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Durchlauferhitzer im Vergleich: So finden Sie das passende Gerät

Für fast jeden Bereich im Haus gibt es den passenden Durchlauferhitzer – zumindest in der Theorie. In der Praxis ist es leider nicht so einfach, den einen zu finden, der alle Anforderungen erfüllt. In unserem Durchlauferhitzer-Vergleich stellen wir Ihnen die gängigsten Varianten mit ihren Vor- und Nachteilen vor und geben Tipps, wie Sie den für Ihren Bedarf passenden Durchlauferhitzer finden.

Warmwasser-Rechner:

Kosten und Verbrauch prüfen Für eilige Leser*innen: Vergleichen Sie jetzt Ihren Warmwasserverbrauch mit dem ähnlicher Haushalte – und erfahren Sie, wie Sie mit wenig Aufwand viel Wasser sparen können:

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Durchlauferhitzer erwärmen das Wasser bedarfsgerecht und in unbegrenzter Menge
  • Es entstehen keine Speicher- oder Leitungsverluste
  • Die Geräte verfügen über unterschiedliche Regelungstechniken
  • Für einige Modelle gibt es staatliche Fördermittel
  • Wichtig beim Kauf sind u.a. Art und Leistung des Durchlauferhitzers

Vergleich: Durchlauferhitzer vs. Warmwasserspeicher

(c) www.iStock.com / meailleluc

Durchlauferhitzer arbeiten vergleichsweise günstig, wenn der Wasserbedarf gering ist.

Wenn es um die dezentrale Warmwasserbereitung geht, ist der Durchlauferhitzer die Lösung schlechthin. Er arbeitet unabhängig von der vorhandenen Heizanlage und versorgt alle Bewohner*innen mit dem notwendigen Warmwasser. Richtig eingesetzt, lassen sich mit ihm auch Kosten sparen. Vor allem in wenig genutzten Räumen lohnt es sich nicht, einen Anschluss an die Zentralheizung legen zu lassen. Hier ist der Einsatz eines Durchlauferhitzers im Vergleich zu einem Warmwasserspeicher am sinnvollsten und einfachsten. Denn für den Betrieb ist in der Regel nur ein Stromanschluss notwendig (beziehungsweise bei Gas-Durchlauferhitzern ein Gasanschluss).

Vor- und Nachteile gegenüber einem Warmwasserspeicher

Durchlauferhitzer haben den Ruf eines Stromfressers. Das ist aber nicht ganz korrekt. Denn richtig eingesetzt haben die Geräte viele Vorteile gegenüber einem Warmwasserspeicher.

VorteileNachteile
Durchlauf-
erhitzer
  • Das Wasser wird bedarfsgerecht erwärmt.
  • Hohe Stromkosten bei größeren Mengen Warmwasser.
  • Das Wasser wird nicht gespeichert - so entstehen keine Speicher- oder Leitungsverluste.
  • Gasthermen oder Gasetagenheizungen brauchen einen Kamin und eine gesicherte Zuluft.
  • Die Menge an Warmwasser ist nicht begrenzt.
  • Bei älteren hydraulischen Geräten dauert es mitunter länger, bis das Wasser die gewünschte Temperatur erreicht hat.
  • Das Wasser wird nur so weit erwärmt, wie es nötig ist: Das spart Energie und vermeidet unnötige CO2-Emissionen.
Warmwasser-
speiche
r
  • Das Wasser kommt schneller in der gewünschten Temperatur.
  • Speicherverluste entstehen sowohl bei großen als auch bei kleinen Speichern.
  • Das Wasser kann auf höhere Temperaturen erwärmt werden (für Einsatzorte wie Gastronomie oder Krankenhäuser Hygienevoraussetzung).
  • Die Menge an Warmwasser ist durch das Volumen des Speichers begrenzt.

Weitere Vor- und Nachteile finden Sie im Beitrag Durchlauferhitzer, Boiler oder zentrale Versorgung mit Warmwasser.

Durchlauferhitzer im Vergleich: Strom- oder gasbetrieben?

(c) wetwater / Fotolia.com

Kleinere Durchlauferhitzer lassen sich auch über eine Steckdosenleiste betreiben.

