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Klimaschutz-Tipps für Advent und Weihnachten

Rund um das größte Fest des Jahres steht einiges an: Lichter­ketten auf­hängen, Geschenke kaufen und ver­packen, Weihnachts­baum aus­wählen und dekorieren, Essen vor­bereiten und die Fahrt zur Familie. Jede Menge Gelegen­heiten, um für mehr Klima­schutz zu sorgen. Wir zeigen, worauf Sie achten sollten.

Tipps für Weihnachten und Advent im Überblick

  • nicht zu viel heizen: Wärme von Back­ofen, Kerzen etc. bedenken 
  • vor der Weihnachtsreise die Heizung herunterregeln
  • nicht zu viel Essen für die Fest­tage ein­kaufen 
  • für Deko und Geschenke nach­haltige Alter­nativen nutzen
(c) www.unsplash.com / Andreea Radu

1. Nicht zu viel heizen

Über­hitzte Wohn­räume sind nicht nur für Gäste beim Plätzchen­backen oder an Weih­nachten unan­genehm. Auch für unsere körper­eigenen Abwehr­kräfte sind sie nicht gut. Dabei bemerken wir kaum, ob es 21 oder 22 Grad warm ist. Achten Sie also darauf, Ihre Wohn­räume nicht zu über­heizen – besonders wenn Sie backen, jede Menge Gäste em­pfangen oder viele Kerzen an­zünden. Falls Sie über die Feier­tage ver­reisen, ver­gessen Sie nicht die Temperatur auf etwa 15 °C herunter zu regeln. Das entspricht einer Einstellung zwischen Stufe 1 und 2 bei einem herkömmlichen Thermostat. Mit einer smarten Heizungs­steuerung können Sie die Temperatur erhöhen, bevor sie wieder zu Hause ankommen.

2. Nachhaltigen Weihnachtsbaum wählen

Familie und Weihnachtsbaum.(c) www.unsplash.com / Jonathan Borba

Fast 30 Millionen Weihnachts­bäume werden alleine in Deutsch­land jedes Jahr ver­kauft. Nach­haltige Angebote sind immer noch die Aus­nahme. Die meisten Weihnachts­bäume stammen von großen Plantagen, auf denen Pestizide ein­gesetzt werden. Drei von vier sind damit laut BUND auch nach dem Kauf belastet. Empfehlens­wert sind des­wegen Bio-Weihnachts­bäume – am besten aus der Region und zu Fuß, per Fahrrad, Bus oder Bahn nach Hause transportiert.

3. Kerzen aus nachhaltigen Rohstoffen

(c) www.unsplash.com / Joanna Kosinska

Kerzen werden meist aus Paraffin her­gestellt, das aus Mineral­öl gewonnen wird. Aber es gibt auch Kerzen aus nach­wachsenden Roh­stoffen. Nicht alle gelten als nach­haltig: zum Beispiel Palmöl, Soja und Raps aus Übersee. Weitere Alter­nativen sind Stearin (aus pflanz­lichen oder tierischen Fetten) und Bienen­wachs. Empfehlens­wert sind Kerzen aus pflanz­lichen und nach­haltigen Roh­stoffen, also wie beim Essen: am besten vegan, bio und regional. Bei Tee­lichtern sollten Sie auf Schalen aus Aluminium ver­zichten und statt­dessen wieder­verwend­bare aus Glas oder Edel­stahl nutzen.

4. Lichterketten mit LED und Zeitplan

(c) www.unsplash.com / kaleb tapp

Allein in Deutschland leuchten an Weihnachten ungefähr 17 Milliarden Lämpchen an Bäumen, Kränzen und in Fenstern. Knapp ein Viertel davon sind noch immer herkömmliche Glüh­lämpchen. Auch bei Ihnen? Dann sollten Sie jetzt auf LED-Lichter­ketten um­stellen. Denn die ver­brauchen nicht nur deutlich weniger Strom, sondern sorgen so auch für wesent­lich weniger CO2. Pro Kette können Sie über die Feier­tage bis zu 10 Euro sparen. Noch mehr lässt sich sparen, wenn die Lichter­ketten nicht rund um die Uhr leuchten. Einen Zeit­plan für die Dämmerung und Nacht können Sie mit Zeit­schalt­uhren oder smarten Steck­dosen ein­richten.

