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Was sagt der neue IPCC-Bericht?

Der erste Teil des 5. UNO-Weltklimaberichts ist veröffentlicht. Er enthält jede Menge Zahlen und eine Botschaft: Der Klimawandel schreitet voran – und zwar schneller als zuvor angenommen. Die wichtigsten Fakten im Überblick.

Wie wird sich das Klima zukünftig wandeln? Auf der Suche nach Antworten haben 259 Hauptautoren und 600 weitere Wissenschaftler aus 39 Ländern die letzten vier Jahre lang unzählige Studien gesichtet. Nun ist der erste Teil des fünften Berichts des UNO-Klimarats IPCC (Intergovernmental Penal on Climate Change) fertig. Er enthält keine politischen Forderungen, sondern stellt lediglich Fakten über den Klimawandel an sich zusammen.

Im zweiten und dritten Teil stehen die Auswirkungen des Klimawandels und die politischen Möglichkeiten, ihn zu bremsen, im Mittelpunkt. Sie werden voraussichtlich im Frühjahr 2014 vorgestellt.

Fazit des jüngst vorgestellten ersten Teils: Der Klimawandel schreitet ungebremst voran. Dank zahlreicher Erfassungssysteme, mehr Satelliten und neuer Instrumente halten die Forscher die Prognosen über die Erderwärmung, den Anstieg des Meeresspiegels und das Schmelzen der Gletscher für sicherer als je zuvor.

Die wichtigsten Ergebnisse des IPPC-Berichts im Überblick:

Treibhausgase und Erderwärmung

Seit Beginn der Industrialisierung ist die CO2-Konzentration um 40 Prozent gestiegen. Das liegt vorrangig an der Verbrennung fossiler Rohstoffe.

Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts war es so warm wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Bei einer Erderwärmung um zwei Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter warnen Forscher schon seit Längerem vor kaum beherrschbaren Folgen, wie Überflutungen, Dürren und Stürmen. 

Im IPCC-Bericht beschreiben die Wissenschaftler vier Szenarien, auf deren Basis sie den möglichen Temperaturanstieg berechnen. Demnach würden die Durchschnittstemperaturen bis 2100 um 0,3 bis 4,8 Grad Celsius steigen. Nur in den beiden niedrigsten Szenarien läge die Temperatur unter der Zwei-Grad-Grenze.

Hitze und Regen

Als Folge der Erwärmung erwarte man häufigere Hitzewellen sowie stärkere und häufigere Regenfälle in mittleren Breiten und den Tropen. Während es in trockenen Gebieten noch weniger regnen wird, geht man in regenreichen Gebieten von noch heftigeren Niederschlägen aus. 

Ozeane und Eis

Die Gletscherschmelze in Grönland und der Antarktis ist mit vielfacher Geschwindigkeit vorangeschritten, die Forscher erwarten einen weiteren Rückgang des arktischen Eises. Durch das Erwärmen der Ozeane und das Schmelzen der Gletscher ist der Meeresspiegel zwischen 1901 und 2010 um 19 Zentimeter gestiegen. In Zukunft würde sich dieser Prozess wohl beschleunigen: Im besten Fall gehe man bis zum Ende des Jahrhunderts (2080 bis 2100) von einem Anstieg um 26 Zentimeter aus, im schlimmsten Fall um 82 Zentimeter. Allein im Jahr 2100 könnte es fast ein ganzer Meter (98 Zentimeter) sein.

Sind wir Menschen schuld am Klimawandel?

Im IPCC-Bericht von 2007 gingen die Forscher noch davon aus, dass die Menschheit den Klimawandel „sehr wahrscheinlich” mitverursache. Nun heißt es, dass die Erderwärmung „mit allergrößter Wahrscheinlichkeit” menschengemacht sei. Lässt man nämlich den durch Menschen verursachten CO2-Ausstoß in den Klimamodellen unberücksichtigt, zeigt sich in den letzten 100 Jahren auf lange Sicht kaum eine Veränderung.

„Der Bericht zeigt, dass es mehr Klarheit über einen vom Menschen erzeugten Klimawandel gibt als jemals zuvor”, sagte die Generalsekretärin der UNO-Klimarahmenkonvention Christiana Figueres. Die bisherigen Bemühungen zur Begrenzung des Klimawandels reichen ihrer Ansicht nach nicht aus.

Die englische Zusammenfassung des jüngsten IPCC-Berichts (PDF, 2,3 MB) können Sie sich auf der Website des Weltklimarats herunterladen.