Wir verwenden Cookies für den bestmöglichen Service für Sie. Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie den Datenschutzbestimmungen zu und akzeptieren die Verwendung von Cookies. Alternativ können Sie die Einstellungen anpassen.

Energieeinsparung: Förderung trotz Wirtschaftlichkeit

Die gute Nachricht: Es lässt sich wieder Geld verdienen. Mit solider Anlage und hoher Rendite. 8-14 % sind drin und zwar sicher. Wo? Bei der energetischen Erneuerung unserer 18 Millionen Gebäude in Deutschland.

Deutschland zu Ende bauen und dabei noch einen ökonomischen Nutzen einfahren. Diese Bewegung sollte Schwung gewinnen, nachdem der internationale Kapitalmarkt solche hohen Renditen vermissen lässt, wie sie bei der Energieeinsparung im Altbau erzielt werden können.

„Rechnet sich das?“ war jahrelang der Schlachtruf der Stromkonzerne und einiger Professoren gegen die Energiespartechnologien. Zu teuer, zu unwirtschaftlich sollte suggeriert werden. Diese Meinungsbildner blieben nicht erfolglos. Bei jeder Energieberatung wird heute gefragt: „Was kostet es und sind die Maßnahmen auch wirtschaftlich?“ Dies zeigt eine Skepsis, die breit in der Gesellschaft vorhanden ist. Zuletzt erkennbar im Sommer 2007, als der Bundeswirtschaftsminister die Kellerdeckendämmung als zu teuer und unwirtschaftlich bezeichnete. Man wunderte sich: Sie ist spottbillig und wirtschaftlich außerdem.

Schauen wir uns die Wirtschaftlichkeit Energie sparender Maßnahmen im Gebäudebestand einmal genauer an. Mit der dynamischen Kalkulationsmethode ermitteln wir für ein Einfamilienhaus aus den fünfziger Jahren mit 3.000 Litern Heizölverbrauch im Jahr die folgenden Daten:
Das Gebäude mit 130 m² Wohnfläche wird die nächsten 25 Jahre € 80.000-100.000 Heizkosten erzeugen. Diese Heizkosten sind die „Bank“ des Hauseigentümers. Denn Energiesparmaßnahmen machen aus dem Heizkosten-SOLL ein HABEN: Die Heizkostenentlastung zahlt die Mehrinvestition für die Energiespartechnik zurück.

Für unser Einfamilienhaus bringt eine zwölf cm dicke Außendämmung eine Einsparung von 19 Prozent. Bei € 34 Mehrkosten pro m² für die Dämmung fließt das Geld, bei heutigen 55 Cent pro Liter Heizöl, innerhalb von zwölf Jahren zurück. Der interne Zinsfuß beträgt gewaltige 12,7 Prozent. Das ist Risikokapitalrendite ohne Risiko. Steigt der Energiepreis wieder, etwa auf 80 Cent pro Liter, dann beträgt die Verzinsung für die Außenwanddämmung stolze 18 Prozent und das Geld fließt innerhalb von acht Jahren zurück. Und die Kellerdeckendämmung? Die € 18 Kosten für die Dämmplatten und ihre Anbringung sind im 22. Jahr wieder zurückgezahlt. Danach halten die Dämmplatten noch weitere 100 Jahre die Wärme im Erdgeschoß. Und sind 6,4 Prozent interner Zinsfuß kein Geschäft?

Auch für die übrigen Maßnahmen wie Fenstererneuerung und Dachdämmung oder die Heizungserneuerung gilt: Es rechnet sich, die Verzinsung des eingesetzten Kapitals ist hoch, die Amortisation findet innerhalb der technischen Lebensdauer statt, in der Regel zwischen 8 und 22 Jahren. Prof. Dommermuth sagt hierzu: „Energetische Gebäudesanierung ist eine hochrentable, steuerfreie und besonders sichere Kapitalanlage, ein Leben lang.“

Diese wirtschaftlichen Investitionen am Haus werden aus Gründen der CO2-Einsparung vom Staat gefördert. Nicht eine Unwirtschaftlichkeit soll durch Förderung kompensiert werden, sondern das Förderziel ist ein anderes: Die Maßnahmen sollen schneller und häufiger ergriffen und in hoher Qualität ausgeführt werden. Das KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm bietet günstige Kredite oder wahlweise auch Zuschüsse (www.kfw.de). Es soll im nächsten Jahr in seinen Fördertatbeständen sogar noch verbessert werden. Das ist ein bisschen Schlaraffenland, die Rendite steigt mit KfW-Förderung bei unserer obigen Außenwanddämmung auf 14-20 Prozent, die Amortisationszeit sinkt auf sechs bis zehn Jahre, die Behaglichkeit im Haus verbessert sich, Schimmel verschwindet, der Gebäudewert steigt. Und nach dem Amortisationszeitpunkt wirken Energiesparmaßnahmen weiter und sparen ihre Mehrkosten zweifach ein. Handeln wir also jetzt: in 14 der 18 Millionen Wohngebäuden kann der Heizenergieverbrauch zu wirtschaftlichen Bedingungen halbiert werden. Und die KfW finanziert die Investition durch Kredite oder einen Zuschuss. Was soll noch mehr geschehen?

Welche Maßnahmen in Ihrem Fall wirtschaftlich sind und welche Fördermaßnahmen Ihnen zur Verfügung stehen, können Sie mit dem Modernisierungsratgeber von co2online berechnen.

Für das Team von co2online grüßt Sie

Ihr Werner Eicke-Hennig