Auch wenn der Betrieb mit Gas günstiger ist als mit Strom, sind die meisten Durchlauferhitzer hierzulande elektrisch. Besonders leistungsstarke und wohnungszentrale Elektro-Durchlauferhitzer mit 400 Volt müssen an eine Starkstromleitung angeschlossen werden. Kleinere Varianten mit 230 Volt beziehen den Strom direkt aus der Steckdose.

Für Gas-Durchlauferhitzer sind ein Gasanschluss sowie eine Abgasführung oder ein Schornstein notwendig. Während elektronische Durchlauferhitzer einen Wirkungsgrad von bis zu 99 Prozent haben, erreichen Gas-Durchlauferhitzer etwa 80 Prozent.

Hydraulisch, elektrisch, vollelektrisch: Regelungen für Durchlauferhitzer im Vergleich

Elektrische Durchlauferhitzer werden unterschiedlich gesteuert beziehungsweise geregelt. Es gibt sie als hydraulische, elektrisch gesteuerte, elektrisch geregelte und vollelektrisch gesteuerte Modelle.

Hydraulische Durchlauferhitzer

Hydraulische Durchlauferhitzer arbeiten abhängig vom Wasserdruck: ein Mechanismus, der zu Temperaturschwankungen führen kann. Wird beispielsweise an einer zweiten Zapfstelle der Wasserhahn aufgedreht, kommt es zu einem plötzlichen Temperaturabfall. Nach kurzer Verzögerung schaltet sich der Durchlauferhitzer auf eine höhere Stufe, um größere Wassermengen zu erwärmen. Sobald die andere Zapfstelle wieder geschlossen wird, ist das Wasser dann allerdings zu heiß. Im Vergleich zu Durchlauferhitzern mit elektrischer Regelung bedeutet dies einen hohen Komfortverlust.

Elektronisch gesteuerte Durchlauferhitzer

Etwas teurer, aber dafür komfortabler und energiesparender sind elektronisch gesteuerte Durchlauferhitzer. Bei ihnen treten kaum Schwankungen der Wassertemperatur auf, auch wenn mehrere Zapfstellen gleichzeitig mit warmem Wasser versorgt werden. Ein weiterer Vorteil: Die gewünschte Wassertemperatur lässt sich nahezu gradgenau am Gerät einstellen. Damit wird kein Wasser verschwendet, bis die richtige Temperatur gefunden ist. Die Geräte haben zwei Sensoren und messen die Zulauftemperatur und die Durchflussmenge.

Elektronisch geregelte Durchlauferhitzer

Die verbesserte Variante der elektrischen Durchlauferhitzer sind elektronisch geregelte Geräte. Sie messen nicht nur die Zulauftemperatur und die Durchflussmenge, sondern auch die Auslauftemperatur. Sie verfügen sozusagen über eine Kontrollfunktion.

Vollelektronisch gesteuerte Durchlauferhitzer

Im Vergleich zu anderen Durchlauferhitzern haben vollelektronisch gesteuerte Geräte nicht nur drei Sensoren, sondern auch ein Motorventil. Dieses soll für eine noch genauere Temperaturregulierung durch den Durchlauferhitzer selbst sorgen. Sie sind auch die einzigen im Durchlauferhitzer-Vergleich, für die es eine staatliche Förderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gibt.

„Ein elektronischer Durchlauferhitzer erfasst die Kaltwassertemperatur und die Wassermenge – und passt seine Leistung so an, dass genau die eingestellte Temperatur erreicht wird“, erklärt Peter Koß vom Haus- und Systemtechnik-Hersteller Stiebel Eltron. „Hydraulische Durchlauferhitzer hingegen erwärmen vor allem geringe Wassermengen zu stark – und mischen dann wieder Kaltwasser dazu, um die gewünschte Temperatur zu erreichen.“

Deshalb lassen sich mit vollelektronischen Durchlauferhitzern 30 Prozent Wasser und Energie gegenüber hydraulischen Durchlauferhitzern sparen. Wer die Duschtemperatur um ein oder zwei Grad nach unten regelt, kann bei jeder Dusche seinen Stromverbrauch zusätzlich senken.

