Energetische Sanierung:
Kosten, Nutzen & Fördermittel

Vier Männer auf der Baustelle

ModernisierungsCheck

Lohnt sich die geplante Modernisierungsmaßnahme? Minutenschnell den wärmetechnischen Zustand Ihres Gebäudes berechnen und analysieren, wie hoch das Einsparpotenzial ist. Mit Tipps und Infos zu Fördermitteln.

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Energetische Sanierungen sind in der Regel wirtschaftlich. Das zeigen zahlreiche Vorzeigeobjekte für energetisches Bauen und Sanieren in Deutschland. Was möglich ist, zeigen wir Ihnen am Praxisbeispiel eines Einfamilienhauses sowie anhand unserer neuesten Modellrechnung. Zunächst einmal wollen wir erklären, was unter energetischer Sanierung zu verstehen ist.

Was ist eine energetische Sanierung?

Unter energetischer Sanierung eines Gebäudes verstehen Fachleute bauliche Änderungen, um den Energieverbrauch zu senken. Dazu gehören alle Dämmmaßnahmen (der Fassade, des Dachs und der Kellerdecke) und die Erneuerung der Heizanlage, der Fenster sowie der Außentüren. Auch der Einbau von Lüftungsanlagen zur Wärmerückgewinnung ist ein Teil der energetischen Sanierung.

Energetische Sanierung: Was am meisten bringt

Es macht einen Riesenunterschied, ob Sie nur alte Fenster durch neue ersetzen oder die Fassenden komplett dämmen. Die höchste Energieeinsparung erhalten Sie, indem Sie alle Maßnahmen miteinander kombinieren.

Durchschnittliche Sparpotenziale in Prozent und Euro von Maßnahmen wie Fenstertausch und Fassadendämmung an einem Einfamilienhaus.

Die in der Infografik abgebildeten Zahlen beziehen sich auf ein Musterhaus. In der Praxis fallen sie meist anders aus – so wie unser Praxisbeispiel: 

saniertes Einfamilienhaus

Das Einfamilienhaus steht in Falkensee (Brandenburg). Es wurde 1923 errichtet und im Jahr 2005 von den neuen Eigentümern erworben. Durch den Ausbau des Spitzbodens haben sie zunächst die Wohnfläche von 135 auf 155 Quadratmeter erweitert und das Gebäude mit einem WDVS und modernen Holzfenstern ausgestattet.

Energetische Sanierung in der Praxis

Anschließend wurde der alte Erdgas-Heizkessel gegen eine Erdgastherme mit Brennwerttechnik und einem indirekt beheizten Warmwasserspeicher (160 l) ausgetauscht. Die neue Therme arbeitet mit einer Hocheffizienzpumpe. Im Zuge des Einbaus der neuen Heizanlage erfolgte ein hydraulischer Abgleich, der die Wärmeverteilung im Gebäude optimiert. Die Wasserversorgung wurde von dezentral (Stromdurchlauferhitzer) auf zentral (über das Heizsystem) umgestellt. Auch die Kellerdecke und das Dach wurden gedämmt. Diese Modernisierungsmaßnahmen haben das Haus innerhalb kürzester Zeit auf den energetischen Stand eines Neubaus nach der Energieeinsparverordnung gebracht. Das Ergebnis: Erhöhter Wohnkomfort bei stark reduziertem Heizenergieverbrauch.

Die durchgeführten energetischen Sanierungsmaßnahmen und ihre Wirkung:

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Maßnahme    
Energieeinsparung
Dämmung    
­
- Der Fassade    
Ca. 22 Prozent
- Des Dachs    
Ca. 15 Prozent
- Der Kellerdecke    
Ca. 10 Prozent
Austausch der Heizanlage    
Ca. 17 Prozent
Die durchgeführten energetischen Sanierungsmaßnahmen und ihre Wirkung:

Reale Kosten und Energieeinsparung durch energetische Sanierung

Durch diese Maßnahmen wurde eine reale Energieeinsparung von insgesamt knapp 60 Prozent erzielt. Die Einsparung durch die Verbrauchsminderung beläuft sich auf rund 16.000 kWh pro Jahr. Die Gesamtkosten der Sanierung betrugen 43.000 Euro (277 EUR/m²).

