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Das ändert sich 2013

Was kommt 2013 auf uns zu in der Welt der Energie? Veränderte Gesetze, neue Finanzierungsprogramme, höhere Energiepreise: Mit unserer Vorschau auf das neue Jahr sind Sie bestens informiert.

Höhere Kosten hier, weniger Fördermittel dort – Verbraucher werden auch 2013 an einigen Stellen den Gürtel enger schnallen müssen. Wir zeigen Ihnen, was auf Sie zukommt – und wie Sie dennoch mit einfachen Kniffen Geld sparen können.

Höhere Strom- und Gaspreise

114 Gasanbieter haben angekündigt, zum Jahreswechsel ihre Preise um etwa sechs Prozent zu erhöhen. Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden wird somit etwa 81 Euro mehr bezahlen. 24 andere Gasversorger senken wiederum ihre Preise um ebenfalls sechs Prozent. Die Gründe für die unterschiedliche Preisgestaltung liegen laut dem Vergleichsportal Verivox an der jeweiligen Beschaffungsstrategie.

Ebenfalls zu Beginn des Jahres erhöhen nach Angaben von Verivox 713 Stromversorger ihre Preise um durchschnittlich zwölf Prozent. Ein Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden muss so im Jahr 120 Euro mehr für Strom bezahlen.

Die höheren Preise treffen zwar alle Verbraucher, dennoch gibt es große Preisunterschiede zwischen den einzelnen Stromanbietern. Mit dem ÖkostromCheck von co2online können Sie kostenlos verschiedene Ökostromtarife vergleichen. So sehen Sie, was Sie beim Wechsel zu grünem Strom sparen.

Kein Steuerbonus, dafür KfW-Zuschuss

Nach langem Ringen zwischen Bundestag und Bundesrat im Vermittlungsausschuss ist der Steuerbonus für energetische Gebäudesanierungen gescheitert. Zur Diskussion stand, Dämmmaßnahmen, Fenster- und Heizungserneuerungen mit insgesamt 1,5 Milliarden Euro bis 2016 steuerlich zu begünstigen.

Stattdessen will der Bund nun 300 Millionen Euro mehr pro Jahr für ein Förderprogramm der KfW-Bank ausgeben. Das Programm mit zinsverbilligten Krediten beläuft sich bereits auf ein Volumen von 1,5 Milliarden Euro jährlich, sodass sich ein neues Gesamtvolumen von 1,8 Milliarden Euro pro Jahr ergibt.

Welche Sanierungsmaßnahme sich für Ihr Gebäude eignet, sagt Ihnen der ModernisierungsCheck.

Keine Nachrüstpflichten der EnEV

Die Änderungen in der Energieeinsparverordnung (EnEV) und im Energieeinsparungsgesetz (EnEG) sind zwar noch nicht von der Regierung beschlossen, der Entwurf liegt aber bereits vor. Eine Entscheidung darüber ist für Februar 2013 geplant.

Für den Gebäudebestand sieht der Entwurf weder strengere Vorgaben noch neue Nachrüstpflichten vor. Nur die Anforderungen an die Außenbauteile werden sich vereinzelt ändern , etwa bei den Außentüren. Energieberater und Fachleute für die Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen am Gebäude finden Sie postleitzahlengenau im Online-Branchenbuch Rat und Tat.

Aus für ungeregelte Umwälzpumpen

Ungeregelte Umwälzpumpen in Nassläuferbauweise verbrauchen unnötig viel Strom. Damit entsprechen sie nicht mehr den Vorgaben einer neuen EU-Verordnung unter der europäischen ErP-(Ökodesign-)Richtlinie. Diese wird ab Januar wirksam. Ab dann dürfen EU-weit nur noch moderne Hocheffizienzpumpen vertrieben werden. Etwa 90 Prozent der erhältlichen ungeregelten Umwälzpumpen sind nach Schätzungen der Hersteller davon betroffen. Für 2015 und 2020 ist eine weitere Verschärfung der Effizienzvorgaben geplant.

Beim Austausch der Heizungspumpe sollten Sie auch über einen hydraulischen Abgleich nachdenken. Wie schnell sich dieser für Ihr Gebäude rechnet – der Online-Ratgeber WärmeCheck  zeigt es.

Mehrkosten für Nachtspeicheröfen

Die zirka 1,5 Millionen Nachtspeicheröfen in Deutschland gehen ebenso wie veraltete Umwälzpumpen ziemlich verschwenderisch mit Energie um. Ab 2013 steigen die Preise für Wärmestrom– allein beim Energieversorger RWE um 13 bis 17 Prozent. Nach Angaben von Verivox gehen Verbraucherschützer von einigen hundert Euro Mehrkosten für eine vierköpfige Familie aus.