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Schimmel-Sanierung: einfach und effektiv

Sie haben Schimmel in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus entdeckt? Dann sollten Sie sich schnell um die Schimmel-Sanierung kümmern. Andernfalls können Schäden an Gesundheit und Bausubstanz auftreten. Was Sie tun sollten, zeigen wir hier.

Tritt Schimmel auf, muss vor der Schimmelpilz-Sanierung zunächst die Ursache für das Erscheinen ausfindig gemacht und beseitigt werden. Das liegt in der Verantwortung des Vermieters. Er muss auch für die Schimmelpilz-Sanierung bezahlen. 

Mundschutz und Gummihandschuhe sind Pflicht beim Beseitigen von Schimmel.(c) R. Rebmann/ClipDealer

Die Gründe für Schimmel können dabei vielfältig sein: Von schlechter Dämmung und feuchtem Mauerwerk über falsches Lüft- und Heizverhalten bis hin zu Konstruktionsfehlern beim Bau oder Wasserrohrbrüchen ist alles vertreten.

Tipps zum richtigen Lüften finden Sie im Dossier Lüftung und Lüftungsanlagen. Unsere Übersicht mit aktuellen Fördermitteln und Zuschüssen für Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und Lüftungsanlagen im Neubau erleichtert die Finanzierung einer solchen Anlage. Das Dossier Dämmung enthält alle wichtigen Infos zur Gebäudedämmung.

Schimmel sanieren oder selbst entfernen?

Ganz gleich, ob leichter oder schwerer Schimmelbefall – der Deutsche Mieterbund (DMB) rät Mietern in jedem Fall dazu, Schimmel nicht selbst zu entfernen. Versuchen Mieter, Schimmel auf eigene Faust zu beseitigen, ohne den Grund für sein Auftreten zu kennen, kann sich erneut Schimmelpilz bilden und Feuchtigkeitsschäden können sich verschlimmern. In diesem Fall wären Mieter sogar schadensersatzpflichtig. Tritt also Schimmel in der Wohnung auf, melden Sie dies sofort dem Vermieter!

Hauseigentümer können bei leichtem Befall den Schimmel selbst entfernen. Das Umweltbundesamt spricht dabei von oberflächigen Schimmelflecken, die nicht größer als einen halben Quadratmeter sind. Der sichtbare Anteil des Schimmels entwickelt Sporen, die sich über die Luft verteilen. Um das zu stoppen, können Sie betroffene Stellen wiederholt mit Brennspiritus oder 70- bis 80-%-igem Ethylalkohol abwischen. Sie sollten dabei jedoch auf jeden Fall Kunststoffhandschuhe und Mundschutz tragen. Diese sind in Baumärkten erhältlich.

Wie können Sie Schimmel selbst sanieren?

Auf aggressive chemische Mittel sollten Sie jedoch verzichten. Viele davon wurden von der Stiftung Warentest als gesundheitsschädlich eingestuft. Das Umweltbundesamt rät sogar von der vielfach empfohlenen Essigessenz ab. Denn in vielen Innenputzen ist Kalk enthalten. Kommt Essiglösung mit solch einem alkalischen Stoff in Kontakt, verliert sie ihre Wirkung. Im Essig enthaltene organische Nährstoffe können darüber hinaus das Wachstum von Schimmelpilzen fördern.

Sind Tapeten, Gipskartonplatten oder Holzteile bereits mit Schimmel befallen, müssen sie entsorgt werden. Befallene Vorhänge oder abnehmbare Möbelbezüge müssen nach der Entfernung des Schimmels gereinigt werden.

Schimmel-Sanierung: nur vom Experten!

Handelt es sich um besonders schlimmen und großflächigen Schimmelbefall, sollten auch Hauseigentümer unbedingt einen Experten beauftragen. Nur ein entsprechender Fachmann kennt sich ausreichend mit den Herausforderungen der Schimmel-Sanierung aus und hat die dafür nötige Ausrüstung (Spezialsauger, Luftschleusen etc.) parat. Geeignete Fachbetriebe findet man über die Gesundheitsämter und Verbraucherzentralen.

Weitere Informationen zum Thema Schimmel bekommen Sie im Artikel "Schimmel: entfernen & vorbeugen".

Autorin: Karin Adolph

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