Klimawandel im Internet

Mit einem aufwendigen Internet-Projekt machen die UNO und Google Earth ab sofort den Klimawandel greifbar. In zahlreichen animierten Videotouren durch Google Earth erleben Internetnutzer, wie der Klimawandel abläuft und was wir tun können, um die Erwärmung der Erde zu stoppen.

3D-Animationen, Videos und Fotos illustrieren die Ursachen und Folgen des Klimawandels rund um den Globus und zeigen konkrete Gegenmaßnahmen auf. Der WWF ist ab heute mit der virtuellen Tour "The Dams of Sebangau" durch sein Klimaschutzprojekt im Nationalpark Sebangau auf Borneo beteiligt. Neben dem WWF stellen weitere Nichtregierungsorganisationen, Städte, Universitäten, Regierungen und Firmen aus der ganzen Welt ihre Klimaschutzprojekte vor. Unter den Sprechern der Touren finden sich auch viele prominente Klimaschützer. So konnte beispielsweise Friedensnobelpreisträger Al Gore als Sprecher gewonnen werden.

Der fünfminütige WWF-Beitrag mit einem Rundflug durch den Nationalpark Sebangau auf Borneo veranschaulicht die Zerstörung der Torfmoorwälder auf der indonesischen Insel, die damit verbundenen Auswirkungen auf den Klimawandel und die Gegenmaßnahmen des WWF. Torfmoorwälder wachsen auf mächtigen Torfschichten und speichern bis zu 50-mal so viel Kohlenstoff wie eine gleich große Fläche Regenwald ohne Torfboden. Ihre Zerstörung ist in Bezug auf den Klimawandel eine tickende Zeitbombe.

Bis zum Kopenhagener Klimagipfel im Dezember werden die verschiedenen Touren gestaffelt online gestellt. Zusammen werden die Touren dann allen Delegierten gezeigt. Zusätzlich zu Google Earth werden alle Touren auch bei Youtube auf dem Kanal "Raise your voice" gezeigt. Hier können User sowohl die Touren ansehen als auch ihre eigenen Videos zum Thema Klimawandel beisteuern.

Mehr über die Google-Maps-Karten zum Klimaschutz erfahren Sie hier (englischer Link). Über das Borneo-Projekt des WWF können Sie sich hier informieren.