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Sind klimafreundliche Versprechen von Unternehmen scheinheilig?

„Heute behauptet fast jedes Unternehmen, dass es etwas für den Klimaschutz tut: Wie kann ich herausfinden, ob das wirklich stimmt?“ (Rolf Behringer, Wernigerode)

Betender Mann mit Heiligenschein(c) iStock/PeskyMonkey

Esther Zippel (Umweltgutachterausschuss beim Bundesumweltministerium): „Es gibt viele Unternehmen, die etwas für den Klimaschutz tun, indem sie zum Beispiel ihren Energie- und Materialverbrauch senken oder Abfall und Emissionen verringern. Bei Betrieben, die hierfür ein spezielles Umwelt-Prüfsystem einführen, kann man davon ausgehen, dass sie es mit dem Klimaschutz ernster meinen als andere: Die Prüfsysteme stellen allgemeine Regeln auf, wie sich Unternehmen im Umweltschutz verhalten müssen. Nur wer die Anforderungen erfüllt, erhält dafür ein Siegel oder Zertifikat.

Aber Vorsicht: Es gibt viele verschiedene Umweltsiegel. Nicht alle stellen besonders hohe Anforderungen an die Unternehmen. Weit verbreitet ist zum Beispiel die privatwirtschaftliche Umweltmanagement-Norm ISO 14.001. Nicht ganz so häufig verbreitet, aber dafür deutlich anspruchsvoller ist das europäische Gütesiegel EMAS. Unternehmen, die an EMAS teilnehmen, verpflichten sich, Umweltziele wie etwa die Reduktion von CO2 festzulegen und die Erreichung dieser Ziele anhand von Indikatoren zu belegen. Die Einhaltung der Anforderungen wird extern von einem unabhängigen Gutachter abgeprüft. Was die Betriebe tatsächlich für den Klimaschutz tun, steht für jeden zugänglich in der sogenannten Umwelterklärung. Hier berichten die Unternehmen regelmäßig über ihre Maßnahmen und legen ihre geprüften Daten offen. Über 1.000 dieser Umwelterklärungen sind auf der EMAS-Homepage zu finden.“

 

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