Einsatzbereich und Technik von Durchlauferhitzern im Vergleich

EinsatzbereichTechnikStromanschlussKosten
BadezimmerElektrisch gesteuert/geregelt und vollelektronisch gesteuertStarkstromanschluss** bis *****
KücheElektrisch gesteuert/geregelt und vollelektronisch gesteuertStarkstromanschluss** bis *****
Gästetoilette & WaschkücheHydraulisch und elektrisch gesteuertStrom aus der Steckdose * bis ***

Arten von Durchlauferhitzern im Vergleich

Wie bereits erwähnt, gibt es Durchlauferhitzer in vielen Varianten und Leistungsbereichen. Je nach Bauart und Leistung werden die Geräte Durchlauferhitzer oder Kleindurchlauferhitzer bzw. Mini-Durchlauferhitzer genannt.

(Komfort-)Durchlauferhitzer & Co. im Bad

Egal ob zum Zähneputzen, Duschen oder für ein Wannenvollbad: Nach dem Öffnen des Zapfhahnes soll Wasser in der gewünschten Temperatur zur Verfügung stehen – und zwar schnell und in ausreichender Menge. Bei der Wahl des passenden Gerätes entscheidet die Leistung des Durchlauferhitzers, in welcher Menge und mit welcher Temperatur er das warme Wasser liefern kann.

Die meisten Hersteller empfehlen für den Einsatz im Badezimmer sogenannte Komfort-Durchlauferhitzer mit mindestens 18 kW. Je nach Modell und Preisklasse können die Geräte mehrere Entnahmestellen gleichzeitig versorgen. Hochpreisige Durchlauferhitzer sind außerdem mit Zusatzfunktionen wie Kindersicherung, ECO-Modus oder Fernbedienung ausgestattet.

(Kompakt-)Durchlauferhitzer & Co. in der Küche

(c) CLAGE und Stiebel Eltron

In der Küche liegt das Augenmerk bei der Warmwasserinstallation zu gleichen Teilen auf Komfort und Sicherheit. Schließlich werden hier im Vergleich zum Bad unter Umständen deutlich höhere Wassertemperaturen benötigt. Doch das hängt ganz von den Gewohnheiten ab. Manche spülen ihr Geschirr bei 35 Grad Celsius, andere waschen mit bis zu 50 Grad heißem Wasser ab. Diese Nutzungsgewohnheiten bestimmen auch, welche Geräte sinnvollerweise installiert werden sollten.

Hinzu kommt, dass die meisten Geräte unterm Spülschrank eingebaut werden und daher sehr kompakt sein sollten. In der Praxis kommen häufig sogenannte Kompakt-Durchlauferhitzer mit einer Leistung von 11 bis 13,5 kW zum Einsatz. Sie können bis zu zwei Zapfstellen mit gleichbleibendem Warmwasser versorgen.

(Mini)Durchlauferhitzer & Co. in der Gästetoilette und Waschküche

Auf dem Gäste-WC oder in der Waschküche wird warmes Wasser eher selten und nur in geringen Mengen benötigt. Meist geht es darum, sich die Hände zu waschen. Für den Einsatz in diesen Räumen sind Mini-Durchlauferhitzer beziehungsweise Kleindurchlauferhitzer das Produkt der Wahl. Die Geräte sind äußerst kompakt und benötigen für den Betrieb keinen Starkstromanschluss. Ihre Leistungsspanne reicht von3,5 kW bis 6,5 kW. Einen Kleinspeicher für solche Räume zu verwenden, wäre unnötig. Denn warmes Wasser dauerhaft vorzuhalten, das nicht gebraucht wird, ist unwirtschaftlich.

