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Nachhaltig grillen – (umwelt-)bewusst genießen

Die alljährliche Grillsaison ist schon voll im Gange. Durchschnittlich grillt ein deutscher Haushalt 13 Mal pro Jahr. Leider denkt dabei nicht jeder an die Umwelt – und die eigene Gesundheit.

Das Grillen mit Maiskolben ohne Körner, sogenannte Maisspindel, die bei der Maisernte aussortiert werden, ist nachhaltiger als mit Holzkohle aus Tropenwäldern.(c) maister GmbH

Holzkohle ist die mit Abstand beliebteste Befeuerungsmethode beim Grillen. Sie wird von 16 Millionen Haushalten verwendet – obwohl diese Variante am klimaschädlichsten ist. Schließlich wird zu 64 Prozent Holzkohle aus Tropenwäldern verfeuert, wofür jährlich eine Fläche von rund 2.000 Fußballfeldern abgeholzt wird. So die Angaben der ZDF-Sendung plan b, in ihrer Folge „Besser grillen“ (Ausstrahlung am 21. Juli 2018). Dementsprechend hat das eigentlich leckere Grillvergnügen leider oft einen faden Beigeschmack. Doch es gibt durchaus klima- und umweltfreundlichere Alternativen.

Tipp 1: Die richtige Kohle verwenden

Verwenden Sie Holzkohle mit dem Forest Stewardship Council (FSC)-Siegel. Nur damit können Sie sichergehen, dass die Kohle aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammt. Viele Hersteller verwenden eigene Siegel, die die Nachhaltigkeit nicht unbedingt gewährleisten.

Das Grillen mit Maiskolben ohne Körner, sogenannte Maisspindel, die bei der Maisernte aussortiert werden, ist nachhaltiger als mit Holzkohle aus Tropenwäldern.(c) maister GmbH

Außerdem gibt es seit einiger Zeit holzfreie Grillbriketts aus Abfallprodukten der Olivenölproduktion. Diese Briketts erzeugen bei der Verbrennung mehr Hitze aber 30 Prozent weniger Kohlenmonoxid als Holzkohle. Eine weitere Alternative sind Maiskolben ohne Körner, sogenannte Maisspindel, die bei der Maisernte aussortiert werden. Auch sie entwickeln eine deutlich heißere Glut als Holzkohle.

Tipp 2: Richtig anzünden

Nehmen Sie zum Anzünden keinen Spiritus und keine chemischen Grillanzünder. Viel besser eignet sich dafür Wellpappe in Pyramidenform. Das ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern funktioniert auch noch mit dem Kamineffekt: Die Flammen verteilen sich gleichmäßig, und Ihnen bleibt mühsames Fächeln erspart.

Tipp 3: Gesund grillen

Verzichten Sie auf Einweggrills und verpacken Sie auch das Grillgut nicht in Aluminiumfolie. Damit Ihr Grillgut vor zu großer Hitze geschützt ist und nicht durch den Grillrost fällt, können Sie es auch in Pflanzenblätter wickeln. Dafür eignen sich Rhabarber, Kohl oder Mangold. So vermeiden Sie, dass Sie die hochgiftigen Bestandteile des Aluminiums zu sich nehmen. Denn diese können sich durch Marinaden und Salze vom Aluminium absondern und in den Körper aufgenommen werden.

Tipp 4: Auf gutes Grillgut achten

Verzichten Sie hin und wieder auf Fleisch und Geflügel. Diese sind zu 95 Prozent für den ökologischen Fußabdruck beim Grillen verantwortlich. Legen Sie daher auch mal Grillkäsevarianten und Gemüsesorten auf den Grill. Am besten, Sie greifen dabei zu regionalen, ökologischen Produkten, die gerade Saison haben.

Tipp 5: Den Müll mit nach Hause nehmen

Leider bleiben auf Grill-Wiesen oft Kronkorken, leere Flaschen und Überreste von Picknicks übrig. Überlegen Sie im Vorfeld, wie viel Müll mitgebrachte Speisen und Getränke verursachen. Bereiten Sie die Speisen zu Hause zu, schleppen Sie die Verpackung nicht mit und verzichten Sie auf Einweggeschirr und -besteck. Ist es Zeit für die Heimreise, nehmen Sie den Müll mit, denn dort können Sie diesen richtig trennen und entsorgen.

Tipp 6: Mehrwegverpackungen nutzen

Bieten Sie auf Ihrer Grillparty Getränke in Mehrwegflaschen an. Mehrwegverpackungen schonen das Klima und die Ressourcen. Eine Mineralwasser-Mehrwegflasche wird im Durchschnitt über 50 Mal wieder befüllt. Dosen und Einwegverpackungen landen nach dem einmaligen Gebrauch im Müll.

Sie wollen Ihren Alltag nachhaltiger gestalten?
Auf www.mein-klimaschutz.de finden Sie noch mehr Tipps.

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