Für die energetische Sanierung wurde das mittlerweile ausgelaufene Förderprogramm Energieeffizient Sanieren (152) der KfW-Bank in Anspruch genommen.

Die Energieeinsparungen in Zahlen

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­
vorher
nachher
jährliche Einsparung
jährliche Einsparung prozentual
Heiz­energie­ver­brauch Gebäude in kWh    
28.500    
12.320    
16.180    
57
Heiz­energie­ver­brauch in kWh/m²    
211    
78    
133    
63
CO₂-Emissionen in kg/m², a    
52    
18    
34    
65
Die Energieeinsparungen in Zahlen

Was kostet eine energetische Sanierung im Schnitt?

Da jedes Gebäude energetisch anders ist, lassen sich keine pauschalen Angaben machen. Um Ihnen dennoch eine Vorstellung von den Kosten zu vermitteln, hat co2online neue Daten (Stand: Februar 2026) ausgewertet.

Als Grundlage dient ein Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern Wohnfläche und einem Endenergieverbrauch von 121 kWh/m². Der Modellrechnung liegt zudem die Annahme zugrunde, dass alle Maßnahmen zeitgleich im Rahmen einer Komplettsanierung umgesetzt werden (z. B. als Sanierungssprint). Dies ermöglicht eine optimale Abstimmung der einzelnen Maßnahmen sowie eine einmalige Koordination von Planung, Förderung und Baustelle. Eine schrittweise Sanierung, wie sie in der Praxis üblich ist, würde die Wirtschaftlichkeitsberechnung erschweren. Die nachfolgende Modellrechnung bildet bewusst das technisch und wirtschaftlich maximale Sanierungspotenzial ab. 

Wichtig: Alle in der Tabelle angegebenen Preisspannen sind als Richtwerte zu verstehen.

So viel kostet die Komplettsanierung eines EFH mit einer Umweltheizung

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­
Luft-Wärmepumpe
Erd-Wärmepumpe
Fernwärme
Holzpellets
Energiekosten (20 Jahre; ohne Sanierung)
31.345 Euro
23.510 Euro
48.780 Euro
32.015 Euro
Energiekosten (20 Jahre; inkl. Sanierung)
17.415 Euro
13.060 Euro
20.825 Euro
16.010 Euro
Investitionskosten (Komplettsanierung)
140.000 Euro
146.000 Euro
130.000 Euro
136.000 Euro
Förderung
31.880 Euro
35.180 Euro
25.750 Euro
25.050 Euro
Investitionskosten (Komplettsanierung, inkl. Zinsen, exkl. Förderung)
141.600 Euro
144.000 Euro
136.800 Euro
144.000 Euro
Gesamtkosten (Energiekosten mit Sanierung + Investitionskosten)
159.015 Euro
157.060 Euro
157.625 Euro
160.010 Euro
Instandhaltungskosten
55.200 Euro
62.400 Euro
48.000 Euro
52.800 Euro
Wertsteigerung
142.350 Euro
142.350 Euro
93.600 Euro
93.600 Euro
Netto-Belastung nach 20 Jahren
-38.535 Euro
-47.690 Euro
16.025 Euro
13.610 Euro
Auflistung von Kosten für Komplettsanierung eines EFH mit einer Umweltheizung

