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Index

Was berichten die Medien über den Klimaschutz? Wie groß ist das Energiespar-Interesse in der Bevölkerung? Was meinen die Experten? Der aktuelle Klima-Barometer-Index zeigt den Trend.

Gesamtausgabe des aktuellen Klima-Barometers als Download (PDF, 455 kB)

3. Quartal 2012

Der seit längerem zu beobachtende Trend hält an: Das Interesse am Klimaschutz sinkt im 3. Quartal 2012 weiter und steht mit einem Indexwert von 52 auf dem bisher niedrigsten Stand. Zwar erhöhten sich das Medieninteresse an den Themen Klimaschutz und Energiesparen sowie die Nutzerzahl der interaktiven Energiespar-Beratung leicht. Gleichzeitig sanken jedoch zwei weitere Indikatoren, die zur Bildung des Indexes beitragen: Die Suchanfragen im Internet zu den Themen Klimaschutz, Klimawandel und Energiesparen sowie die Beurteilung der Lage durch die Experten.

Klima-Barometer-Index 03/2012, Indexwert: 52

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Suche nach Begriff Energiewende

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Deutlich zeigt sich der langfristige Trend an der Häufigkeit, mit der bei der Suchmaschine Google nach dem Begriff „Klimaschutz“ gesucht wird. Trotz einiger Ausreißer (besonders im Dezember 2009 zum Zeitpunkt der letztlich gescheiterten Klimakonferenz in Kopenhagen) geht das Interesse seit Beginn des Index in 2008 kontinuierlich zurück.

Für diese Entwicklung gibt es mehrere Gründe: Das in der Vergangenheit in den Medien immer wieder ausführlich diskutierte Thema hat mittlerweile seinen Neuigkeits- und damit Stellenwert in der Berichterstattung verloren. Entsprechend reduziert sich auch die Nachfrage zum Thema in der Bevölkerung. Zweitens ist es trotz diverser Anstrengungen zur Reduktion des weltweiten Energieverbrauchs nicht gelungen, nachhaltige Fortschritte zur CO2-Minderung zu erzielen. Drittens hat sich der Diskurs weg von Klimaschutz hin zu den Kosten und Umsetzung der ambitionierten Ziele der Energiewende entwickelt. Das zeigt ganz aktuell die Debatte zur sogenannten Ökostrom-Umlage, die fast ausschließlich um die steigenden Kosten für Strom durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geführt wird und langfristige Aspekte des Klimaschutzes außer Acht lässt. Auch Energiesparen und die Steigerung der Energieeffizienz als wirksamste Reaktionen auf steigende Kosten spielen eine untergeordnete Rolle in der Diskussion.

Was die Experten meinen

Prof. Dr. Hartmut Grassl, Zentrum für Marine und Atmosphärische Wissenschaften: „Die jüngste Debatte um die Energiewende hat wieder die alten Machtstrukturen durchschimmern lassen, so dass der durch die Energiewende eigentlich beschleunigte Klimaschutz in Deutschland wieder etwas gebremst erscheint.“

Der Klima-Barometer-Index

Der Index basiert auf einer Auswertung von vier Indikatoren:

  1. Experteneinschätzung zum öffentlichen Interesse am Klimaschutz und zur Höhe der Nachfrage nach ihrer Expertise
  2. Anzahl der Medien-Beiträge im betreffenden Quartal zu den Themen Klimawandel, Klimaschutz und Energiesparen
  3. Interesse der Internetöffentlichkeit, gemessen an der Häufigkeit der Suchbegriffe Klimawandel, Klimaschutz und Energiesparen bei Google
  4. Nutzungsfrequenz ausgewählter Energiespar-Ratgeber der Klimaschutzkampagne

Die einzelnen Indikatoren werden in einen Indexwert umgerechnet, der sich um den Durchschnittswert von 100 Punkten bewegt.