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Flüssiggastank: Die wichtigsten Infos zu Tankgröße, Anschaffung und Wartung

Flüssiggas wird nicht über ein Leitungsnetz an die Haushalte verteilt, sondern außerhalb des zu versorgenden Gebäudes in einem Tank gelagert. Flüssiggastanks kann man kaufen oder mieten. Hier erfahren Sie, welche Vor- und Nachteile diese beiden Varianten haben. Außerdem erhalten Sie wichtige Informationen über sinnvolle Tankgrößen und darüber, was bei der Sicherheit und Wartung der Flüssiggasbehälter zu beachten ist.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Flüssiggastanks werden im Garten aufgestellt oder in die Erde eingelassen
  • Tankgröße richtet sich nach tatsächlichem Verbrauch
  • Einfamilienhausbesitzer mieten Tanks häufig, anstatt sie zu kaufen

Flüssiggastank: Aufstellung

Gleich vorweg: Flüssiggasflaschen sind etwas für den Campingplatz. Soll ein Gebäude mit Flüssiggas beheizt werden, wird ein Gastank als Flüssiggasbehälter benötigt. Flüssiggastanks werden aus Sicherheitsgründen nicht im Keller (und nur unter bestimmten Bedingungen in geschlossenen Räumen) installiert, sondern im Garten aufgestellt oder auch unterirdisch als Flüssiggas-Erdtanks unter der Erdoberfläche verbaut. Bei der Installation eines Erdtanks wird zunächst mit einem Bagger eine Grube ausgehoben. Anschließend wird der Tank mit einem Kranwagen hinein gehoben. Der eingesetzte Tank wird dann mit Sand „eingesandet" und mit einer bepflanzbaren Erdschicht abgeschlossen, sodass nur noch die Tankregeler zugänglich sind.

Flüssiggas zum Heizen: Wie tanke ich Flüssiggas?

Die Betankung der Flüssigasbehälter ist unkompliziert: Genau wie das Heizöl wird Flüssiggas mit einem Tankwagen geliefert. Dieses Fahrzeug hat einen entsprechenden Schlauch und eine Pumpvorrichtung integriert, womit das Flüssiggas in den Gastank gepumpt wird. Der Vorgang kann in etwa eine Stunde dauern. Aus Sicherheitsgründen werden Flüssiggastanks nur zu 85 Prozent befüllt. Dies stellt das liefernde Unternehmen sicher.

Die richtige Tankgröße

Ein skizzierter Flüssiggas-Tank vor einem Einfamilienhaus(c) Primagas

Flüssiggastanks gibt es in verschiedenen Größen, die zwischen 900 Litern und 6.500 Litern liegen. Bei der Flüssiggastank-Größe ist ein genauer Blick auf den bisherigen Verbrauch notwendig, der wiederum von der beheizten Fläche und der Anzahl der Personen im Haushalt und deren Heizgewohnheiten abhängt. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in unserem Artikel „Flüssiggas: Verbrauch, Preise und Umrechnung“. Zur genauen Ermittlung der Tankgröße sollte auf jeden Fall eine Expertenberatung in Anspruch genommen werden. Eine erste Orientierung bieten folgende Werte:

Flüssiggastank für Einfamilienhäuser mit...
...   80 – 125 m2 Wohnfläche und 2-3 Bewohnern:    1,2 t / 2.700 l Tank
... 125 – 250 m2 Wohnfläche und 4-5 Bewohnern:    2,2 t / 4.850 l Tank

Auch wenn diese Tankgrößen in aller Regel für die angegebenen Gebäude passen, sollte vor der Entscheidung berücksichtigt werden, dass sich die Tankgröße unter anderem nach dem tatsächlichen Verbrauch richtet und sie somit variieren kann. Wie Sie Ihren Jahresverbrauch ermitteln, erfahren Sie im Artikel über Flüssiggaskosten.

Sicherheit und Wartung von Flüssiggastanks

Die Installation, Befüllung und Wartung der Flüssiggasbehälter müssen von einem Fachbetrieb vorgenommen werden. Dann kann Flüssiggas genauso gefahrlos eingesetzt werden, wie andere gängige Brennstoffe. Moderne Flüssiggastanks haben integrierte Sicherheitssysteme wie Überfüllsicherungen und Sicherheitsventile gegen überhöhten Druck. Außerdem sehen die Vorschriften des sogenannten „Produktsicherheitsgesetzes“ regelmäßige Wartungen vor, deren Intervalle sich nach den verschiedenen Tankarten und nach der Aufstellung richten. Hier ist alle zehn Jahre eine innere Prüfung des Flüssiggastanks durchzuführen und alle zwei Jahre eine äußere Prüfung. Diese muss von entsprechenden Sachverständigen geleistet werden.