So viel kostet die Komplettsanierung eines EFH mit einer Gas- oder Ölheizung

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­
Erdgas
Heizöl
Energiekosten (20 Jahre; ohne Sanierung)
55.555 Euro
67.185 Euro
Energiekosten (20 Jahre; inkl. Sanierung)
28.465 Euro
40.720 Euro
Investitionskosten (Komplettsanierung)
127.000 Euro
129.500 Euro
Förderung
19.500 Euro
19.500 Euro
Investitionskosten (Komplettsanierung, inkl. Zinsen, exkl. Förderung)
141.600 Euro
144.000 Euro
Gesamtkosten (Energiekosten mit Sanierung + Investitionskosten)
170.065 Euro
184.720 Euro
Instandhaltungskosten
45.600 Euro
48.000 Euro
Wertsteigerung
93.600 Euro
93.600 Euro
Netto-Belastung nach 20 Jahren
30.865 Euro
43.120 Euro
Auflistung von Kosten für Komplettsanierung eines EFH mit einer Gas- oder Ölheizung

Die Zahlen in den Tabellen zeigen die ökonomischen Mehr- oder Minderkosten der Sanierung über einen Zeitraum von 20 Jahren im Vergleich zu einem unsanierten Gebäude. Ein negativer Wert bedeutet dabei keinen sofortigen finanziellen Gewinn, sondern einen ökonomischen Vorteil über den gesamten Lebenszyklus hinweg, beispielsweise durch niedrigere laufende Kosten und einen höheren Immobilienwert.

Für die Modellrechnung wurden folgende Investitionskosten verwendet. 

Kosten für die energetische Sanierung eines Einfamilienhauses aufgelistet

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Kosten für die energetische Sanierung eines Einfamilienhauses
Maßnahme
Kosten
Fassadendämmung
40.000 Euro
Dämmung oberste Geschossdecke
5.000 Euro
Kellerdeckendämmung
7.000 Euro
Fenstertausch
39.000 Euro
Lüftungsanlage
6.500 Euro
Photovoltaikanlage
20.000 Euro
Luft-Wärmepumpe
22.500 Euro
Erd-Wärmepumpe
28.500 Euro
Pelletheizung
18.500 Euro
Fernwärme
12.500 Euro
Gasheizung
9.500 Euro
Ölheizung
12.000 Euro

Wirtschaftlichkeitsberechnung und ihre Aussagekraft

Die Wirtschaftlichkeitsrechnung wurde von co2online erstellt. Sie kombiniert eigene Berechnungen mit Energiepreisprognosen des Umweltbundesamts, Investitionskostendaten des Baukosteninformationszentrums sowie Daten weiterer Quellen. 

Die Berechnung: 

  • berücksichtigt keine objektspezifischen Besonderheiten
  • ersetzt keine Energieberatung
  • kann von den tatsächlichen Kosten eines konkreten Hauses deutlich abweichen

Individuelle Faktoren wie Zustand der Bausubstanz, Grundriss, Standort, Angebote von Handwerksbetrieben oder Nutzerverhalten sind ebenfalls abgebildet. Für eine individuelle Einschätzung empfehlen wir, die Berechnung mit den eigenen Gebäudedaten im ModernisierungsCheck durchzuführen. Im Anschluss sollten Sie das Gespräch mit einer Energieberaterin oder einem Energieberater suchen.

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Unsere Protagonist*innen berichten

Lohnt sich die energetische Sanierung?

Wie eingangs bereits erwähnt, sind die meisten Sanierungen wirtschaftlich. Wie viel Energie und Geld Sie sparen können, hängt von vielen Faktoren ab. Zu den wichtigsten zählen:

  • Energetischer Zustand des zu sanierenden Gebäudes
  • Geplante Sanierungsmaßnahmen
  • Fachgerechte Ausführung der Maßnahmen
  • Region, Jahreszeit und Fachbetriebe
  • Gewünschter Effizienzstandard

Vor allem der letzte Punkt ist entscheidend. Denn es macht einen (preislichen) Unterschied, ob Sie aus einem Altbau ein KfW40-Haus (Energieeffizienzklasse A) oder ein Haus der Energieeffizienzklasse D machen möchten.