5. Natürlich dekorieren

(c) www.unsplash.com / Nathan Anderson

Fürs Dekorieren gibt es eben­falls viele nachhaltige Optionen. So können Sie zum Beispiel auf Plastik und Lametta ver­zichten. Für den Weihnachts­baum eignen sich etwa Plätzchen, ge­trocknete Scheiben von Orangen, Zitronen oder Äpfeln, Sterne oder Ketten aus Holz, Stroh, Pappe oder Papier und Glas­kugeln. Für die Deko auf Tisch oder Fenster­bank können Sie auch Hage­butten, Tannen­zapfen, Nüsse oder Zweige ver­wenden.

6. CO2-arm statt kalorienarm backen

Plätzchen auf Backblech.(c) Claudio Schwarz | @purzlbaum

In der Advents­zeit und zu Weihnachten wird besonders viel ge­backen. Dabei gibt es jede Menge Möglich­keiten, um für weniger CO2 zu sorgen. Am einfachsten geht das, indem man bei den Plätzchen die Butter durch Margarine ersetzt. Setzen Sie möglichst auf vegane Rezepte. Die nötige Hitze im Back­ofen gibt es meist dank Strom oder Gas. Auch hier können Sie ansetzen, indem zu Öko­strom oder Biogas wechseln.

7. Smart einkaufen

(c) www.unsplash.com / Anita Austvika

Etwa ein Drittel der welt­weit produzierten Lebens­mittel werden weg­geworfen. Besonders an Weih­nachten wird oft zu viel ein­ge­kauft. Ver­suchen Sie deshalb vor allem, keine Lebens­mittel zu ver­schwenden. Setzen Sie lieber auf ökologische Qualität statt auf Quantität:

  • am besten vegan oder vegetarisch
  • möglichst biologisch, saisonal und regional (zum Beispiel Brat­apfel statt Erd­beeren)
  • besser Wild­fleisch, Geflügel oder Schwein statt Rind
  • besser von einem guten Metzger, als vom Discounter
  • Wild­fisch mit MSC-Siegel statt Fisch aus Aqua­kultur

8. Klimafreundlich reisen

Busparkplatz.(c) www.commons.wikimedia.org / Keimzelle

Wer mit Bus oder Bahn statt mit dem Flug­zeug zur Familien­feier reist, kann besonders viel CO2 ver­meiden; auf der Strecke von Hamburg nach München und zurück zum Beispiel mehr als 250 kg. Rund um die Feier­tage sollten Sie auf jeden Fall rechtzeitig einen Sitz­platz reservieren und etwas mehr Zeit zum Um­steigen ein­planen. Und ver­gessen Sie nicht, zu Hause die Heizung herunter zu regeln!

9. Anders schenken

(c) www.unsplash.com / Kira auf der Heide

Geschenke, die im Regal ver­stauben, mag niemand. Setzen Sie im Zweifel auf ein etwas anderes Geschenk: zum Beispiel ein un­ver­gessliches Erlebnis wie einen gemein­samen Theater- oder Konzert­besuch oder etwas Selbst­gemachtes. Oder Sie ver­schenken eine Spende: Hilfs­organi­sationen wie Oxfam bieten aus­gefallene Geschenke, die gleich doppelt Freude bringen; wie etwa 50 junge Bäume für ein Projekt im Kongo und eine passende Dankes-Karte für Sie als Geschenk. Auch beim Adventskalender können Sie Müll vermeiden und auch noch gute Taten vollbringen, zum Beispiel mit dem Kalender des gemeinnützigen Vereins "24guteTaten".

10. Kreativ verpacken

Ver­meiden Sie Geschenk­papier-Müll, indem Sie recyceln. Nutzen Sie zum Ver­packen einfach Zeitungs­papier, Zeit­schriften, alte Kalender oder Kraft­papier. Das können Sie zudem selbst ge­stalten und so Ihrer Ver­packung eine persön­liche Note geben. Ver­wenden Sie Geschenke auch selbst zum Ver­packen, wie einen Schal oder Stoff­beutel für Obst und Gemüse – oder Be­hälter wie Keks­dosen oder Ein­mach­gläser.

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