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COP25: Nullrunde fürs Klima

Nach dem Klimaschutzgipfel im Dezember 2019 in Madrid gab es viele lange Gesichter. Auch Bundesumweltministerin Schulze zeigte sich enttäuscht. Selbst zwei Tage Verlängerung hätten nicht die dringend nötigen Fortschritte beim Klimaschutz gebracht.

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(c) BMU/Sascha Hilgers

Am Ende der COP25 blieb es größtenteils bei einem Aufruf: Im nächsten Jahr sollen höhere Zusagen für den Klimaschutz gemacht werden. Von der Kommission der Europäischen Union gab es immerhin schon eine Ankündigung. Bis zum Sommer 2020 werde ein Plan vorliegen: für 50 bis 55 statt 40 Prozent weniger CO2 gegenüber 1990.

Vor dem Gipfel war erwartet worden, dass es feste Zusagen weiterer Staaten gibt. Laut Schulze ist es jedoch zumindest gelungen, alle Versuche abzuwehren, das Pariser Klimaschutzabkommen (COP21) aufzuweichen.

Minimalkompromiss in Madrid

Medien und verschiedene Organisationen zeigten sich ebenfalls enttäuscht von den COP25-Ergebnissen. Die Rede war von einem Minimalkompromiss oder einer Nullrunde. Der in Paris verabredete Prozess sei ins Stocken geraten. Eigentlich war geplant, dass die Staaten alle fünf Jahre Zusagen für neue, ehrgeizigere Ziele machen, spätestens also 2020.

Keine Einigung gab es beim Anrechnen von Maßnahmen für Klimaschutz in anderen Ländern; beispielsweise wenn ein Land Windräder in einem anderen Land finanziert. Vor allem die USA und Brasilien sollen bei diesem Kernthema des Gipfels blockiert haben. Sie wollten eine Anrechnung für beide Länder erreichen.

Statt in Lateinamerika oder in der Karibik musste der Klimaschutzgipfel 2019 nach Europa umziehen. Erst sagte Brasilien etwa ein Jahr vorher ab, dann auch Chile – und das nur etwa einen Monat vor dem Auftakt der COP25. Mit 13 Tagen war es der bislang längste Klimaschutzgipfel der Vereinten Nationen.

Der nächste Gipfel sollte ursprünglich im November 2020 in Glasgow stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie steht die COP26 nun vom 31. Oktober bis 12. November 2021 an – nach vorbereitenden Treffen in Italien.

(c) BMU/Sascha Hilgers

Autor: Jens Hakenes (freier Redakteur)

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