Energieeffizienzklassen für ein Haus

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Energieeffizienz- Klasse    
Verbrauch in kWh/(m²a)    
Haustyp    
Heizkosten in €/m²
A+    
< 30    
Neubauten mit höchstem Energiestandard, z. B. Passivhaus, KfW 40    
~ 3
A    
< 50    
Neubauten, Niedrigenergiehäuser, KfW 55    
7
B    
< 75    
Normale Neubauten    
11
C    
< 100    
Mindestanforderung Neubauten    
16
D    
< 130    
Gut sanierte Altbauten    
21
E    
< 160    
Sanierte Altbauten    
26
F    
< 200    
Sanierte Altbauten    
32
G    
< 250    
Teilweise sanierte Altbauten    
40
H    
> 250    
Unsanierte Gebäude    
50 +
Energieeffizienzklassen für ein Haus

Angenommene Kosten: 15 Cent je Kilowattstunde Brennstoff (Richtwert) Stand: 07. Juli 2025
Quelle: Verbraucherzentrale NRW 

Förderung für energetische Sanierung

Sanieren ist kostspielig. Gleichzeitig bringt es viele Vorteile – ökonomisch und ökologisch. Daher gibt es vom Staat attraktive Förderprogramme wie die Bundesförderung für effiziente Gebäude BEG. Der Fördersatz richtet sich nach dem zu erreichenden Energieeffizienzstand und beträgt im besten Fall 50 Prozent der förderfähigen Kosten.

Kostenübersicht für energetische Sanierung

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KfW-
Standard
Technische 
Anforderungen
Konzepte
Max. Förderbetrag pro Wohneinheit
Effizienzhaus 40    
Jahresprimär- energiebedarf von maximal 40 Prozent

Transmissions-wärmeverlust von 55 Prozent    
extrem gute Gebäudedämmung

Wärmepumpe

Pelletheizung

Lüftungsanlage mit WRG    
20 % von maximal 120.000 € Kreditbetrag/ geförderte Kosten bis zu 24.000 €
Effizienzhaus 40 EE-Klasse oder 40 NH-Klasse    
Jahresprimär- energiebedarf von maximal 40 Prozent

Transmissions-wärmeverlust von 55 Prozent    
Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien, die mindestens 65 Prozent des Energiebedarfs des Wohngebäudes deckt    
25 % von maximal 150.000 € Kreditbetrag/ geförderte Kosten bis zu 37.500 €
Effizienzhaus 55    
Jahresprimär- energiebedarf von maximal 55 Prozent

Transmissions- wärmeverlust von 70 Prozent    
sehr gute Gebäudedämmung

Effiziente Heizsysteme mit Solarthermie, Wärmepumpe, Pelletheizung

Lüftungsanlage    
15 % von maximal 120.000 € Kreditbetrag/ geförderte Kosten bis zu 18.000 €
Effizienzhaus 55 EE-Klasse oder 55 NH-Klasse    
Jahresprimär- energiebedarf von maximal 55 Prozent

Transmissions- wärmeverlust von 70 Prozent    
Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien, die mindestens 65 Prozent des Energiebedarfs des Wohngebäudes deckt    
20 % von maximal 150.000 € Kreditbetrag/ geförderte Kosten bis zu 30.000 €
Effizienzhaus 70    
Jahresprimär- energiebedarf von maximal 70 Prozent

Transmissions- wärmeverlust von 85 Prozent    
gute Gebäudedämmung Effiziente Heizsysteme mit Solarthermie, Wärmepumpe, Pelletheizung    
10 % von maximal 120.000 € Kreditbetrag/ geförderte Kosten bis zu 12.000 €
Effizienzhaus 70 EE-Klasse oder 70 NH-Klasse    
Jahresprimär- energiebedarf von maximal 70 Prozent

Transmissions- wärmeverlust von 85 Prozent    
Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien, die mindestens 65 Prozent des Energiebedarfs des Wohngebäudes deckt    
15 % von maximal 150.000 € Kreditbetrag/ geförderte Kosten bis zu 22.500 €
Effizienzhaus 85    
Jahresprimär- energiebedarf von maximal 85 Prozent

