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Steigen unsere Strompreise aufgrund der Energiewende?

„Stimmt es, dass die Strompreise hauptsächlich wegen der Energiewende steigen?“ (Lea Vogel, Gütersloh)

Sonnenblume vor Hochhaus(c) iStock/francis49

Tobias Austrup (Greenpeace): „Nein, die Strompreise steigen vor allem, weil Gas, Kohle und Öl immer teurer werden. Schon seit Jahren klettern die Strompreise um jährlich durchschnittlich 4 Prozent nach oben – auch ohne Atomausstieg und Energiewende.

Dennoch steht vor allem die EEG-Umlage im Mittelpunkt der Strompreisdebatte. Diese 3,6 Cent pro Kilowattstunde machen weniger als 15 Prozent der Stromrechnung aus. Mit dieser Umlage finanzieren die Stromkunden die Erneuerbaren Energien. Aber nicht alle Stromkunden: Die Bundesregierung hat ausgerechnet die Großindustrie weitgehend von der Umlage befreit. Das bedeutet, alle anderen Stromkunden müssen die Finanzierung der Energiewende alleine stemmen. Die Bürger subventionieren dadurch die Industrie jährlich mit rund 1,2 Milliarden Euro. Begründet wird dies mit der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Allerdings wurden auch solche Branchen befreit, die durch höhere Strompreise keinerlei Wettbewerbsnachteile befürchten müssten. Das schadet den Bürgern und gefährdet die Akzeptanz der Energiewende.“

 

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