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Wie kann man Heizenergie sparen ohne zu frieren?

„Wie kann ich als Hauseigentümerin beim Heizen effektiv Energie sparen ohne zu frieren?“ (Rita Kohlmeier, Lünen)

Kind sitzt auf einer Heizung(c) Wanja Jacob - Fotolia.com

Prof. Dr.-Ing. Dieter Wolff (Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften): „Etwa drei Viertel des privaten Energieverbrauchs gehen auf das Konto der Heizung. Dabei produziert jeder Deutsche im Schnitt zwei Tonnen CO2.

Der so genannte hydraulische Abgleich ist eine nahezu unbekannte, aber hocheffiziente Maßnahme, um Heizenergie zu sparen. Dabei wird die Heizungsanlage vom Fachmann so eingestellt, dass die Komponenten der Heizung aufeinander abgestimmt sind und alle Heizkörper gleichmäßig mit Heizwasser versorgt werden. Das ist bislang in Deutschland nur bei etwa zehn Prozent der Heizanlagen der Fall. Bei den restlichen 90 Prozent können überdimensionierte Pumpen und höhere Vorlauftemperaturen diesen Mangel zwar überspielen – allerdings auf Kosten eines unnötig hohen Energieverbrauchs.

Mit dem hydraulischen Abgleich, der üblicherweise für ein Einfamilienhaus zwischen 600 und 1.250 Euro kostet, können Eigentümer zuverlässig Energie einsparen – ohne dabei zu frieren. Manchmal ist die Ausgangssituation vor Ort so gut, dass die Anlage bereits für 300 Euro und während des laufenden Betriebs optimiert werden kann. Nach dem Motto ‚wenig Aufwand – großer Nutzen‘ können so im Schnitt neun Kilowattstunden Heizenergie pro Jahr und Quadratmeter Wohnfläche gespart werden. In einem Einfamilienhaus mit 125 Quadratmetern Wohnfläche können so die Heizkosten durchschnittlich um etwa 110 Euro im Jahr sinken.

Nützliche Informationen über den hydraulischen Abgleich finden Sie auf www.meine-heizung.de. Dort können Sie mit dem WärmeCheck auch ausrechnen, wie viel Heizkosten und CO2-Emissionen Sie durch eine Heizungs-Optimierung sparen.“

 

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