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Triebwerke von Flugzeugen noch sparsamer machen?

„Wird es bald andere Flugzeugantriebe geben, die das Klima weniger schädigen?“ (Janka Kühn, Arnsberg)

Flugzeugturbine(c) iStock/icholakov

Prof. Dr. Reinhard Mönig (Institut für Antriebstechnik, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt): „Die CO2-Emissionen aus dem Luftverkehr haben derzeit nur einen Anteil von etwa drei Prozent an den globalen CO2-Emissionen – der Beitrag des Luftverkehrs an klimawirksamen Veränderungen der Erdatmosphäre ist vergleichsweise gering.

Selbstverständlich ist es trotzdem wichtig, die klimawirksamen Emissionen weiter zu reduzieren. Dies kann unter anderem durch Erhöhung des so genannten Vortriebswirkungsgrads erreicht werden. Dafür muss zum Beispiel der Luftmassenstrom erhöht werden, der durch das Triebwerk strömt und für den Schub sorgt. Am weitesten entwickelt ist dabei der so genannte Getriebefan, bei dem eine schnell laufende und damit sehr kompakte Turbine einen besonders großen und langsam drehenden Fan antreibt. Das revolutionärste derzeit angedachte Konzept ist der gegenläufige offene Rotor: Hier drehen sich zwei große ‚Propeller‘ in gegenläufiger Richtung und beschleunigen dabei einen extrem großen Luftmassenstrom. Zusätzlich wird auch der thermodynamische Wirkungsgrad ständig verbessert, indem man an einer höheren Turbineneintrittstemperatur arbeitet und zahlreiche andere Komponenten optimiert.

Durch die enge Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen wie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit den Herstellern ist sichergestellt, dass die benötigten Technologien gezielt weiterentwickelt werden und schnellstmöglich in neuen Produkten Anwendung finden.“

 

Hier geht es zu allen Fragen und Antworten des Klima-Orakels.