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Monatstrends

Sie haben abgestimmt: Alle Umfrage-Ergebnisse auf einen Blick.

Gesamtausgabe des aktuellen Klima-Barometers als Download (PDF, 175 kB).

2. Quartal 2011: Energiewende und Folgen des Atomausstiegs

Die Energiewende und die Folgen des Atomausstiegs waren auch Gegenstand der monatli-chen Online-Umfragen im zweiten Quartal 2011. Gefragt nach Problemen, die dem Ausbau erneuerbarer Energien im Weg stehen könnten, entschieden sich die Umfrage-Teilnehmer am häufigsten für die fehlende gesellschaftliche Akzeptanz und weniger für die Kosten. Dennoch rechnen die Befragten mit einem verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien und wären auch bereit, dafür höhere Stromkosten in Kauf zu nehmen.

Die gesellschaftliche Akzeptanz gilt 43 Prozent der Befragten als größtes Problem beim Ausbau der erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung

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40 Prozent rechnen mit verstärkten Investitionen in erneuerbare Energien als Folge des Atomausstiegs

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Mehrheit (54 Prozent) der Befragten ist zu höheren Stromkosten bereit, um den Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich zu beschleunigen

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Die gesellschaftliche Akzeptanz gilt 43 Prozent der Befragten als größtes Problem beim Ausbau der erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung.

Seitdem die Energiewende beschlossen wurde, wird verstärkt über deren Kosten debattiert. Aus Sicht der Befragten sind aber – vielleicht überraschend – nicht die Kosten das größte Hindernis für die Ausbau erneuerbarer Energien (28 Prozent), sondern ihre gesellschaftliche Akzeptanz (43 Prozent).

Um diese Hürde zu überwinden, müsste nicht nur das nötige Geld bereitgestellt werden, sondern eine noch breitere Aufklärung über die Möglichkeiten und Erträge der erneuerbaren Energien erfolgen.

40 Prozent rechnen mit verstärkten Investitionen in erneuerbare Energien als Folge des Atomausstiegs.

Für den größten Teil der Befragten (40 Prozent) folgen aus dem vorzeitigen Ausstieg aus der Atomkraft vor allem verstärkte Investitionen in erneuerbare Energien und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz (27 Prozent). Dass der Ausstieg aus der Atomkraft in eine verstärkte Nutzung von fossilen Energieträgern wie Gas- und Öl (5 Prozent) oder Stein- und Braunkohle mündet (9 Prozent), hält nur eine Minderheit für möglich.

Eine Einschätzung, die in der Diskussion um die Verhinderung von Blackouts und die Gewährleistung der Versorgungssicherheit nicht von allen geteilt wird. In der Berichterstattung zum Thema wird häufig auch die These vertreten, dass die kontinuierliche, wetterunabhängige Versorgung mit Strom nicht ohne fossile Brennstoffe wie Öl, Gas oder Kohle zu gewährleisten sei.

Mehrheit (54 Prozent) der Befragten ist zu höheren Stromkosten bereit, um den Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich zu beschleunigen.

Den Umstieg auf erneuerbare Energien ist kostenintensiv. Die Höhe der Kosten ist allerdings umstritten. Die aktuellen Schätzungen reichen von einem bis zu fünf Cent zusätzlichen Kosten pro Kilowattstunde Strom für den Endkunden.

Zumindest die privaten Endkunden wären in der Mehrheit bereit, zusätzliche Kosten für den Ausbau erneuerbarer Energien zu tragen. 20 Prozent könnten sich vorstellen monatlich 5 Euro, also 60 Euro pro Jahr mehr zu zahlen, weitere 20 Prozent wären bereit im Jahr 120 Euro zusätzlich für ihren Strom auszugeben (10 Euro pro Monat). Eine Minderheit von 11 Prozent könnte sich sogar Mehrzahlungen von 240 Euro und 7 Prozent von 420 Euro vorstellen.