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Sind Brennwertkessel klimafreundlich?

„Warum gelten Brennwertkessel als klimaschonend, obwohl sie fossile Energie nutzen?“ (Ursula Wirth, München)

Handwerker und Eigentümerin stehen vor Brennwertkessel(c) Gina Sanders / Fotolia.com

Jan Norrmann (Klimaschutzagentur Weserbergland): „Gas-Brennwertkessel sind heute die am meisten eingesetzten Wärmeerzeuger. Sie verwerten die Energie aus dem Heizungsabgas, die bei konventionellen Gaskesseln ungenutzt aus dem Schornstein entweicht. Mithilfe eines Wärmeüberträgers werden die Abgase so weit abgekühlt, bis der darin enthaltene Wasserdampf kondensiert. Dabei wird Wärme frei, die fürs Heizen genutzt wird.

Durch diesen ‚Brennwerteffekt‘ ist der Nutzungsgrad von Gas-Brennwertkesseln rund 10 Prozent höher als bei konventionellen Gaskesseln. Das bedeutet: Aus derselben Menge Gas wird 10 Prozent mehr Energie in Wärme umgewandelt. Anders formuliert: Für dieselbe Raumtemperatur wird 10 Prozent weniger Gas verbrannt und damit auch 10 Prozent weniger CO2 freigesetzt. Das spart nicht nur Energie, sondern schont auch das Klima.

Aber: Damit ein Brennwertkessel effizient arbeiten kann, muss die Temperatur des Heizungsrücklaufwassers möglichst gering sein. Nur dann kann der Wasserdampf kondensieren und der Brennwerteffekt tatsächlich ausgenutzt werden.

Damit die Rücklauftemperatur möglichst gering ist, sollte der Heizungsfachmann einen sogenannten ‚hydraulischen Abgleich‘ bei der Heizanlage vornehmen. Dabei wird die Menge an Heizwasser für jeden einzelnen Heizkörper so reguliert, dass er nicht mehr als die benötigte Wärmemenge erhält. So wird die Wärme gleichmäßig und energiesparend im Haus verteilt und die Rücklauftemperaturen bleiben niedrig.“

Tipp der Redaktion: Weitere Informationen zu den Themen Brennwerttechnik und hydraulischer Abgleich finden Sie in diesem Themenspezial auf meine-heizung.de.

 

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