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Förderprogramm: BAFA - Kraft-Wärme-Kopplung, Mini-KWK-Anlagen bis 20 kWel (Zuschuss)

Was wird gefördert?

Gefördert werden Blockheizkraftwerke mit einer Leistung bis 20 kWel in Bestandsbauten, für die vor dem 1. Januar 2009 der Bauantrag gestellt oder eine Bauanzeige erstattet wurde.

Basisförderung:

  • Förderfähig ist die Installation strom- und wärmeführbarer KWK-Anlagen in Bestandsbauten, die im Leistungsbereich bis einschließlich 20 kWel liegen, über einen Wartungsvertrag betreut werden, nicht in Gebieten mit einem Anschluss- und Benutzungsgebot für Fernwärme liegen und eine Messeinrichtung zur Erfassung der Stromerzeugung im KWK-Prozess haben.
  • Förderfähige KWK-Anlagen müssen folgende Kriterien erfüllen, deren Nachweis anhand von Prüfstands- und Referenzmessungen durch sachkundige und unabhängige Dritte zu erfolgen hat:
    • Einhaltung der Anforderungen der jeweils gültigen TA-Luft,
    • Übertreffen der Anforderungen der EU-Richtlinie für Kleinstanlagen: Primärenergieeinsparung (gemäß EU-Richtlinie) mindestens 15 Prozent für Anlagen kleiner 10 kWel bzw. Primärenergieeinsparung (gemäß EU-Richtlinie) mindestens 20 Prozent für Anlagen von 10 bis einschließlich 20 kWel und Gesamtjahresnutzungsgrad mindestens 85 Prozent.
    • Weitere Anforderungen sind u. a. das Vorhandensein eines Wärmespeichers mit einem Speichervolumen von mindestens 60 Liter bezogen auf Wasser als Speichermedium pro kW thermischer Leistung, Verfügbarkeit von Informations- und Kommunikationstechnik ab 10 kWel, Durchführung eines hydraulischen Abgleichs und Einsatz von Umwälzpumpen, die den Energieeffizienzindex gemäß Ökodesign-Richtlinie von 0,27 (ab 1. August 2015 von 0,23) nicht überschreiten.
  • Besonders energieeffiziente Mini-KWK-Anlagen können zusätzlich zur Basisförderung ein Bonus als prozentualer Aufschlag auf die Basisförderung erhalten. Der Wärmeeffizienzbonus wird für Mini-KWK-Anlagen gewährt, die mit einem (zweiten) Abgaswärmetauscher zur Brennwertnutzung ausgestattet und an ein hydraulisch abgeglichenes Heizungssystem angeschlossen sind.
  • Der Stromeffizienzbonus wird für Anlagen mit einem besonders hohen elektrischen Wirkungsgrad gewährt.

Förderung: Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind:

  • Privatpersonen,
  • freiberuflich Tätige,
  • kleine und mittlere private gewerbliche Unternehmen sowie Energiedienstleistungsunternehmen nach der Definition des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen vom 4. November 2010,
  • Unternehmen, an denen mehrheitlich Kommunen beteiligt sind und die gleichzeitig die KMU-Schwellenwerte unterschreiten,
  • Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände und
  • gemeinnützige Investoren.
Große Energiedienstleistungsunternehmen sind nur antragsberechtigt, wenn sie den Antrag für eine Anlage im Auftrag eines der vorab genannten Antragsberechtigten stellen, für den sie als Energiedienstleistungsunternehmen auftreten.

Der Antragsteller ist entweder
  • Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstückes, auf dem die Anlage errichtet werden soll oder
  • ein vom Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstückes beauftragtes Energiedienstleistungsunternehmen (Contractor).

Beschreibung des Förderprogramms:

  • Die Förderung erfolgt mit Festbeträgen durch nicht rückzahlbare Zuschüsse.
  • Die Fördersätze je installierter kWel der Basisförderung sind für die jeweiligen Leistungsbereiche wie folgt festgelegt:
    • von > 0 bis <= 1 kWel = 1.900 Euro je kWel
    • von > 1 bis <= 4 kWel = 300 Euro je kWel
    • von > 5 bis <= 10 kWel = 100 Euro je kWel
    • von > 11 bis <= 20 kWel = 10 Euro je kWel
    • Die maximale Förderung beträgt 3.500 Euro.
  • Ist bereits ein Wärmespeicher vorhanden, der die Mindestkriterien erfüllt (siehe Richtlinie), jedoch älter als fünf Jahre ist, verringert sich der Anspruch auf die Fördersumme um 10 Prozent.
  • Der Wärmeeffizienzbonus (Einsatz von Brennwerttechnik in hydraulisch abgeglichenen Heizungssystemen) beträgt 25 Prozent der Basisförderung, der Stromeffizienzbonus ( Weiterentwicklung und Markteinführung neuer Technologien mit hohen elektrischen Wirkungsgradgraden wie zum Beispiel Brennstoffzellen) beträgt 60 Prozent der Basisförderung.
  • Fördervoraussetzung ist, dass die KWK-Anlagen in der Liste der förderfähigen Anlagen des BAFA enthalten sind.
Die Förderung muss zwingend vor dem sogenannten Vorhabensbeginn, d. h. vor dem rechtsgültigen Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages beantragt werden. Kumulierung: Die Förderungen sind untereinander und mit anderen Förderungen kumulierbar, soweit
  • das zweifache der Förderung für jede geförderte Anlage
  • sofern die Bedingungen der Bonusförderung „Stromeffizienz“ erfüllt sind, das Dreifache des Förderbetrages und
  • für jede geförderte Anlage die beihilferechtlichen Förderhöchstgrenzen insgesamt
nicht überschritten werden. Vergütungsansprüche nach KWKG werden nicht angerechnet. Wird die Anlage nach dem EEG gefördert, kann kein Zuschuss in Anspruch genommen werden.

Kontakt zur Antragstelle:

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Referat 425 – KWK, Mini-KWK
Frankfurter Straße 29 - 35
65760 Eschborn
Telefon: 06196/908-1798
Fax: 06196/908-1800
E-Mail-Adresse: mini-kwk@bafa.bund.de
Internet: www.bafa.de

Kontakt zum Fördergeber:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz
Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
Stresemannstraße 128 - 130
10117 Berlin
Telefon: 030/18 305-0
Fax: 030/18 305-2044
E-Mail-Adresse: service@bmub.bund.de
Internet: www.bmub.bund.de

Weitere Informationen:

Förderrichtlinie
Erläuterungen
KfW-Förderung
BAFA-Förderung

Dieses Programm umfasst folgende Förderbereiche:

BHKW | Brennstoffzellen-Heizung | Kraft-Wärme-Kopplung

Übersicht über alle Förderprogramme