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Klimawandel regional und global

Überschwemmungen hier, Dürren und Taifune dort – die Folgen des Klimawandels wirken sich regional sehr unterschiedlich aus. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Folgen ein Temperaturanstieg über der 2-Grad-Grenze in verschiedenen Teilen der Welt hätte. Da besonders viele Menschen in Städten leben, stellen wir Ihnen außerdem städtische Anpassungsmöglichkeiten an den Klimawandel vor.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Erderwärmung: Folgen nur beherrschbar, wenn Temperatur um maximal 2 Grad steigt
  • Inselstaaten und Länder in der Nähe des Äquators besonders betroffen
  • Meeresspiegel wird bis 2050 um durchschnittlich 20 Zentimeter steigen
  • Stürme und Trockenheit nehmen in Europa zu
  • Klimawandel wirkt sich auch auf Leben in den Städten aus
(c) iStock.com/Sasha Radosavljevic

Dass es insgesamt auf der Erde heißer wird, wissen wir längst. „Die Erwärmung des Klimasystems ist eindeutig“, stellte der Weltklimarat IPCC schon 2007 fest. Dies sei „aufgrund der Beobachtungen des Anstiegs der mittleren globalen Luft- und Meerestemperaturen, des ausgedehnten Abschmelzens von Schnee und Eis und des Anstiegs des mittleren globalen Meeresspiegels offensichtlich“. Werden weltweit nicht umgehend schärfere Maßnahmen zum Begrenzung des Klimawandels ergriffen, wird sich aktuellen wissenschaftlichen Schätzungen zufolge die globale Temperatur bis zum Ende dieses Jahrhunderts um bis zu 3,6 Grad Celsius erhöhen. Klimatologen fordern, den Anstieg auf höchstens 2 Grad – idealerweise 1,5 Grad – zu begrenzen. Darüber würden die Folgen der Erderwärmung für den Menschen unbeherrschbar.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind regional sehr unterschiedlich. Insgesamt trifft der Klimawandel Inselstaaten und Länder in der Nähe des Äquators am härtesten. In einigen Gegenden Asiens regnet es lange nicht, Flüsse versiegen und die Böden sind weniger fruchtbar. Anschließend sind die Niederschläge teilweise umso heftiger. Beides ist schlecht für die Nahrungsmittelproduktion – wenn es gar nicht regnet, wächst nichts; wenn es zu viel regnet, zerstören die Niederschläge die Ernten.

Starker Regen nimmt vor allem in Nordeuropa und im Osten Nord- und Südamerikas zu. Trocken wird es hauptsächlich am Mittelmeer, in der Sahel-Zone, in Südafrika und Südasien. Während es in Teilen der Antarktis wahrscheinlich mehr schneien wird, nimmt insgesamt die Schneedecke sowohl auf der Nord- als auch auf der Südhalbkugel ab.

Schon der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um zwei Grad hat weitreichende und unumkehrbare Folgen. Der Meeresspiegel zum Beispiel ist durch das Abschmelzen von Gletschern und des sogenannten Meereises zwischen 1901 und 2010 im weltweiten Durchschnitt um fast 19 Zentimeter gestiegen. Laut aktuellen Forschungen des National Oceanography Centre wird er bei einer Erwärmung von 2 Grad bis 2050 um durchschnittlich weitere 20 Zentimeter ansteigen – und somit in kurzer Zeit sehr viel schneller als in den vergangenen Jahrzehnten. Dieser Durchschnitt verzerrt jedoch die Auswirkungen insbesondere für Küsten- und Inselbewohner. Denn mehr als 90 Prozent der Küstenregionen werden demnach einen deutlich stärkeren Anstieg erleben.

Und was merkt Europa vom Klimawandel? Besonders in Südeuropa wird es trockener, worunter allen voran die Landwirtschaft leidet. Viele Pflanzen und Tiere können sich darüber hinaus nicht so schnell an die veränderten Bedingungen anpassen und viele Arten werden aussterben; die Sommer werden heißer, wodurch es mehr Hitzetote geben kann. In Nordeuropa nehmen mit hoher Wahrscheinlichkeit Stürme zu.

Weil sich die negativen Folgen des Klimawandels besonders auf arme Länder des Südens auswirken, die wenig finanzielle Möglichkeiten haben, um dem Problem zu begegnen, sind immer mehr Menschen auf der Flucht. Die meisten bleiben zwar in angrenzenden Ländern – aber auch nach Europa drängt es immer mehr sogenannte Klimaflüchtlinge.

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Stadtklima im Sommer: Herausforderung für den Städtebau

(c) iStock.com/davemantel

Schon seit langem ist das Phänomen der „städtischen Wärmeinseln“ (engl.: „Urban Heat Islands“) bekannt. Experten bezeichnen damit einen Effekt des besonderen Stadtklimas: Städte sind meist wärmer sind als das dünner besiedelte Umland – Fassaden und Dächer, aber auch alle versiegelten Flächen (beispielsweise Straßen, Gehwege oder Parkplätze) heizen sich durch die Sonnenstrahlung stärker auf und speichern die Wärme auch länger als etwa Grünflächen. Zudem bremsen oft Häuserfronten den Luftaustausch. Die Sommer sind deshalb in Städten meist besonders heiß und stickig, und selbst nachts kühlen sie kaum ab. Grünflächen sind in Zeiten steigender Temperaturen wichtiger denn je – sie sorgen für frische Luft in städtischen Wärmeinseln.

  • Prima Stadtklima durch Kaltluftschneisen & Co.
    Durch die Erwärmung des Stadtklimas wird für die kommenden Jahrzehnte mit einem sprunghaften Anstieg des Energieverbrauchs für die Gebäudekühlung gerechnet. Durch kluge Stadtplanung, aber auch mit Maßnahmen an bestehenden Häusern kann dies – zumindest teilweise – verhindert werden. In speziellen Windkanälen testen Stadtplaner und Architekten deshalb, wie sich verschiedene Baustrukturen auf das Stadtklima auswirken. Künstliche Kaltluftschneisen helfen dabei: Die Orientierung von Straßenschluchten nach den Hauptwindrichtungen beispielsweise hilft bei der Be- und Entlüftung der Stadtzentren.
  • Schattenspender für Wärmeinseln
    Bäume spielen für das Stadtklima eine wichtige Rolle. Sie werfen nicht nur Schatten: „Straßenbäume sorgen durch ihre Verdunstung für Abkühlung“, erklärt Jan Carmeliet vom Institut für Bautechnologie an der ETH Zürich. „Stehen sie falsch, können sie aber auch Windströme in den Straßen und Kaltluftschneisen blockieren.“ Neben begrünten Straßenzügen sind vor allem Grünflächen für ein angenehmes Stadtklima wichtig. Behörden sollten deshalb unbedingt darauf achten, Parks zu erhalten oder beispielsweise auf stillgelegten Bahnstrecken neue anzulegen – diese wirken dann wie Kaltluftschneisen, die frische Luft aus dem Umland ins Stadtzentrum führen. In New York gab es deshalb zum Beispiel das Programm „MillionTreesNYC“ zur Pflanzung einer Million weiterer Bäume, mit denen das Stadtklima der Metropole verbessert wird.

Nicht nur ganze Städte, auch einzelne Häuser oder Wohnungen können fit für steigende Sommertemperaturen gemacht werden. Mit kurzfristigen Lösungen für heiße Tage versorgt Sie der interaktive WärmeCheck. Langfristig bleibt die Sommerhitze vor allem bei einer guten Dämmung außen vor. Der interaktive ModernisierungsCheck berät Sie bei der Planung.

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