Programmierbare Thermostate: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Programmierbare Thermostate sorgen für mehr Komfort und weniger Verbrauch. Denn mit elektrischen Thermostatköpfen können Nutzer genau eintakten, wann welcher Heizkörper hoch- oder runtergeregelt werden soll - das spart Energie und Geld. In diesem Artikel klären wir die häufigsten Fragen rund um elektronische Heizkörperventile.

Programmierbare Thermostate(c) Honeywell

Für programmierbare Thermostate sprechen vier Dinge: Sie sparen Energie, sorgen für mehr Komfort, sind nicht teuer und auch von Mietern einsetzbar. Da sie leicht montierbar sind, können sie beim Umzug einfach mitgenommen werden. In den folgenden Fragen und Antworten klären wir, wie sich elektronische Thermostatköpfe von herkömmlichen Ventilen unterscheiden, für wen Sie besonders geeignet sind und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen:

1. Was ist der Unterschied zwischen normalen und elektrischen Thermostaten?

Bei herkömmlichen Thermostatventilen befindet sich im Thermostatkopf ein mit Flüssigkeit oder Gas gefüllter Temperaturfühler, der das Öffnen und Schließen des Ventils steuert. Das Bedienen erfolgt manuell, das heißt ein energiebewusster Nutzer muss beispielsweise vor Verlassen des Hauses oder nachts alle Thermostate händisch herunterregeln und bei dem Wunsch nach Heizwärme das Ventil aufdrehen. Bei programmierbaren Thermostaten ist der Fühler nicht mechanisch, sondern elektronisch und hat einen kleinen Motor. Nutzer können daher entsprechend ihres Nutzungsverhalten und ihres individuellen Tagesablaufs ihre Heizungen so einstellen, dass sie zu festgelegten Tageseiten automatisiert mehr oder weniger heizen. Das elektrische Thermostat benötigt dafür zwar eine Batterie – diese hält in der Regel jedoch mehrere Jahre.

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2. Was ist der Vorteil von programmierbaren Thermostatköpfen?

Mit den Sparhelfern können Sie genau bestimmen, wann welche Heizkörper hoch- oder runterregeln. So wird zum Beispiel das Kinderzimmer nicht unnötig beheizt, wenn die Kleinen in der Schule sind. Dazu kommt ein erheblicher Komfortgewinn: Das lästige Herunterdrehen der Heizkörper beim Verlassen von Haus oder Wohnung entfällt und kann auch nicht mehr vergessen werden. Wer morgens gern in ein warmes Badezimmer kommt, ohne die ganze Nacht durchheizen zu müssen, kann die Thermostate entsprechend programmieren. Während ältere Modelle direkt am Thermostatkopf programmiert werden, erlauben neuere Modelle sogar die Fernbedienung von unterwegs per App. Doch programmierbare Thermostate erhöhen nicht nur den Komfort, sondern helfen auch beim Sparen. Das durchschnittliche Sparpotenzial für die Heizkosten liegt bei etwa acht Prozent.

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3. Für welchen Nutzertyp und welche Heizung eignen sich programmierbare Thermostate?

Außenansicht Haus(c) co2online/Alois Müller

Grundsätzlich lohnen sich elektrische Heizkörperventile für alle Hausbesitzer und Mieter, die sparen wollen, aber nicht diszipliniert genug sind, ihre Heizkörper je nach tatsächlichem Bedarf rauf- und runterzuregeln. Vor allem Hausbesitzer mit besonders vielen Heizkörpern profitieren von dem Komfort programmierbarer Ventile. Es gibt Systeme, mit denen man die Thermostate für das ganze Haus einzeln anwählen und programmieren kann. Das erspart viel Aufwand, weil nicht jeder einzelne Heizkörper rauf- und runtergedreht werden muss. Für Personen mit besonders unregelmäßigen Tagesabläufen eignen sich besonders per Funk programmierbare Thermostate, die mittels App auch von unterwegs einzustellen sind. Damit wird das Einstellen der Heizung noch flexibler und nutzungsfreundlicher.

Nicht geeignet sind programmierbare Thermostate hingegen bei Fußbodenheizungen, Wandflächenheizungen sowie Gasetagenheizungen mit elektronischer Regeleinheit. Ist die Gastherme nur manuell zu regeln, können programmierbare Thermostate eingesetzt werden.

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4. Sind programmierbare Thermostate nicht kompliziert einzurichten?

In Sachen Benutzerfreundlichkeit hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan, wie ein Praxistest des Energiesparclubs zeigt: 11 von 14 Testern möchten die Sparhelfer nicht mehr missen und empfehlen sie vor allem wegen des gestiegenen Wohnkomforts. Unser Tipp: Probieren Sie die Geräte bei einem Händler vor Ort aus. Wer online einkauft, sollte zunächst nur einen Regler bestellen und die Bedienbarkeit prüfen. Für manche Ventile sind zudem Adapter nötig, die jedoch für die gängigsten Hersteller meist beiliegen.

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5. Was kosten programmierbare Heizkörperventile?

Das Angebot an programmierbaren Thermostaten ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Günstige programmierbare Thermostate gibt es schon ab 15 Euro, Funkthermostate ab etwa 30 Euro. Achten Sie aber nicht nur auf den Preis: Wichtig sind die speziellen Anforderungen in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung. Wer viele Heizkörper hat, sollte zu Funkthermostaten greifen. Damit lassen sich mehrere Geräte gleichzeitig programmieren und einstellen. 

Offenes Fenster über Heizung(c) co2online gGmbH/ Phil Dera

Auch auf Zubehör ist zu achten: Tür-/Fensterkontakte erleichtern zum Beispiel das Lüften. Sie senden bei geöffneten Fenstern oder Türen ein Signal an das Thermostat, das dann automatisch runterregelt. Spezielle USB-Sticks ermöglichen das bequeme Programmieren am PC oder den einfachen Wechsel unterschiedlicher Wochenprogramme, zum Beispiel fürs Arbeiten im Schichtdienst. Neben dem Plus beim Komfort gibt es durch programmierbare Thermostate auch ein Minus bei den Heizkosten – laut Stiftung Warentest sind Einsparungen in Höhe von zehn Prozent möglich. So rechnet sich die Investition innerhalb weniger Jahre.

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