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Sind Bäume wirklich gut fürs Klima?

„Wieso ist das Pflanzen von Bäumen zum Ausgleich für ausgestoßenes CO2 ein Beitrag zum Klimaschutz? Bei der Verrottung oder Verbrennung wird doch wieder die gleiche Menge CO2 frei, die vorher gebunden wurde." (Roland Klein, Regensburg)

Holzfäller bei der Pause(c) Hubertus Blume - fotolia.com

Christine Moser und David Walmsley (Leuphana Universität Lüneburg, Innovations Inkubator, Plattform für nachhaltige Biokerosin-Produktion): „Um herauszufinden, welche Pflanzen sich wie auf den CO2-Gehalt der Atmosphäre auswirken, muss man die langfristige Kohlenstoffbilanz des pflanzlichen Ökosystems betrachten – die so genannte Netto-Biome-Produktion. Eine solche Bilanzierung umfasst möglichst alle Ein- und Austräge von Kohlenstoff und somit auch die Kohlenstoffemissionen durch Verbrennung oder Verrottung der Biomasse.

Die Netto-Biome-Produktion von Wäldern ist im Allgemeinen höher als die von Gras- und Ackerland. Der Hauptgrund hierfür ist der Grad der Verholzung der Biomasse: Je höher der Verholzungsgrad, desto stabiler ist die abgestorbene Biomasse. Je stabiler die Biomasse, desto schwerer abbaubar ist sie für Mikroorganismen, die an der klimawirksamen Verrottung beteiligt sind. Da der Anteil an stark verholztem Gewebe bei Bäumen besonders hoch ist, kann eine Aufforstung auf Böden, auf denen zuvor keine Bäume wuchsen, beträchtliche und langfristige Kohlenstoffspeicher schaffen. Der Boden ist also der eigentliche Kohlenstoffspeicher. Und erst das Zusammenspiel von Bäumen, Boden und anderen Faktoren in dem Ökosystem Wald trägt zum Schutz des Klimas bei.“

 

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