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Monatstrends

Sie haben abgestimmt: Alle Umfrage-Ergebnisse auf einen Blick.

Eine Gesamtausgabe des aktuellen Klima-Barometers finden Sie hier als PDF-Download (PDF, 263 kB).

4. Quartal 2012: Eigenes und fremdes Klimaschutz-Engagement

Monatstrend: Umfrage-Teilnehmer vertrauen mehr auf Eigeninitiative (40 Prozent) als auf politische oder wirtschaftliche Entscheidungsprozesse beim Klimaschutz

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Monatstrend: Große Mehrheit der Befragten (87 Prozent) ist der Meinung, die Bevölkerung tue zu wenig für den Klimaschutz

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Monatstrend: Mehr als Zweidrittel (68 Prozent) der Befragten halten dagegen ihr eigenes Klimaschutz-Engagement für größer als das der Gesamtbevölkerung

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Bei den internationalen Verhandlungen zum Klimaschutz geht es neben der Finanzierung auch um die Frage, wer zukünftig wie viele Emissionen reduzieren soll. Dabei spielt es eine wichtige Rolle, wie viele CO2-Emissionen vom jeweiligen Land bereits emittiert wurden. Je nach Auslegung führt dies dazu, dass jeweils von den anderen Ländern die Aufgabe einer zügigen und nachhaltigen Emissionsminderung gefordert wird. Diese „Schwarze-Peter-Taktik“ verhindert seit Jahren, dass die Länder zu einem neuen völkerrechtlich bindenden Abkommen gelangen. Im vergangenen Quartal wurde im Rahmen von drei Umfragen untersucht, ob eine solche „Schwarze-Peter-Taktik“ auch in der Bevölkerung zu beobachten ist.

Die Mehrheit der Befragten ist der Meinung, dass besonders die Bevölkerung aufgerufen ist, mehr zum Klimaschutz durch Energiesparen beizutragen (40 Prozent). An zweiter Stelle folgt die Politik (35 Prozent), die bessere Instrumente zur Steuerung und Förderung der Verbrauchsreduktion anbieten soll. Nur ein Viertel sieht aktuell in der Wirtschaft den größten Handlungsbedarf.

Die Bevölkerung ist zwar laut den Befragten zu mehr Engagement angehalten, ihre tatsächlichen  Klimaschutz-Aktivitäten halten die Befragten aktuell jedoch mehrheitlich für deutlich zu niedrig. Mit 49 Prozent ist sogar knapp die Hälfte der Meinung, die Bevölkerung tue viel zu wenig. Für ausreichend oder sogar sehr hoch halten lediglich 14 Prozent das Engagement in der Bevölkerung.

Bemerkenswert im Vergleich zu den vorangegangenen Ergebnissen ist, dass sich die Einschätzung des eigenen Engagements entgegengesetzt darstellt:

68 Prozent der Umfrage-Teilnehmer schätzen ihr Engagement für den Klimaschutz als über-durchschnittlich hoch ein. Aus der Sicht der Befragten sind somit jeweils die Anderen in der Pflicht, mehr zu unternehmen. Ähnlich des politischen Dilemmas zeigt sich somit auch in der Bevölkerung, dass ein geringes Engagement für den Klimaschutz in vielen Fällen nicht sich selbst, sondern „Anderen“ zugeschrieben wird.