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Ist die Klimabilanz von Kuh- oder Sojamilch besser?

„Ist die Klimabilanz von Milch-Drinks (Soja, Hafer, Reis) besser als die von Milch und kann man diese als Alternative bei der Ernährung empfehlen?“ (Laura Biermann, Passau)

Milch(c) adimas -Fotolia.com

Dr. Maria Müller-Lindenlauf (Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg): „Die Klimabilanz eines Hafer- oder Soja-Drinks ist in der Regel deutlich besser als die von einem Glas Milch. Denn typischerweise frisst die Kuh je Liter Milch schon in etwa so viel Sojabohnen und Getreide wie benötigt werden, um einen Liter Soja- oder Hafermilch herzustellen.

Dazu kommen die klimawirksamen Emissionen, die bei der tierischen Verdauung und bei der Herstellung anderer Futtermittel entstehen. Für Reis-Drinks lässt sich das nicht so eindeutig sagen, da auch in Reisfeldern erhebliche Mengen an klimawirksamem Methan entstehen.

Bei Soja-Drinks ist aber zu beachten: Das Risiko von Regenwaldabholzungen ist besonders hoch im Soja-Anbau und die Entwaldung hat desaströse Auswirkungen auf den Klimawandel. Daher gilt: Auf zertifizierte Herkunft der Sojabohnen achten!

Wer sich für Kuhmilch entscheidet, sollte Milch vom Grünland und ohne Sojafuttermittel bevorzugen. Ein indirekter Hinweis darauf ist zum Beispiel die Bezeichnung „gentechnikfreie Fütterung“: Denn Gentechnik wird vor allem im Soja- und Maisanbau eingesetzt.

Ob Getreide- und Soja-Drinks nicht nur umweltfreundlich, sondern auch gesund sind, ist eine andere Frage. Nur so viel: In der Kinderernährung sind Getreide- und Soja-Drinks aufgrund des geringeren Gehaltes an Calcium kein vollwertiger Ersatz für Milch.“ 

 

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