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Der 6. Deutsche Kältepreis geht an...

Am 7. Mai 2018 wurde der 6. Deutsche Kältepreis vergeben. Die Auszeichnung war mit insgesamt 52.500 Euro dotiert, interessierte Privatpersonen und Unternehmen konnten sich in drei Kategorien bewerben. Die neun Preisträger wurden persönlich von Umweltministerin Svenja Schulze im Rahmen der Berliner Energietage 2018 ausgezeichnet.

Die Gewinner des Deutschen Kältepreises 2018 stehen fest: Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat die neun Preisträger aus sechs Bundesländern am 7. Mai 2018 bei den Berliner Energietagen ausgezeichnet. In den drei Kategorien des Wettbewerbs für effiziente Kältetechnik gab es Preisgelder in Höhe von 10.000, 5.000 und 2.500 Euro. Mit den Prämien werden die Projekte weiterentwickelt und verbreitet, um so noch mehr zum Klimaschutz beizutragen.

Bereits zum sechsten Mal hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) den Deutschen Kältepreis vergeben. Seit 2008 honoriert und fördert das Ministerium mit der Auszeichnung innovative und energieeffiziente Technologien im Bereich der Kälte- und Klimatechnik. Die gemeinnützige co2online GmbH (www.co2online.de) organisiert den Wettbewerb zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Kälte.

Die Preisträger und ihre Innovationen

Kategorie 1

Kategorie 2

Kategorie 3

Quellenangabe für die Pressebilder: www.co2online.de / Raum11/Zappner

Kategorie 1: Kälte- oder klimatechnische Innovation

Platz 1: Das Kältemittel CO2 ist umweltfreundlich und kostengünstig in der Beschaffung. Um es zu nutzen, ist jedoch hoher Druck und damit viel Energie erforderlich. Aus diesem Grund hat die in Mannheim/Baden-Württemberg ansässige Epta Deutschland GmbH ein Kühlsystem entwickelt, das dieses Kältemittel mit geringerem Druck und damit energieeffizienter nutzbar macht als herkömmliche Kälteanlagen. So werden rund 17 Prozent Energie eingespart.

Platz 2: Absorptionskälteanlagen arbeiten meist mit Wasser als Kältemittel. Das ist umweltfreundlich – aber auch vergleichsweise teuer. Außerdem sind die Anlagen recht groß. Der neue Absorber von EAW Energieanlagenbau GmbH aus dem thüringischen Römhild und der ILK Dresden gGmbH aus Sachsen wurde daher kleiner und leichter konzipiert als vergleichbare Anlagen und ist deswegen auch deutlich günstiger.

Platz 3: Die Bitzer Kühlmaschinenbau GmbH aus dem schwäbischen Sindelfingen (Baden-Württemberg) hat einen Kältemittelverdichter entworfen, der von einem effizienten Permanentmagnetmotor angetriebenen wird und mit intelligenter Regelungstechnik ausgestattet ist. Damit kann die Anlage den notwendigen Druck mit weniger Energie erreichen als vergleichbare Kälteanlagen mit dem umweltfreundlichen Kältemittel CO2.

Kategorie 2: Energieeffiziente Kälte- und Klimaanlagen mit indirekter Kühlung

Platz 1: Wie bei der menschlichen Haut funktioniert das sogenannte adiabate Kühlen, indem Wasser verdunstet. Es gilt damit als umweltfreundliches Prinzip, um Räume zu klimatisieren. Die Menerga GmbH aus Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen) hat ein System entwickelt, das die adiabate Kühlung ohne zusätzliche Kompressionskälteanlagen ermöglicht. Dafür wurde eine zweite Kühlstufe für besonders heiße und schwüle Tage ergänzt.

Platz 2: Die Viessmann Kühlsysteme GmbH aus Hof in Bayern bietet ein Verbundsystem an, das Supermärkte energieeffizient mit Kälte und Wärme versorgt. Dabei kommen mehrere innovative Konzepte zum Einsatz: Durch kleine, hermetisch dichte Kältemittelkreisläufe sinkt der Kältemittel-Bedarf. Der nötige Strom kommt vorzugsweise aus Photovoltaik-Anlagen. Außerdem ist das System mit Speichern für überschüssige Wärme und Strom ausgestattet.

Platz 3: Das Kühl-, Heiz- und Klimatisierungssystem der Cool Expert GmbH aus Allendorf in Hessen wurde für Supermärkte und Gewerbekälte konzipiert. Das System ermöglicht mit dem Kältemittel Propan Normalkühlung, Klimatisierung und eine Wärmepumpenfunktion – und mit dem Kältemittel CO2 eine Tiefkühlung. Die Wärme für Räume und Wasser wird über rückgewonnene Abwärme und bei erhöhtem Bedarf durch eine Wärmepumpe erzeugt.

Kategorie 3: Intelligentes Monitoring von Kälte- und Klimaanlagen

Platz 1: Das Software-Unternehmen CoolTool Technology GmbH aus Duisburg (Nordrhein-Westfalen) hat ein interaktives Überwachungssystem entwickelt, das thermodynamische Berechnungen bei laufendem Betrieb durchführt. So kann das System Mängel und Defekte im Kälteprozess melden, bevor Temperaturen in Kühlräumen ansteigen und beispielsweise Lebensmittel verderben. Bestehende Anlagen können mit dem Überwachungssystem nachgerüstet werden.

Platz 2: Die Aldi Süd Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG mit Sitz in Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen) reduziert durch ein umfassendes Programm die gesamte Treibhauswirkung der eingesetzten Kälteanlagen. Neben einem innovativen Energiemanagementsystem sorgt vor allem die moderne Kältetechnik für mehr Nachhaltigkeit in den Filialen des Discounters. Zudem wird fortlaufend gemeinsam mit den Kälteanlagenbauern an Optimierungsmaßnahmen gearbeitet.

Platz 3: Bei Kälteanlagen kann es durch Verschmutzungen oder Verschleiß zu höherem Energieverbrauch und Fehlfunktionen kommen. Die Firmen e-design aus Erfurt (Thüringen), Hörburger AG in Waltenhofen (Bayern) und Daikin GmbH aus Unterhaching (Bayern) haben gemeinsam eine Methode entwickelt, mit der Techniker per Ferndiagnose Fehler identifizieren können. So werden überflüssige Anfahrten vermieden und die Anlagen rechtzeitig und nach Bedarf gewartet.

Hinweis an die Redaktionen:

Die verlinkten Pressebilder können mit Quellenangabe („www.co2online.de / Raum11/Zappner“) honorarfrei zur redaktionellen Berichterstattung verwendet werden. Sie zeigen jeweils den Preisträger und die Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Mehr Informationen zum Deutschen Kältepreis 2018 finden Sie unter www.co2online.de/kaeltepreis.

Eine Broschüre mit den Preisträgern kann hier heruntergeladen werden: Deutscher Kältepreis 2018: Die Preisträger und ihre Projekte (PDF, 1.2 MB)

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