Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Sanieren & Modernisieren: eine Einführung

Der Gebäudebestand ist ein CO2-Schwergewicht: Rund 40 Prozent des bundesweiten Energieverbrauchs und ein Drittel der CO2-Emissionen gehen auf sein Konto. Energetisches Sanieren bietet große Einsparpotenziale. Neben geringeren Heiz- und Energiekosten bietet Modernisieren weitere Vorteile für Mieter und Eigentümer.

Deutschland hat sich dazu verpflichtet, die Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Ein Bereich mit hohem Einsparpotenzial sind Wohngebäude. Sie sind bislang für ein Viertel des gesamtdeutschen Energieverbrauchs verantwortlich. Der Anteil für Warmwasser und Raumwärme beträgt daran rund 80 Prozent. In Kombination mit stetig steigenden Energiepreisen verdeutlicht dies die Notwendigkeit, Energie im Gebäudebereich einzusparen. Wärmetechnische Modernisierungen werden deshalb aus ökonomischer und ökologischer Sicht immer dringender. Die Artikel im vorliegenden Dossier sollen über Modernisierungsmöglichkeiten informieren und zu einer Steigerung des Wirkungsgrads von energetischen Modernisierungen beitragen.

Sanierung: Pro Haushalt 500 Euro weniger Heizkosten im Jahr

Photovoltaik auf dem Dach(c) fovito/Fotolia.com

Bestehende Gebäude brauchen etwa drei Mal so viel Energie wie Neubauten. Bis zu 50 Prozent kann der Energiebedarf von Altbauten bei Sanierung auf Neubauniveau reduziert werden. Die Bundesregierung hat errechnet, dass allein die energetische Sanierung von Wohngebäuden mindestens 50 Milliarden Euro Heizkosten bis zum Jahr 2020 einsparen kann. Pro Haushalt und Jahr könnte das bis zu 500 Euro mehr in der Kasse bedeuten.

Wir zeigen Ihnen in unserem Dossier, wie Sie richtig sanieren, geben Ihnen Tipps für Extremfälle wie eine Schimmel-Sanierung und klären Sie über kursierende Modernisierungsvorurteile und -irrtümer auf. 

Sanierung bietet Vorteile für Mieter und Eigentümer

Besonders wirtschaftlich wird Modernisieren durch die Inanspruchnahme öffentlicher Fördermittel. Größere Investitionen, z. B. in ein modernes Heizsystem oder umfassende Wärmeschutzmaßnahmen, zahlen sich so bereits nach wenigen Jahren aus. Vermieter können die Kosten der Modernisierung unter bestimmten Gegebenheiten auf die Kaltmiete umlegen. Was an Einsparungen möglich ist, zeigen wir Ihnen am Beispiel einer energetischen Sanierung eines Einfamilienhauses.

Auch für den Mieter ergeben sich Vorteile: Neben der Energieeinsparung und geringen Nebenkosten erhöht sich nicht zuletzt der Wohnkomfort. Unser Sanierungsratgeber ModernisierungsCheck bietet fundierte Informationen für Mieter und Vermieter – z. B. über mögliche Energieeinsparungen oder die voraussichtliche Mietsteigerung nach einer Modernisierung.

Doch was bedeutet energetische Modernisierung?

Infografik: Modernisierungsmaßnahmen und Einsparpotenzial im Mehrfamilienhaus

Zur größeren Ansicht

Der Begriff „energetische Modernisierung” umfasst Maßnahmen, die den Wärmeschutz und/oder die Wärmeverteilung eines Gebäudes optimieren und dazu beitragen, Energie und/oder Wasser einzusparen. Darunter fallen z. B. Dämmungen (Außenwände, Dach, Kellerdecke) und die Erneuerung und Optimierung der Heizungsanlage.

Energetische Modernisierung ist ein Zugpferd, wenn es darum geht, den CO2-Ausstoß im Gebäudebestand zu reduzieren. Und nur, wer sein Gebäude energetisch modernisiert, macht sich bzw. dessen Bewohner von zukünftigen Energiepreissteigerungen unabhängiger.

Eine Modernisierung kommt selten allein

Viele Modernisierungsmaßnahmen sind kombinierbar und gerade durch das Zusammenspiel besonders rentabel. Soll die Fassade erneuert werden, lohnt es sich, auch über eine Dämmung nachzudenken – die Errichtung eines Gerüsts ist ohnehin notwendig. Vor Beginn einer energetischen Sanierung sollte man in jedem Fall einen Energieberater hinzuziehen, um für das jeweilige Gebäude das optimale Maßnahmenbündel zu finden. Bei der Suche nach geeigneten Experten in Ihrer Nähe hilft unser Online-Branchenbuch Rat und Tat.

Tipps zum Modernisieren und Sanieren

Günstig und ökologisch heizen

Familie Hofnagel heizt dank Hybridkessel mit verschiedenen Brennstoffen aus Biomasse. Je nachdem, welcher gerade besonders preiswert ist.

Zum Video
  • Nicht nur modernisieren, sondern auch optimieren!

Um die größtmögliche Einsparung zu erzielen, sollte im Zuge der Modernisierung auch die Gebäudetechnik verbessert werden. Ein hydraulischer Abgleich des Heizsystems bringt beispielsweise Ersparnisse bei Heizkosten und Betriebsstrom von zehn bis 15 Prozent. Der WärmeCheck ermittelt Ihnen, wie schnell sich ein hydraulischer Abgleich für Ihr Haus lohnt.

  • Mit Fördermitteln wird es günstiger!

Energetische Modernisierungen haben Energieeinsparungen zur Folge und schützen die Umwelt. Da das ein Gewinn für die Allgemeinheit ist, fördert die Bundesregierung solche Maßnahmen auf vielfältige Weise. Bei der Suche nach geeigneten Fördermitteln des Bundes, des Landes oder der Kommune hilft Ihnen unser FördermittelCheck.

  • Beim Modernisieren Maßnahmen kombinieren!

Wenn schon, denn schon! Eine Gebäudesanierung ist ein großes Projekt. Viele Maßnahmen sind möglich, nicht alle sind nötig. Berechnen Sie die Wirtschaftlichkeit geplanter Sanierungsmaßnahmen mit unserem ModernisierungsCheck. In jedem Fall sollten Sie einen Energieberater zu Rate ziehen, bevor Sie mit der Umsetzung der Modernisierungsmaßnahmen beginnen. Diesen finden Sie im Online-Branchenbuch Rat und Tat.

  • Wirkung bilanzieren mit dem Energiesparkonto!

Das Energiesparkonto bilanziert, bewertet und berät in den Bereichen Heizen, Wasser und Strom. Es stellt anschaulich dar, wie sich der Heizenergieverbrauch Ihres Gebäudes nach einer Modernisierung entwickelt. Eröffnen Sie noch heute Ihr kostenloses Energiesparkonto: Einfach Zählerstände eingeben und los geht´s!

Autorin: Karin Adolph

weiter