Dämmmaßnahmen ergriffen und konnten damit  durchschnittlich 13 Prozent Heizenergie bzw. 18 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr einsparen. Allerdings geht die Spreizung der Dämmerfolge sehr weit auseinander, was zeigt, dass Dämmmaßnahmen fachgerecht geplant und durchgeführt werden müssen und dass sie natürlich auch zum jeweiligen Gebäude passen müssen.

Die Infografik zeigt, welche Dämmstoffe sich für welche Dämmmaßnahmen besonders eignen.

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Seit 2012 schreibt die Energieeinsparverordnung (EnEV) verbindlich die Dämmung der begehbaren obersten Geschossdecken oder des Dachs vor.

Dach dämmen, Dachboden dämmen, oberste Geschossdecke dämmen?

Bei einem Spitzdach (auch Satteldach und Walmdach) gibt es zwei Möglichkeiten, die Wärmeverluste zu reduzieren: Man kann das Dach selbst dämmen und damit den Dachboden als Wohnraum nutzbar machen. Oder man kann die oberste Geschossdecke dämmen. Bitte lesen Sie dazu unseren weiterführenden Artikel zur Dämmung der obersten Geschossdecke. Die Begriffe Dachdämmung und Dachbodendämmung beziehen sich zumeist auf die gleiche Dämmmaßnahme; gelegentlich wird der Begriff Dachbodendämmung auch für die Dämmung der Spitzbodendecke verwendet.

Dachdämmung: Arten

Einsparpotenzial verschiedener Dämmmaßnahmen.

Zur größeren Ansicht

Da durch ein unzureichend gedämmtes Dach viel Heizenergie verloren gehen kann, sind hier große Dämmstoffdicken empfehlenswert. Bei einem Spitzdach kann auf, unter und zwischen den Sparren gedämmt werden, wobei alle Dämmarten auch miteinander kombiniert werden können, um die EnEV-Anforderungen zu erfüllen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Zwischensparrendämmung und Aufsparrendämmung vor, da dies die gängigsten Dämmarten sind:

Zwischensparrendämmung

Am häufigsten kommt die Zwischensparrendämmung zum Einsatz. Der Dämmstoff wird dafür ein wenig breiter zugeschnitten, als der Sparrenzwischenraum lang ist. Zu beachten ist, dass die Dämmung möglichst dicht an den Sparren anliegt. Die Dampfbremse muss dabei raumseitig angebracht werden. Da die Sparrenhöhe oft zu niedrig ist, kann man die Sparren aufdoppeln und unter den Sparren eine weitere Dämmstofflage (Untersparrendämmung) anbringen. So verringert sich auch die Gefahr von Wärmebrücken und damit von Schimmelbildung. Die Zwischensparrendämmung kann häufig von versierten Hobbyhandwerkern selbst durchgeführt werden.

Aufsparrendämmung

Wenn ein Dach neu eingedeckt wird oder wenn die Sparrendicke nicht ausreicht und das Dach bereits ausgebaut ist, empfiehlt es sich, die Dämmlagen von außen auf den Sparren zu befestigen. Ein Vorteil der Aufsparrendämmung besteht darin, dass keine Wärmebrücken durch die Sparren entstehen können. Dennoch darf auch hier nicht auf eine luftdichte Dampfbremse verzichtet werden. Damit die Dämmschichten luftdicht an den Außenwänden anliegen, können bei Sparrendurchdringungen z. B. luftdichte Manschetten verwendet werden.

Kosten der Dachdämmung

Familie Stoffers kombinierte die Dachdämmung mit Photovoltaik und erhielt dafür einen Sonderpreis im Energiesparmeister-Wettbewerb.

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Bei der Dämmung des Dachbodens fallen natürlich Kosten für das entsprechende Dämmmaterial und dessen Anbringung an. Diese Kosten hängen sehr stark vom gewählten Dämmmaterial, von dessen Stärke und natürlich von der Dachfläche ab. Durchschnittlich kann man von etwa 150 Euro pro Quadratmeter Bauteilkosten (Zwischen- oder Aufsparrendämmung inklusive der Wiedereindeckung des Dachs) ausgehen, um ein Dach auf den aktuellen Wärmedämmstandard zu bringen, wenn das Dach vor 2002 eingedeckt wurde. Deutlich günstiger wird es natürlich, wenn nur der Sparren von innen gedämmt werden muss. Außerdem können durch Eigenleistung die Kosten teilweise erheblich reduziert werden. Es muss dabei allerdings bedacht werden, dass für die meisten Dämmarbeiten handwerkliches Geschick, technisches Know-how und Erfahrung nötig sind, so dass wir die Einbindung eines Fachplaners empfehlen. Zudem dürfen manche Dämmarten, wie z. B. eine Aufsparrendämmung, nur von einem Fachmann durchgeführt werden. Bei der Betrachtung der Kosten muss bedacht werden, dass es verschiedene Fördermittel für die Dachdämmung gibt.


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