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Was passiert eigentlich auf UN-Konferenzen?

„Wer nimmt an der UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro teil? Wer bestimmt dort über was? Und was bringt das Ganze für den Klimaschutz?“ Lukas Schwarz, Eggstedt)

Rio(c) sattriani - Fotolia.com

Christoph Bals (Germanwatch): „Zwanzig Jahre nach dem ‚Erdgipfel‘ treffen sich vom 20. bis 22. Juni in Rio mehr als 130 Staats- und Regierungschefs zur UN-Konferenz für Nachhaltige Entwicklung. Auf höchster Ebene sind unter anderem China, Indien und Frankreich vertreten, während Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Obama sich von ihren Ministern vertreten lassen.

Die Konferenz soll den Startschuss geben, damit 2015 globale Nachhaltigkeitsziele vereinbart werden – für Industriestaaten und Entwicklungsländer. Die bislang recht zahnlosen UN-Institutionen, die eine nachhaltige Entwicklung vorantreiben sollen – das Umweltprogramm der UNO (UNEP), die Kommission für Nachhaltigkeit und das Komitee für Welternährung – sollen aufgewertet werden. Impulse und Rahmensetzungen für eine grüne und faire Wirtschaft sollen gegeben und in nachprüfbare regionale Strategien umgewandelt werden.

Aber der offizielle Prozess ist nur eine Seite der Medaille. Mit 50.000 Teilnehmern aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft ist Rio 2012 nicht nur auf Regierungsebene die größte UN-Konferenz aller Zeiten.

Die breite Beteiligung und weltweite Aufmerksamkeit stellt eine Chance dar: Angesichts der natürlichen Grenzen unseres Planeten muss die Notwendigkeit eines gesellschaftsübergreifenden Veränderungsprozesses hin zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz weltweit stärker ins Bewusstsein gerückt werden – sowohl in der Politik als auch beim eigenen Konsumverhalten.

Gelingt dies in einer Welt, in der sich die Machtverhältnisse dramatisch umgestalten, wäre das ein Erfolg. Der Ernsthaftigkeitstest ist dann aber die Umsetzung zu Hause – etwa durch einen erfolgreiche Energie-, Verkehrs- und Landwirtschaftswende.“

 

Hier geht es zu allen Fragen und Antworten des Klima-Orakels.