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Index

Was berichten die Medien über den Klimaschutz? Wie groß ist das Energiespar-Interesse in der Bevölkerung? Was meinen die Experten? Der aktuelle Klima-Barometer-Index zeigt den Trend.

Gesamtausgabe des aktuellen Klima-Barometers als Download (PDF, 455 kB)

2. Quartal 2012

Im zweiten Quartal 2012 sinkt der Index für das öffentliche Klimaschutzinteresse mit 54 Punkten auf den niedrigsten bisher ermittelten Wert. Für diesen geringen Wert ist besonders die mangelnde Medienaufmerksamkeit für die Themen Klimaschutz, Klimawandel und Energiesparen verantwortlich. Der Indikator für diesen Bereich sinkt von 46 auf 12 Punkte.

Klima-Barometer-Index 02/2012, Indexwert: 54

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Dass der Wert so niedrig ausfällt, lässt sich jedoch nicht darauf zurückführen, dass im Quartal zu wenig themenrelevante Ereignisse stattfanden, die Potenzial für mehr Aufmerksamkeit gehabt hätten. So tagte in Rio die „Rio+20“ Konferenz der UN zur nachhaltigen Entwicklung, präsentierte der Club of Rome einen neuen Bericht „2052 - A Forecast for the Next Forty Years" mit dem Schwerpunktthema Folgen der Klimaerwärmung und wurde speziell in Deutschland viel über die Energiewende diskutiert. Diese Debatten zum Beispiel um Offshore-Windparks, Trassenführungen von Überlandleitungen quer durch die Republik und die Höhe von Fördersätzen für Photovoltaikanlagen wurden in den Medien ausgiebig geführt. Besonders im vergangenen Quartal hat so das mediale Interesse an der Energiewende deutlich zugenommen.

Die Debatte um die Energiewende wird jedoch aktuell weiterhin nicht im Zusammenhang mit dem Klimawandel oder Klimaschutz geführt. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Schwierigkeiten, ein Projekt dieser Größenordnung zu organisieren, durchzuführen und die dafür notwendigen Kosten bereitzustellen.

Die Entwicklung zeigt: Das Thema Klimaschutz muss wieder stärker mit der Energiewende verzahnt werden. Aktuell werden beide Bereiche in der öffentlichen Diskussion getrennt behandelt, auch wenn sie tatsächlich in enger Verbindung stehen.

Was die Experten meinen

Prof. Dr. Klaus Töpfer, ehem. Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms: „Es gilt das Momentum zu nutzen und den Fortschitt der Energiewende, den Klimaschutz, sowie den Ausbau der Erneuerbaren Energien voran zu treiben."

Christian Seelos, Energate.de: „Die Preisdebatte verdrängt den Klimaschutz.“

Diese Experten beteiligten sich außerdem am Klima-Barometer-Index 02/2012:Dr. Hubertus Bardt (Institut der deutschen Wirtschaft Köln), Dr. Alexander Barthel (Zentralverband des Deutschen Handwerks), Prof. Dr. Hartmut Graßl (Zentrum für Marine und Atmosphärische Wissenschaft), Patrick Hoffmann (Institut für ZukunftsEnergieSysteme IZES), Prof. Dr. Claudia Kemfert (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung), Zsolt Krémer (Technomar GmbH), Markus Münzfeld (Fachzeitschrift IKZ-HAUSTECHNIK), Hermann E. Ott (MdB, Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Dr. Miranda Schreurs (Forschungszentrum für Umweltpolitik FU Berlin), Dr. Klaus Schwarzer (Institut für Geowissenschaften, Universität Kiel), Wolfgang Sterk (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH)

Der Klima-Barometer-Index

Der Index basiert auf einer Auswertung von vier Indikatoren:

  1. Experteneinschätzung zum öffentlichen Interesse am Klimaschutz und zur Höhe der Nachfrage nach ihrer Expertise
  2. Anzahl der Medien-Beiträge im betreffenden Quartal zu den Themen Klimawandel, Klimaschutz und Energiesparen
  3. Interesse der Internetöffentlichkeit, gemessen an der Häufigkeit der Suchbegriffe Klimawandel, Klimaschutz und Energiesparen bei Google
  4. Nutzungsfrequenz ausgewählter Energiespar-Ratgeber der Klimaschutzkampagne

Die einzelnen Indikatoren werden in einen Indexwert umgerechnet, der sich um den Durchschnittswert von 100 Punkten bewegt.