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Klimaschutz in den Kommunen

Wo steht die Landeshauptstadt Potsdam beim Klimaschutz? Was kann sie verbessern und welche guten Beispiele gibt es bereits aus anderen Regionen Europas und Kommunen Deutschlands?

Unter diesen Fragestellungen fand am 16.6. im alten Rathaus Potsdam ein Workshop des Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) statt.

Der Workshop wurde im Rahmen eines Projekts veranstaltet, das sich zum Ziel setzt, Kommunen und Hauhalte in Deutschland und Europa zum Energiesparen zu bringen, lokale Politiker aufzuklären und zur Durchführung von Klimaschutzmaßnahmen zu motivieren.

Die Veranstaltung im Rathaus war mit 40 Experten aus Wissenschaft, Stadtpolitik und Praxis sehr gut besucht. Als Projektmanagerin der Heizspiegelkampagne referierte ich zu „Steuerungsmöglichkeiten von Kommunen im Klimaschutz“, dem Thema meiner wissenschaftlichen Abschlussarbeit. Bei meinem Vergleich der Klimaschutzbemühungen von 20 Kommunen Deutschlands landete Potsdam auf dem siebten Platz. Weiterhin gab es Vorträge zu „Erfolgsfaktoren von nachhaltigen Städten in den USA und Europa“ von Corinna Altenburg (PIK) und zum „Potsdamer Klimaschutzkonzept“ von Mario Niemann (Universität Potsdam) und Klaus-Peter Linke (Stadt Potsdam). In zwei Diskussionsrunden wurde angeregt über Potenziale und Hemmnisse sowie den Beitrag von Öffentlichkeitsarbeit im Kommunalen Klimaschutz diskutiert.  Am stärksten interessierten die Zuhörer dabei der Einsatz erneuerbarer Energien in Städten wie Augsburg oder München. Ebenfalls tauchten viele Fragen nach Beweggründen der vorbildlichen Kommunen im Klimaschutz sowie nach der Messbarkeit von lokalen Klimaschutzmaßnahmen auf.

Mein Eindruck: Kommunen haben die Bedeutung des Klimawandels erkannt und sind bereit, sich dessen komplexer Herausforderung zu stellen. Um Städte und Landkreise dabei zu unterstützen, bieten sich erprobte und einfache, klar strukturierte Projekte wie die Heizspiegelkampagne an. Diese hilft Kommunen, CO2 Emissionen zu reduzieren, Heizenergieverbräuche zu senken und so lokale Klimaschutzziele zu erfüllen. Durch eine neunzigprozentige Förderung des Bundesumweltministeriums sind die aufzubringenden Kosten für Städte und Landkreise niedrig, die Wirkung ist durch den Einsatz von evaluierten Instrumenten groß und der personell-organisatorische Aufwand gering. Weitere Informationen: www.heizspiegel.de.

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Annekatrin Duch