Handwerker finden

Flüssiggastank: Preise

Wer einen Flüssiggastank kauft, muss mit Anschaffungskosten von 1.500 Euro aufwärts rechnen. Diese Kosten steigen mit der Tankgröße auf bis zu 3.000 Euro. Für unterirdisch aufstellbare Tanks ist der Preis circa 500 Euro höher. Erwerben kann man Flüssiggastanks unabhängig vom Energielieferanten im Fachhandel oder im Internet. Zudem bieten einige Baumärkte kleinere Tanks an. Die Installation, und Befüllung des Tanks müssen anschließend zwingend von einem Fachbetrieb vorgenommen werden.

Flüssiggastank kaufen oder mieten?

Wer darüber nachdenkt, einen Flüssiggastank zu kaufen oder zu mieten, sollte nicht nur auf den Preis schauen, sondern auch bedenken, dass sich der Eigentümer selbst um alle Belange des Tanks kümmern muss. Er muss ihn also warten lassen und rechtzeitig die Lieferungen organisieren. Flüssiggaslieferanten bieten oftmals an, Flüssiggastanks zu mieten. Es ist daher nicht zwingend notwendig, einen Tank zu kaufen. Der Großteil der Einfamilienhausbesitzer nimmt das Mietangebot eines Lieferanten an. Gekauft werden Tanks eher von Großkunden. Mit dem Mieten eines Flüssiggastanks wird allerdings meist eine Bindung an das vermietende Unternehmen und deren Konditionen eingegangen. Zwar kann nach den entsprechenden Vertragsbedingungen gekündigt werden — dann muss aber der Flüssiggas-Miettank häufig wieder entfernt werden, was in Abhängigkeit der jeweiligen Vertragsbedingungen aufwendig und kostspielig sein kann. Ein großer Vorteil des Mietens ist, dass der Tankeigentümer verantwortlich für den rechtskonformen und sicheren Betrieb des Flüssiggasbehälters ist. Außerdem sind Aufstellung, Befüllung und Wartung des Miettanks bei einem „Full-Service“-Angebot eines einzelnen Anbieters in aller Regel unkompliziert geregelt. Weitere Informationen erhalten Sie in dem Artikel über Flüssiggasverträge.

Flüssiggastank stilllegen

Wenn ein Flüssiggasbehälter stillgelegt und entsorgt werden soll, stellt sich zunächst die Frage: Wem gehört der Tank?

Wenn der Flüssiggastank vom Versorger gemietet ist, dann ist dieser als Eigentümer für Stilllegung und Demontage zuständig. Das heißt aber nicht, dass dem Nutzer dabei keine Kosten entstehen: Je nach Vertragsvereinbarung kann der Eigentümer Kosten für Abbau und Abtransport in Rechnung stellen – insbesondere, wenn ein Liefervertrag vorzeitig gekündigt worden ist. Aber dazu gibt es die gesetzliche Vorgabe, dass die Kosten für die Abholung angemessen sein müssen. Falls die Kosten 500 Euro übersteigen, sollte Sie den Versorger darauf ansprechen und ggf. die Verbraucherzentrale oder einen Fachanwalt einschalten.

Wenn der Flüssiggastank vom Nutzer gekauft wurde, muss sich dieser selbst um die Entsorgung kümmern. Aber selber erledigen sollte er dies nicht: Nur ein spezialisiertes Unternehmen mit entsprechender Ausrüstung kann sicherstellen, dass der Tank vollständig leer ist und bei der Demontage keine Gefahren entstehen. Die Entsorgung übernehmen (gegen entsprechende Bezahlung natürlich) in der Regel Gaslieferunternehmen, da diese mit ihren Tankwagen die Möglichkeit haben, die Flüssiggastanks vollständig leerzupumpen. Aber auch Gasversorger und ortsansässige Gasinstallateure können auf die Stilllegung und Entsorgung der Flüssiggasbehälter angesprochen werden.

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