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Mehr Klimaschutz: gute Vorsätze für 2020

Sie sind noch auf der Suche nach guten Vorsätzen für dieses Jahr? Oder brauchen schon neue Vorsätze? Oder suchen etwas für die Fastenzeit? Wir haben da ein paar Vorschläge: von schnell erledigt bis langfristig anzugehen.

(c) iStock.com/enviromantic

Gute Vorsätze einzuhalten, ist nicht leicht. Das stellen die meisten schon nach wenigen Wochen des neuen Jahres fest. Klappt es nicht, liegt es häufig an den Vorsätzen. Deswegen haben wir eine Liste an wirklich guten Vorsätzen zusammengestellt: nämlich solche, die sich sofort erledigen lassen und gleichzeitig etwas für den Klimaschutz bringen – und dazu ein paar, die Sie mittel- oder langfristig verfolgen können.

Aufgeräumt starten: Was Sie sofort oder kurzfristig machen können

1. Streaming optimieren

Streaming sorgt laut einer „Shift Project”-Studie für mindestens ein Prozent der weltweiten CO2-Emissionen, Tendenz steigend. Allein im Jahr 2018 waren es demnach über 300 Millionen Tonnen. Das entspricht in etwa dem jährlichen CO2-Ausstoß Spaniens.

Senken Sie den Datenverbrauch durch das Streamen von Videos oder Musik:

  • Nutzen sie zum Beispiel Inhalte wie Filme oder Playlists mehrfach? Dann ist ein Download besser als wiederholtes Streaming.
  • Hören Sie auf Videoportalen nur Musik und schauen das Video gar nicht? Dann sollten Sie Dienste ohne Video bevorzugen oder nur die Musik herunterladen.
  • Bei vielen Anbietern können Sie in den Einstellungen den Datenverbrauch reduzieren.
  • Prüfen Sie bei der Gelegenheit doch auch, welche Dienste Sie überhaupt noch nutzen.

2. Online-Speicher aufräumen

Je weniger Dateien online gespeichert werden, desto besser. Denn für Online-Speicher laufen (wie fürs Streaming) in Rechenzentren rund um die Uhr jede Menge Server und Klimaanlagen – und nur wenige Anbieter setzen bisher auf echten Ökostrom.

Misten Sie Ihren Online-Speicher aus, indem Sie alle überflüssigen Dateien löschen: zum Beispiel alte Backups oder Videos. Auch E-Mails, die online gespeichert sind, sollten Sie durchforsten. Vor allem bei großen Dateianhängen kommen schnell einige Gigabyte zusammen.

3. Papierverbrauch reduzieren

Auf durchschnittlich 33 Kilogramm Briefkastenwerbung kommt jeder Haushalt in Deutschland pro Jahr. Insgesamt 250 Kilogramm Papier werden pro Kopf für Druck-, Presse- und Büropapier verbraucht. Durch die Herstellung von Papier und Pappe entstehen in Deutschland pro Jahr rund 10 Millionen Tonnen CO2.

  • Bringen Sie einen „Keine Werbung!“-Aufkleber an Ihrem Briefkasten an, um auf Briefkastenwerbung zu verzichten. Die Papier-Prospekte sind meist auch online zu finden.
  • Um Ihren Papierverbrauch weiter zu senken, sollten Sie Ihre Abos überprüfen: Welche Zeitungen und Zeitschriften lesen Sie noch? Gibt es alternativ digitale Abos? Nutzen Sie auch Online-Bibliotheken wie die Onleihe.

Bewusster konsumieren: Was Sie mittelfristig oder langfristig tun können

1. Leitungswasser trinken

Leitungswasser ist laut Umweltbundesamt in Deutschland flächendeckend von sehr guter Qualität. Durch Mineralwasser entsteht im Schnitt 600 Mal so viel CO2 – und es ist rund 100 Mal teurer. Mit Leitungswasser sparen Sie also Geld und vermeiden jede Menge CO2.

Sparen Sie sich den Einkauf und das Schleppen von Wasserflaschen. Trinken Sie stattdessen einfach Leitungswasser. Für Kohlensäure können Sie sich einen Wassersprudler zulegen. Für unterwegs nutzen Sie möglichst immer Flaschen aus Edelstahl, stabilem Glas oder BPA-freiem Plastik.

2. weniger Lebensmittel wegwerfen

Etwa ein Drittel aller Lebensmittel landet im Müll. Vieles davon ist noch genießbar. Bei Herstellung, Lagerung, Zubereitung und Transport entstehen etliche Millionen Tonnen CO2 – entsprechend groß ist das Potenzial für den Klimaschutz.

  • Planen Sie Ihre Einkäufe genauer, indem Sie vorher Ihre Vorräte prüfen und auf passende Mengen achten – und unterscheiden Sie zwischen Haltbarkeitsdatum und Verfallsdatum.
  • Vor allem in Städten können Sie außerdem Foodsharing nutzen, also das Teilen von Lebensmitteln. Geben Sie überflüssige Lebensmittel weiter oder holen sie welche ab, die Sie brauchen. Fertig zubereitete Speisen gibt es kurz vor Ladenschluss oft besonders günstig oder kostenlos. Am einfachsten geht Foodsharing per App oder online.

3. Fleisch und tierische Produkte meiden

Wie Sie sich ernähren, ist entscheidend für den Klimaschutz. Denn so lassen sich pro Person im Schnitt rund 1.000 kg CO2 pro Jahr vermeiden – das sind rund zehn Prozent aller persönlichen CO2-Emissionen. Nur wenige Maßnahmen bringen noch mehr fürs Klima, als sich vegan zu ernähren.

Wie wäre es mit einem Versuch: Probieren Sie, eine Woche oder einen Monat mit weniger Fleisch (beispielsweise nur am Wochenende), ohne Fleisch oder ganz ohne tierische Produkte auszukommen. Am besten gemeinsam mit anderen Menschen, zum Beispiel Ihrer Familie – und mit Hilfe von Rezeptbüchern oder -Websites. Ein Beispiel: Spaghetti Bolognese „à la vegan”.

Wenn Sie auf der Suche nach den wirksamsten Maßnahmen für Klimaschutz sind, werfen Sie einen Blick auf die Liste der fünf wichtigsten Punkte (mit Infografik).