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Effektiv lüften und Virenbelastung reduzieren

Fragen Sie sich seit Ausbruch des Coronavirus auch, wie gegen die Verbreitung von Viren vorgegangen werden kann? Lüftungsanlagen können da einen Beitrag leisten. Aber auch richtiges Lüften per Hand hilft.

Daumen hoch für automatische Lüftung(c) istock.com/tab1962

Der neuartige Virus wird durch Tröpfcheninfektion verbreitet. Wenn sich eine an Covid-19 erkrankte Person in einem Raum aufhält, kann die Luft Tröpfchen beinhalten, die diesen Erreger übertragen. Die Konzentration der kleinen luftgetragenen Tröpfchen gilt es möglichst gering zu halten.

Viel und häufig lüften – automatisch oder per Hand

Da die Konzentration von luftgetragenen Viren an der frischen Luft am niedrigsten ist, muss oft durchgelüftet werden. Wenn Sie über keine Lüftungsanlage in Ihren eigenen vier Wänden verfügen, dann hilft händisches Lüften. Die effektivste Lösung ist nach wie vor, alle Fenster mehrmals am Tag zu öffnen, um die Konzentration von Schadstoffen im Raum zu minimieren: drei bis vier Mal täglich und im Mai etwa 20 Minuten lang. Weitere Informationen erhalten Sie im Artikel „Richtig lüften”.

Lüftungsanlagen: Frischluft von außen

Für den Schutz gegen Viren bieten sich Anlagen zur kontrollierten Wohnraumlüftung (KWL) ohne Umluft an. Dadurch wird ausschließlich frische Luft in den Raum und Abluft in die Umgebung abgeführt.

  • Bei niedrigen Außentemperaturen muss die Luft erwärmt werden, wenn sie dem Raum zugeführt wird. Dieser Vorgang verringert die relative Feuchte der Raumluft, wodurch die Luft austrocknet. Das macht sich vor allem daruch bemerkbar, dass die Schleimhäute austrocknen oder die Augen brennen. Hierbei hilft es, den Körper mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen.
  • Durch KWL-Anlagen mit Befeuchtung wird die Luft nach dem Erwärmen wieder auf 30 bis 50 Prozent befeuchtet. Dieser Vorgang vermeidet vor allem gesundheitliche Folgen. Ideal wäre es, die Luftfeuchtigkeit nicht unter 35 Prozent und möglichst über 40 Prozent zu halten. Ein zu hoher Prozentsatz führt zu Schimmel.

Virenübertragung durch Lüftungsanlagen?

Basierend auf den aktuellsten Erkenntnissen verbreitet sich Covid-19 vor allem durch Tröpfcheninfektion. Eine Übertragung von Viren über fachgerecht installierte Lüftungsanlagen kann fast gänzlich ausgeschlossen werden. Denn die Luft wird größtenteils von außen zugeführt. Die raumlufttechnischen Anlagen verfügen zudem über integrierte Filter in den Außenluft- und Zuluftleitungen. Diese Filter vermeiden, dass Tröpfen und Schadstoffe in die Räume gelangen.

Vorsicht bei Wartung von Lüftungsanlagen

Da Viren an Aerosolen oder Staubpartikeln haften, bewegen sie sich in der Regel nicht als Virus frei im Raum, sondern landen im Filtermaterial. Aus diesem Grund ist für den Austausch benutzter Filter immer Schutzkleidung (Schutzkittel, Mund-/Nasenschutz FFP3 und Schutzbrille) zu empfehlen.

Mehr Details und Tipps zur Technik:

Lüftungsanlagen ersetzen nicht die aktuell empfohlenen Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Also halten Sie bitte auch in gut belüfteten Räumen Sicherheitsabstand und beachten Sie die Hygieneregeln – Sicherheit geht vor!

Weitere Fakten zu den gängigen Vorurteilen gegenüber der Lüftungstechnik finden Sie in unserem Artikel „11 Mythen zu Lüftungsanlagen”. Wenn Sie Ihr Gebäude mit Lüftungstechnik ausrüsten möchten, sind eine qualifizierte Beratung und eine fachgerechte Umsetzung wichtig. Hier kann Ihnen unser Leitfaden zur kontrollierten Wohnraumlüftung weiterhelfen. Und die passenden Experten in Ihrer Nähe finden Sie in unserem kostenlosen Branchenverzeichnis „Rat und Tat”.