Transmissions- wärmeverlust von 100 Prozent    
Gebäudedämmung Effiziente Heizsysteme mit Solarthermie, Wärmepumpe, Pelletheizung    
5 % von maximal 120.000 € Kreditbetrag/ geförderte Kosten bis zu 6.000 €
Effizienzhaus 85 EE-Klasse oder 85 NH-Klasse    
Jahresprimär- energiebedarf von maximal 85 Prozent

Transmissions- wärmeverlust von 100 Prozent    
Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien, die mindestens 65 Prozent des Energiebedarfs des Wohngebäudes deckt    
10 % von maximal 150.000 € Kreditbetrag/ geförderte Kosten bis zu 15.000 €
Effizienzhaus Denkmal    
Jahresprimär- energiebedarf von maximal 160 Prozent

Transmissions- wärmeverlust von 175 Prozent    
--
5 % von maximal 120.000 € Kreditbetrag/ geförderte Kosten bis zu 6.000 €
Effizienzhaus Denkmal EE-Klasse oder Denkmal NH-Klasse    
Jahresprimär- energiebedarf von maximal 160 Prozent

Transmissions- wärmeverlust von 175 Prozent    
Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien, die mindestens 65 Prozent des Energiebedarfs des Wohngebäudes deckt    
10 % von maximal 150.000 € Kreditbetrag/ geförderte Kosten bis zu 15.000 €
Kostenübersicht für energetische Sanierung

Weitere Angaben finden Sie in unserer Themenwelt Fördermittel

Seit 2022 gibt es einen Sanierungsbonus (WPB-Bonus) für sogenannte „Worst Performing Buildings“. Als solche gelten Wohn- und Nichtwohngebäude, die energetisch zu den schlechtesten 25 Prozent der Gebäude in Deutschland gehören. Diese entsprechen der Effizienzklasse H. Wird ein solches Gebäude mindestens auf Effizienzhaus-Standard 55 saniert, gibt es 10 Prozentpunkte obendrauf.

2023 wurde ein Bonus von 15 Prozent für serielle Sanierung (SerSan) eingeführt. Das bedeutet, dass industriell vorgefertigte Bauteile zur Sanierung verwendet werden und Dämmschichten nicht einzeln aufgebracht werden. Auch hier gilt: Den Bonus gibt es nur, wenn das Gebäude mindestens auf Effizienzhaus-Standard 55 saniert wird.

Wichtig ist zu bedenken, dass jedes Gebäude einzigartig ist und deshalb eine individuelle Energieberatung voraussetzt. Auch diese wird gefördert. 

Energieberatung für energetische Sanierung

In einer Energieberatung ermittelt eine Fachkraft, mit welchen Maßnahmen Sie den Energieverbrauch Ihres Gebäudes verringern können. Was Energieberater*innen genau machen, wann eine Energieberatung Pflicht ist und welche Fördermittel es gibt, erfahren Sie im dazugehörigen Beitrag.

Zum Artikel Energieberatung: Kosten, Leistung & Förderung

Energetische Sanierung und Steuer

Seit 2020 können Sie 20 Prozent der Sanierungskosten steuerlich absetzen. Neben Maßnahmen am Haus ist dieser Sanierungsbonus auch für den Heizungstausch und die Heizungsoptimierung nutzbar. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, Ihre Handwerkerkosten steuerlich absetzen zu lassen.

40.000 Euro Sanierungskosten steuerlich absetzbar

Mit dem Steuerbonus können Sie 20 Prozent der Sanierungskosten von der Steuer absetzen. Der Betrag ist auf 40.000 Euro begrenzt und über einen Zeitraum von drei Jahren anrechenbar. Das bedeutet, in den ersten zwei Jahren dürfen Sie jeweils nur sieben Prozent (maximal 14.000 Euro) absetzen. Im dritten Jahr können Sie nach Abschluss der Arbeiten noch einmal sechs Prozent (maximal 12.000 Euro) geltend machen.

