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Monatstrends

Sie haben abgestimmt: Alle Umfrage-Ergebnisse auf einen Blick.

Gesamtausgabe des aktuellen Klima-Barometers als PDF-Download (PDF, 550 kB).

4. Quartal 2011: Maßnahmen zur Heizenergieeinsparung

In privaten Haushalten entfällt mit rund 80 Prozent der größte Teil des Energieverbrauchs auf Heizenergie. Hier befinden sich auch die größten Potenziale zur Reduzierung des Verbrauchs und der Kosten. Die Online-Umfragen des Klima-Barometers konzentrierten sich zum Start der Heizperiode im vergangenen Quartal daher auf kleine und große Energiesparmaßnahmen und auf mögliche Hindernisse für Verhaltensänderungen. Es zeigt sich, dass die Befragten mittlerweile eine eher realistische Einschätzung haben, durch welche Modernisierungsmaßnahmen an ihrem Gebäude am meisten Energie reduziert werden könnte. Im Mittelpunkt bei Verhaltensänderungen steht im positiven wie negativen Sinne die Maßnahme, Räume nicht oder weniger zu heizen. Positiv, weil dies die beliebteste Maßnahme zur Verbrauchsreduktion darstellt. Negativ, weil die befürchtete Abkühlung einzelner Räume auch der meistgenannte Hinderungsgrund beim Energiesparen ist.

Monatstrend: Ungenutzte Räume nicht heizen ist die beliebteste Verhaltensänderung zur Reduktion von Heizenergie (28 Prozent)

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Monatstrend: Ungenutzte Räume nicht heizen ist die beliebteste Verhaltensänderung zur Reduktion von Heizenergie (28 Prozent)

Bei Verhaltensänderungen zur Einsparung von Heizenergie gibt es für die Umfrageteilnehmer kein Patentrezept. Die Maßnahme, die am häufigsten genannt wird, ist ungenutzte Räume nicht zu heizen (28 Prozent), aber auch die Absenkung der Raumtemperatur (17 Prozent), Nutzung von programmierbaren Thermostaten (17 Prozent) und Stoßlüftung (21 Prozent) findet ihre Anhänger. Insgesamt ist sich jedoch die große Mehrheit der Notwendigkeit von Verhaltensänderungen beim Energieverbrauch bewusst, nur 17 Prozent möchten gar nichts Spezielles an ihrem Verhalten ändern.

Monatstrend: 52 Prozent der Befragten hält nichts vom Heizenergiesparen ab, die Sorge, dass Räume auskühlen könnten, wird von 21 Prozent als größte Hürde genannt

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Monatstrend: 52 Prozent der Befragten hält nichts vom Heizenergiesparen ab, die Sorge, dass Räume auskühlen könnten, wird von 21 Prozent als größte Hürde genannt

Monatstrend: Die Dämmung von Fassade oder Dach gilt den Befragten als effektivste Effizienzmaßnahme, gefolgt von der Optimierung oder Erneuerung der Heizung

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Monatstrend:  Die Dämmung von Fassade oder Dach gilt den Befragten als effektivste Effizienzmaßnahme, gefolgt von der Optimierung oder Erneuerung der Heizung

Die Auswertung der Gebäudedaten von 22.000 Ein- und Zweifamilienhäusern zeigt, dass bei diesen Gebäuden im Durchschnitt mit einer Heizungserneuerung oder einer Fassadendämmung die höchsten Energieverbrauchsreduktionen erzielt werden konnten. (co2online Research: Wirkung und Kosten von Sanierungsmaßnahmen am Beispiel eines 1-2 Familienhauses mit Baujahr zwischen 1949 und 1978, rund 150 m2 und Erdgaskessel, o.J.)

Vergleicht man diese Auswertung mit der Schätzung, die die Umfrageteilnehmer zur effektivsten Modernisierungsmaßnahme abgeben sollten, zeigt sich, dass die Befragten ein durchaus realistisches Bild von den Einsparpotenzialen einzelner Modernisierungsmaßnahmen haben. Die Dämmung von Fassade oder Dach steht mit zusammen 45 Prozent aller Antworten an vorderster Stelle der Effektivität, gefolgt von der Optimierung oder Erneuerung der Heizung.

22 Prozent halten die Fassadendämmung und 19 Prozent die Heizungserneuerung oder -optimierung für die effektivste Maßnahme an ihrem Wohngebäude. Nur die Dachdämmung wird mit 23 Prozent noch häufiger als effektivste Maßnahme eingeschätzt. Diese Vermutung wird durch die co2online-Auswertung nicht ganz bestätigt. Nach deren Ergebnissen führte die Dachdämmung durchschnittlich zu etwas weniger Energieeinsparung als Fassadendämmung und Heizungserneuerung.