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Was bringt die EnEV 2014?

Jüngst wurde die Novelle zur Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 verabschiedet. Wer heute ein Haus baut, kauft oder saniert, muss sich an ihre Vorgaben halten. Was kommt nun auf Häuslebauer zu? Und was auf Käufer und Mieter?

Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) will die Bundesregierung die Energiewende im Gebäudebereich und die europäische Gebäuderichtlinie umsetzen. Vorrangiges Ziel: ein fast klimaneutraler Gebäudebestand bis 2050. Nun wurde die Novelle der EnEV 2014 verabschiedet. Sechs Monate nach Verkündung, also voraussichtlich im Frühsommer 2014, tritt sie in Kraft.

Was ist beim Bauen zu beachten?

Für Neubauten steigen ab 1. Januar 2016 die Effizienzanforderungen. Der zulässige Jahres-Primärenergiebedarf soll um durchschnittlich 25 Prozent gesenkt und die Wärmedämmung der Gebäudehülle (Wärmedurchgangskoeffizient) um durchschnittlich 20 Prozent erhöht werden. Bestandsbauten betrifft dies aber nicht.

Ab dem Jahr 2021 (bzw. 2019 bei Behördengebäuden) dürfen Neubauten nur noch im Niedrigstenergieniveau errichtet werden. Die exakten Vorgaben für diesen Standard werden jedoch erst Ende 2018 ( bzw. 2016 bei Behördengebäuden) festgelegt.

Was ist neu für Hausbesitzer?

Bisher mussten Heizkessel, die vor 1978 eingebaut wurden, ersetzt werden. Ab 2015 gilt dies auch für Kessel, die länger als 30 Jahre in Betrieb sind (ab 1985) – jedoch nur für so genannte Konstanttemperaturheizkessel. Brennwertkessel und Niedertemperaturkessel mit sehr hohem Wirkungsgrad sind nicht betroffen.
Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die diese zum 1. Februar 2002 selbst bewohnt haben, sind aber weiterhin von der Austauschpflicht ausgenommen. Beim Verkauf des Hauses muss der neue Eigentümer der Pflicht innerhalb von zwei Jahren nachkommen.

Und was erwartet Mieter und Käufer?

Um Mietern und Käufern mehr Orientierung zu bieten, sollen die seit 2009 obligatorischen Energieausweise zukünftig auch die Energieeffizienzklassen A+ bis H enthalten. Verkäufer und Vermieter müssen diese energetischen Informationen dann auch in Immobilienanzeigen angeben. Bereits vorhandene Energieausweise müssen jedoch nicht neu ausgestellt werden. Bei der Objektbesichtigung muss der Energieausweis außerdem zumindest in Kopie ausgehändigt werden.