„Trotzdem wurden früher in solchen Räumen oft Kleinspeicher installiert, sagt Jürgen Unseld von CLAGE und Stiebel Eltron. „Durch den Einbau eines modernen Kleindurchlauferhitzers kann man im Vergleich zu Kleinspeichern mehr als 80 Prozent Energie einsparen.“

Wird das Waschbecken beispielsweise an 230 Tagen im Jahr jeweils zehn Mal für zehn Sekunden benutzt, ließe sich der Stromverbrauch um etwa 170 Kilowattstunden senken. Die eingesparten Energiekosten belaufen sich dabei auf rund 51 Euro.* Damit hätte sich die Installation eines Kleindurchlauferhitzers nach etwa vier Jahren bezahlt gemacht.“

*Gerechnet wurde mit einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde.

Welcher Durchlauferhitzer für welchen Zweck? Der große Vergleich

AnforderungenKomfort-Durchlauf-erhitzerKompakt-Durchlauf-erhitzerMini-Durchlauf-erhitzer
Warmes Wasser für Handwaschbecken, Dusche und Badewanne
Warmes Wasser für mehrere Handwaschbecken
Warmes Wasser für ein Handwaschbecken
Warmes Wasser von 20° C bis 60° C
Warmes Wasser von 35° C bis 40° C
Viel warmes Wasser zum Duschen, Baden, Händewaschen und Abwaschen
Warmes Wasser zum Händewaschen und Abwaschen

Wenig warmes Wasser zum

Händewaschen

Quelle: https://www.stiebel-eltron.de/

 

So finden Sie den passenden Durchlauferhitzer

Einen Durchlauferhitzer kauft man nicht alle Tage. Umso ärgerlicher ist es, wenn der gekaufte Warmwasserbereiter nicht zum Bedarf passt. Damit Ihnen das nicht passiert, haben wir im Folgenden die wichtigsten Kauftipps für Sie zusammengefasst:

Achten Sie auf den gewünschten Zweck

Es macht einen Unterschied, ob der Durchlauferhitzer im Badezimmer oder in der Küche zum Einsatz kommt. Noch wichtiger als der Einsatzort ist die Anzahl der Entnahmestellen. Legen Sie vorher fest, wie viel Entnahmestellen der Durchlauferhitzer versorgen muss.

Es kommt auf die Leistung an

Von 3,5 kW bis über 28 kW: Die Leistungsspanne moderner Durchlauferhitzer ist groß. Achten Sie darauf, dass das gewünschte Gerät immer genügend Reserven hat, um auch unerwartete Heizlast ausgleichen zu können.

Mit Gas oder Strom – die Umgebung ist ausschlaggebend

Elektrische Durchlauferhitzer lassen sich schnell und unkompliziert in Betrieb nehmen. Auch wenn die Energiekosten im Vergleich zu Gas deutlich höher sind, lohnen sich die Geräte bei fachgerechter Planung. Ist kein Stromanschluss vorhanden, bleibt Ihnen nichts anderes, als mit Gas zu heizen.

Hydraulisch, elektrisch oder vollelektrisch?

Auch hierbei ist der Einsatzort entscheidend. Für eine Waschküche oder Gästetoilette lohnt es sich meist nicht, einen teuren, vollelektrisch gesteuerten Durchlauferhitzer zu kaufen. Wer in einem mehrköpfigen Haushalt wohnt und großen Wert auf gleichbleibendes Warmwasser legt, sollte hingegen kein Gerät mit hydraulischer Regelung nutzen.

Sparen Sie Kosten mit effizienten Geräten

Alle neuen Durchlauferhitzer haben ein Energielabel. Kaufen Sie, wenn möglich, Geräte mit der höchsten Energieeffizienzklasse. Bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von etwa 10 bis 15 Jahren haben Sie die anfänglichen Mehrkosten schnell wieder rausgeholt.

Durchlauferhitzer-Vergleich der Stiftung Warentest nutzen

Die Stiftung Warentest hat elf Durchlauferhitzer miteinander verglichen. Der Test stammt allerdings aus dem Jahr 2014. Einen aktuelleren Test gibt es zwar nicht - die Ergebnisse sind dennoch weiterhin interessant, wenn Sie sie als Entscheidungshilfe nutzen möchten. Hier geht es zum Durchlauferhitzer-Vergleich von der Stiftung Warentest.

Autoren: Minh Duc Nguyen und Marcus Weber (Freier Redakteur)

 

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