Förderung für den hydraulischen Abgleich

Wer gleich mit einem ganzen Strauß an Maßnahmen für mehr Effizienz beim Heizen im Einfamilienhaus sorgen will, kann sich Hoffnung auf staatliche Förderung machen. Ist der hydraulische Abgleich dagegen das einzige Vorhaben, bleiben nur seltene regionale Fördertöpfe.

Berechnen von möglichen Förderungen(c) iStock/Neustockimages

Die KfW Förderbank fordert den hydraulischen Abgleich nicht nur, sie fördert ihn auch: Hauseigentümer können zwischen einem Zuschuss oder einem günstigen Kredit für die „Optimierung der Wärmeverteilung“ wählen. Einen  Zuschuss im Rahmen des Programms 430 (Energieeffizient Sanieren) erhalten Sie beispielsweise ab einer Gesamt-Investitionssumme von 3.000 Euro. Dies ist vor allem für Wohnungseigentümer-Gemeinschaften in Mehrfamilienhäusern interessant. Aber auch Eigentümer von Einfamilienhäusern, die zusammen mit dem hydraulischen Abgleich den Heizkessel tauschen oder im großen Stil dämmen, können von den Fördertöpfen profitieren: All diese Maßnahmen unterstützt die KfW mit einem Zuschuss von 10 Prozent.

Wichtig: Für eine Maßnahme können Sie nur vom BAFA oder von der KfW Fördermittel erhalten. Eine Förderung durch beide ist nicht möglich.

Alle aktuellen Förderprogramme von KfW, BAFA, Ländern, Kommunen und privaten Anbietern finden Sie auf unserer Übersichtsseite der Fördermittel für den hydraulischen Abgleich bzw. zur individuellen Berechnung im FördermittelCheck.

Besonders effektiv: Kombination des hydraulischen Abgleichs mit einer Heizungsmodernisierung

Besonders sinnvoll sind dabei Kombinationen von Maßnahmen, wie das Paradebeispiel Heizungsoptimierung zeigt: Moderne Brennwerttechnik in gängigen Heizkesseln entfaltet seine volle Wirkung zum Beispiel erst dann, wenn der Handwerker das Heizsystem anschließend hydraulisch abgleicht. Deswegen ist der hydraulische Abgleich die Bedingung für viele staatliche Förderungen. Dies betrifft zum Beispiel die Förderungen für Wärmepumpen und Biomasse-Anlagen sowie die Bonusförderungen für Solarthermie-Anlagen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Auch die KfW-Förderbank verlangt den Nachweis über einen hydraulischen Abgleich, wenn Sie eine Förderung für einen neuen Heizkessel oder ähnliches beantragen.

Unser Tipp: Wenn Sie Teile Ihrer Heizung erneuern wollen, achten Sie darauf, dass das Angebot des Handwerkers die Durchführung eines hydraulischen Abgleich mit einschließt. Wenn Sie einen Vertrag über eine Bauleistung mit einem Handwerker abschließen, basiert dieser normalerweise auf den Geschäftsbedingungen, die die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) festlegt. Durch die VOB verpflichtet sich der Handwerker, dem Kunden ein tadellos funktionierendes Heizsystem zu hinterlassen – und dies ist bei modernen Geräten meist nur nach einem hydraulischen Abgleich der Fall. Am besten sprechen Sie den Fachmann möglichst früh auf den hydraulischen Abgleich an. So gehen Sie auf Nummer sicher.

Wenn Sie sich gleich auf die Suche nach passenden Programmen machen wollen, können Sie den FördermittelCheck nutzen oder auf der Fördermittelliste zum hydraulischen Abgleich ein passendes Programm finden.

Regionale Förderung für den hydraulischen Abgleich

Wenn Sie als Eigentümer eines Einfamilienhauses unabhängig von weiteren Modernisierungsmaßnahmen einen hydraulischen Abgleich durchführen wollen, lohnt  es sich Augen und Ohren offen zu halten: Einige lokale Energieversorger, Kommunen und Energieagenturen fördern den hydraulischen Abgleich pauschal mit attraktiven Zuschüssen.

Formulare zur Förderung für Handwerker

Damit Sie eine Förderung erhalten, muss Ihr Handwerker den hydraulischen Abgleich meist in geeigneter Form nachweisen: Dazu verlangen Fördergeber oft eine so genannte  Unternehmererklärung vom ausführenden Fachmann. Erkundigen Sie sich vorab beim Fördergeber nach den jeweiligen Bestimmungen und Formularen.

Bei Fragen zu Förderungen durch die KfW Förderbank oder das BAFA wenden Sie sich direkt an die kompetenten Ansprechpartner vor Ort:

Infocenter der KfW Förderbank
Montag bis Freitag, 8 bis 17:30 Uhr
Telefon: (0 800) 5 399 002 (kostenlos)

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Montag bis Donnerstag von 8:30 bis 16:00 Uhr
Freitag von 8:30 bis 15:00 Uhr
Telefon: (06196) 908 625

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