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Heizkosten-Abrechnungen oft mangelhaft oder auffällig – Stichprobe zeigt: vier von fünf Rechnungen betroffen

Vier von fünf Heizkostenabrechnungen haben Mängel oder Auffälligkeiten. Das zeigt eine aktuelle Stichprobe, bei der co2online rund 100 Heizkostenabrechnungen von Finanztip-Lesern geprüft hat. Zudem wird in mehr als der Hälfte der Häuser deutlich mehr Heizenergie verbraucht als nötig. So entstehen unnötig hohe CO2-Emissionen und Kosten.

Vor allem bei der Abrechnung des Warmwasserverbrauchs und beim Betriebsstrom gab es Unregelmäßigkeiten. Bei 60 Prozent der untersuchten Abrechnungen wird der Energieanteil für Warmwasser nicht nach den Vorgaben der Heizkostenverordnung gemessen. Bei jeder fünften Abrechnung sind die Kosten für den Betriebsstrom deutlich zu hoch.

Tipp: eigenen Verbrauch mit Heizkostenrechner prüfen

In den meisten untersuchten Gebäuden wird deutlich zu viel Heizenergie verbraucht. Nur bei 13 Prozent der Gebäude entspricht der Verbrauch den Schulnoten „sehr gut“ oder „gut“. Fast zwei Drittel der Gebäude waren hingegen nur „ausreichend“, „mangelhaft“ oder „ungenügend“.

Zudem liegt in einem Drittel der untersuchten Wohnungen der Verbrauch deutlich höher, als es der eigentlichen Wohnungslage entsprechen sollte. Haushalte sollten deshalb immer den eigenen Verbrauch online prüfen – zum Beispiel mit dem kostenlosen Heizkostenrechner auf www.heizspiegel.de.

Tipps von „Mein Klimaschutz“ für Bewohner von Mehrfamilienhäusern

Mit einem kostenlosen Heizkostenrechner erfahren Verbraucher auf www.heizspiegel.de, wo sie mit ihren Heizkosten im Vergleich zu ähnlichen Haushalten stehen; außerdem können sie ihre Wohnung mit dem Gebäude vergleichen.

  • Programmierbare Thermostate sorgen für effizientes Heizen – beispielsweise weil die Temperatur in der Nacht automatisch abgesenkt wird. Im Jahr lassen sich so in einer durchschnittlichen Wohnung rund 65 Euro sparen.
  • Wer richtig lüftet spart im Jahr im Schnitt rund 85 Euro. Der Grund: Beim Stoßlüften wird die Luft schnell ausgetauscht, aber die Wände kühlen nicht aus.
  • Verbraucher, die Zweifel an der Richtigkeit der Abrechnung haben, sollten sich beim örtlichen Mieterverein beraten lassen.

Tipps von „Mein Klimaschutz“ für Vermieter und Hausverwaltungen

Zufriedene Mieter und ein höherer Verkehrswert der Gebäude – auch Vermieter und Hausverwaltungen profitieren, wenn ihre Gebäude energetisch effizient sind. Außerdem leisten sie damit einen Beitrag zum Klimaschutz und werden stärker als nachhaltig agierendes Unternehmen wahrgenommen. Diese Tipps können Vermieter und Hausverwaltungen umsetzen:

  • Damit die Heizungsanlage optimal läuft, muss sie regelmäßig gewartet und instandgehalten werden.
  • Viele geringinvestive Maßnahmen machen das Heizen effizienter. Dazu zählen das Dämmen der Heizungsrohre, ein hydraulischer Abgleich, die Erneuerung alter Thermostatventile sowie die Installation einer Witterungsprognosesteuerung.
  • Die Heizanlage erneuern, das Dach, die Fassade oder die Kellerdecke dämmen, Isolierglasfenster einbauen – energetische Modernisierungen senken den Heizenergieverbrauch, die Kosten und die CO2-Emissionen deutlich.

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