Ausführliche Infos zu diesem Thema finden Sie im dazugehörigen Beitrag:

Zum Artikel Bundesförderung für effiziente Gebäude

Richtig sanieren in 5 Schritten

Wenn Sie Ihr Haus sanieren, müssen Sie auch immer viel Zeit und Geld mitbringen. Damit das sich am Ende auch lohnt, ist die richtige Reihenfolge von Anfang an zu beachten.

  1. Informieren
  2. Beraten
  3. Planen
  4. Umsetzen
  5. Kontrollieren/Optimieren

1. Sich informieren und richtig sanieren

Sie selbst kennen Ihr Wohngebäude und Ihre Wünsche am besten. Daher informieren Sie sich als Allererstes nach Möglichkeiten für eine wirksame Sanierung. In unserer Themenwelt „Modernisieren und Bauen“ finden Sie über 10 Dossiers mit mehr als 100 Fachbeiträgen zu den Themen Dämmen, Heizanlagen und Co.

Zur Themenwelt Modernisieren und Bauen

2. Sich von Profis beraten lassen

Der Erfolg eines Sanierungsvorhabens hängt stark davon ab, ob Sie fachlich gut beraten werden oder nicht. Verlassen Sie sich hierbei stets auf qualifizierte Fachkräfte. Diese finden Sie in unserer Expertensuche und auf der Website www.energie-effizienz-experten.de. Dort sind alle Expert*innen eingetragen, die für Förderprogramme des Bundes zugelassen sind. Das Beste: Sie werden vom Bund bis zu 80 Prozent gefördert. Das bedeutet, Sie müssen für eine individuelle Beratung nur einen Bruchteil der Kosten selbst aufbringen.

Mehr zur Bundesförderung für Energieberatung

3. Maßnahmen und Finanzierung planen

In einer klassischen Energieberatung dürfte das Thema Finanzierung nicht fehlen. Sie erhalten in der Regel eine Einschätzung darüber, welche Maßnahmen für Ihr Gebäude sinnvoll sind und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen. Nehmen Sie sich hierfür ausreichend Zeit, um alle Fragen zu beantworten. Einen ersten Überblick über mögliche Fördermittel für Ihr Bauvorhaben gibt der FördermittelCheck.

Zum FördermittelCheck

4. Maßnahmen umsetzen

Haben Sie alle vorausgehenden Schritte hinter sich gebracht, können Sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Fachbetrieb machen. Hilfreich sind dabei Erfahrungen und Empfehlungen von Bekannten oder Ihrem/Ihrer Energieberater*in. Ist der Fachbetrieb gefunden und die Arbeit in vollem Gange, sollten Sie sie fachlich begleiten lassen. Die Baubegleitung durch einen Energie-Experten wird von der KfW auch mit 50 Prozent gefördert. Sie als Bauherr*in sollten nach Möglichkeit regelmäßig Präsenz zeigen und auf jeden Fall bei allen Zwischen- und Endabnahmen dabei sein.

Zur Expert*innen-Suche

5. Ergebnisse kontrollieren und anpassen

Sind alle Bauarbeiten abgeschlossen und abgenommen, fängt das Energiesparen erst richtig an. Um sicherzugehen, dass die prognostizierten Einsparungen auch wirklich erreicht werden, hilft nur eines: kontrollieren. Überprüfen Sie regelmäßig Ihren Energieverbrauch und vergleichen Sie die Ergebnisse mit denen vor der Sanierung. Dabei hilft Ihnen das kostenlose Energiesparkonto. Die Monitoring-Software zeigt Ihnen kontinuierlich, wie sich Ihr Energieverbrauch entwickelt. So haben Sie auch die Möglichkeit, bei Bedarf nachzujustieren.

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Minh Duc Nguyen

Über den Autor

Minh Duc Nguyen

Minh Duc Nguyen ist seit 2020 Teil der co2online-Redaktion. Er ist besonders vertraut mit dem Thema Heizung im Allgemeinen, sowie Fernwärme und Wärmepumpe im Besonderen. Darüber hinaus gehört der Bereich staatliche Fördermittel für Wohngebäude zu seiner Expertise.

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