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20.09.10

Energiesparlampen: kein Lichtblick!

Energiesparlampen: kein Lichtblick!

Das Thema Energiesparlampen läuft in eine verkehrte Richtung. In den Medien werden immer noch Energiesparlampen auf Leuchtstoffbasis empfohlen. Ein Blog-Beitrag unseres Gastautoren Günter D. Alt.

Die Nachteile von Energiesparlampen auf Leuchtstoffbasis werden häufig verschwiegen: ihre Leuchtkraft lässt häufig schnell nach und viele sind nicht schaltfest – häufiges Ein- und Ausschalten führt zum frühzeitigen Ausfall. Klartext: statt der auf Verpackungen angegebenen Lebensdauer von 10.000 Stunden kommen manche nicht mal auf 1.000. Damit brennen sie nicht länger als herkömmliche Glühbirnen. Dazu kommen weitere Probleme: Manche brauchen 4 Minuten, bis sie wirklich hell leuchten, Energiesparlampen enthalten giftiges Quecksilber (müssen als Sondermüll entsorgt werden) und sie erzeugen starke elektromagnetische Felder, die teilweise um das 40-fache höher liegen, als es etwa die weltweite TCO-Norm für Computer zulässt. Im letzten Vergleich der Stiftung Warentest bekamen gerade mal 3 von 28 Energiesparlampen die Note „gut“, der Rest fiel durch.

Trotzdem werden Energiesparlampen weiter „empfohlen“, weil sich die großen Hersteller durch aufwändige Produktionsanlagen auf eine lange „Lebenszeit“ eingerichtet haben und erst mal ihre Vorkosten amortisieren wollen. Man könnte auch sagen, sie haben die Entwicklung verschlafen. Denn: viel schneller als erwartet haben LED-Leuchtmittel in der Lichtausbeute aufgeholt und sind den Leuchtstofflampen heute bereits ebenbürtig. Das hatte keiner in der Industrie erwartet. Effekt: obwohl die Großen selber auch Power-LED-Leuchtmittel herstellen, tun die sich auf dem Markt schwer, weil deren Preis künstlich hoch gehalten wird (beispielsweise 48 Euro für eine Power-LED-Leuchte, die in der Lichtausbeute einer 50 W Halogenleuchte entspricht).

Die kauft natürlich keiner, obwohl sich die Kosten auf lange Sicht rechnen: bei garantierten 30.000 Betriebsstunden (manchmal sogar mehr!) wären auch 48 Euro noch gut investiert. Auch haben die LEDs deutlich weniger Nachteile:  das „Flimmern“ gibt es bei guten LEDs kaum noch und das häufig beklagte Lichtspekrum (zu „kalt“) hat sich gebessert. Viele werden heute auch „warmweiß“ angeboten und bald kommt eine neue Generation, bei denen sich die Lichtfarbe gar individuell einstellen lässt.

Inzwischen sind neue Anbieter auf dem Markt (etwa „1st Class-LED“, (www.fcled.de) die beispielsweise mit 26 Euro für die 50-W-Power-LED zeigen, dass es schon jetzt wesentlich günstiger geht bei gleicher Qualität. Es gibt weltweit nur drei Hersteller solcher Power-LEDs, bei denen kaufen alle, auch die Großen, das Rohmaterial. Die Verbraucher „trauen“ den LEDs noch nicht so recht, weil die bisher zu wenig lichtstark waren. Aber auch aber das ist passé. Und energetisch sind die LEDs unschlagbar: sie verbrauchen knapp 5 Watt anstelle der 50 W von Halogenstrahlern bei etwa gleicher Lichtausbeute.

Die Wattzahl ist für den Verbraucher also keine wirkliche Vergleichgröße mehr. Wichtig ist nur die abgegebene Lichtmenge in „Lumen“, die seit 1. September 2010 auf der Verpackung angegeben werden muss. 1.300 Lumen entsprechen etwa einer 100-W-Glühlampe, rund 650 Lumen sind vergleichbar mit 60-W-Birnen und 400 Lumen mit 40 Watt herkömmlicher Glühdraht-Leuchtmittel. 

Günter D. Alt, TV-Journalist

 

 

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