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Trendreport Energie

Teil 3 – Gebäudemodernisierung: Maßnahmen, Motivationen und Hemmnisse

In Politik und Fachkreisen herrscht Einigkeit, dass die energetische Modernisierung des Gebäudebestandes eine wichtige Säule der Energiewende ist. Daher sollte die Hebung der Energiesparpotenziale in diesem Bereich im Mittelpunkt künftiger politischer Bestrebungen stehen, zumal von ca. 40 Millionen Wohneinheiten in Deutschland rund 75 Prozent vor 1979 und damit vor der ersten Wärmeschutzverordnung errichtet wurden. Im Rahmen einer aktuellen Evaluation des internetbasierten Modernisierungsratgebers der gemeinnützigen co2online GmbH nahmen im März/April 2012 rund 1.000 Ratgebernutzer an einer umfassenden Online-Befragung zu Maßnahmen, Motivationen und Hemmnissen bei der Gebäudemodernisierung teil.

Maßnahmen

In Bezug auf die bereits umgesetzten Maßnahmen ergab die Befragung, dass 92 Prozent der Hauseigentümer bereits eine oder mehrere Maßnahmen durchgeführt haben bzw. in den kommenden zwei Jahren durchführen möchten. Neben Einzelmaßnahmen, die in 70 Prozent der Sanierungsfälle als letzte Maßnahme durchgeführt wurden, werden auch Maßnahmenkombinationen berücksichtigt, da diese durch die gestiegenen Anforderungen an den Gebäudebestand und die sich aus ihnen ergebenden Synergieeffekte sinnvoll sind. 18 Prozent der Sanierer haben zwei Maßnahmen miteinander kombinierten und gut zwölf Prozent sogar drei oder mehr Maßnahmen. Die Befragten, die eine Modernisierung planen, gaben zu rund 43 Prozent an, eine Einzelmaßnahme zu planen, rund 32 Prozent eine Kombination aus zwei Maßnahmen und knapp 26 Prozent planen, drei oder mehr Maßnahmen zu kombinieren. Bezüglich der Klimaschutzziele ist neben der Erneuerung veralteter Heizanlagen ebenso relevant, wie häufig ein Energieträgerwechsel, z. B. hin zu erneuerbaren Energien, stattgefunden hat. Im vorliegenden Befragungssample wechselten rund 30 Prozent bei einer Heizungserneuerung den Energieträger, dabei wählten 26 Prozent erneuerbare Energien.

Motivationen und Hemmnisse

Wichtige Motivation für die Modernisierung sind die Preisentwicklung bei fossilen Energieträgern wie Öl und Gas, dicht gefolgt von der Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen. Bei den Nicht-Sanierern konnte festgestellt werden, dass oft die finanziellen Mittel fehlen und zusätzliche Kreditaufnahmen gescheut werden. Ein weiteres Hemmnis ist die Wahrnehmung, dass an den Gebäuden kein Sanierungsbedarf besteht. Bezüglich der finanziellen und förderpolitischen Restriktionen, die die Befragten als Hemmnisse für eine Sanierung angeben, wünscht sich eine große Mehrheit von 71 Prozent Investitionszuschüsse zur Förderung von Sanierungsmaßnahmen, gefolgt von steuerlichen Absetzungsmöglichkeiten.

Downloads

Trendreport 3: "Gebäudemodernisierung: Maßnahmen, Motivationen und Hemmnisse" (PDF, 203 kB)

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8 Grafiken, JPG, 300 dip (ZIP, 1,58 MB)