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Geschirrspüler: Stromverbrauch & Spartipps

Nur noch selten von Hand spülen und dabei Energie sparen – dieses Versprechen erfüllen moderne Geschirrspülmaschinen. Denn sie sind energieeffizient und verbrauchen weniger Wasser. Wir verraten Ihnen, worauf Sie bei Kauf und Nutzung achten sollten, um möglichst viel Strom zu sparen.

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Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • Spülen mit Geschirrspüler effizienter als Spülen mit Hand
  • beim Kauf vor allem auf passende Größe und A+++ achten
  • effizientere Geräte lohnen sich trotz höherer Kaufpreise
  • etwa 10 Jahre alte Geräte bereits kostendeckend zu ersetzen

Geschirrspülmaschine oder von Hand spülen: Was spart mehr Strom?

Auch wenn es für viele überraschend ist: Es ist tatsächlich effizienter, Geschirr mit der Maschine abzuwaschen als von Hand zu spülen – vorausgesetzt, es handelt sich um ein halbwegs modernes Gerät. Ein Geschirrspüler der Energieeffizienzklasse A+++ verbraucht zum Spülen von zwölf Maßgedecken nur etwa 10 Liter Wasser. Beim Spülen von Hand sind je nach Technik meist zwischen 40 und 60 Liter notwendig.

Wann lohnt sich der Austausch eines Geschirrspülers?

Lohnt es sich, einen alten Geschirrspüler durch ein neues, effizienteres Gerät zu ersetzen, wenn der alte noch funktioniert? Das kommt darauf an, wie ineffizient das alte und wie energieeffizient das neue Gerät ist.

Als Faustregel gilt: Ist der alte Geschirrspüler mehr als 10 Jahre alt, dann decken die Ersparnisse durch den geringeren Energieverbrauch die Anschaffungskosten in der Regel nach einigen Jahren. Da der Energieverbrauch bei Herstellung und Transport vergleichsweise gering ist, spielt er bei der Bilanz keine Rolle. Wichtig ist, dass es sich um ein Neugerät der höchsten Energieeffizienzklasse handelt.

Damit Ihr altes Gerät dem Wertstoffkreislauf zugeführt und fachgerecht recycelt werden kann, sollten Sie Gebrauch von der Rücknahmepflicht des Elektrogerätegesetzes machen. Es verpflichtet Händler mit einer Verkaufs- beziehungsweise Lagerfläche von mindestens 400 Quadratmetern, ihren Kunden beim Kauf neuer Elektrogeräte die Altgeräte abzunehmen. Das gilt auch beim Kauf im Internet.

Energieeffizienzlabel für Geschirrspüler

Ob eine Geschirrspülmaschine für ihre Arbeit viel oder wenig Strom verbraucht, erkannen Sie an ihrem Energieeffizienzlabel. Seit Dezember 2013 werden nur noch Geschirrspüler mit den Energieeffizienzklassen A+++, A++ und A+ verkauft. Der Unterschied zwischen A+++- und A+-Geschirrspülern ist erheblich: Eine neue Geschirrspülmaschine der Klasse A+++ mit einer Breite von 60 cm verbraucht 20 Prozent weniger Strom und Wasser als ein altes A+-Modell. Welche Informationen Sie dem  Energie-Etikett sonst noch entnehmen können, zeigt diese Infografik:

In der Regel lohnt es sich, den höheren Preis für ein sehr energieeffizientes Gerät zu bezahlen, da die Energieeinsparungen den Kaufpreis wieder wettmachen. Wird ein A+++-Geschirrspüler beispielsweise 10 Jahre benutzt, spart er im Vergleich zum A+-Modell 180 Euro Stromkosten. Dabei ist die Ersparnis für den geringeren Wasserverbrauch in dieser Rechnung noch nicht einmal berücksichtigt.

Tabellle: Vergleich der Strom- und Wasserkosten eines A+- und eines A+++-Geschirr­spülers mit 60 cm Breite.

A+ A+++Einsparungen auf 10 Jahre
Stromkosten im Jahr85 Euro67 Euro180 Euro
Wasserkosten im Jahr14 Euro11 Euro30 Euro
Gesamteinsparung210 Euro
Mit der eco-Taste wird das Energiesparprogramm der Geschirrspülmaschine gestartet.(c) Monkey Business / Fotolia.com

Das angegebene Energielabel bezieht sich nur auf die Verbräuche und Leistungen im Spar¬programm (Eco). Dieses Programm zieht weniger Wasser als andere Spülprogramme und erwärmt es nur auf etwa 50 Grad, spült dafür jedoch deutlich länger als andere Programme. Da der meiste Strom beim Geschirrspüler für das Erwärmen des Wassers benötigt wird, spart das Eco-Programm laut Stiftung Warentest im Vergleich zu anderen Programmen zwischen 4 und 14 Cent pro Spülgang. Nutzen Sie also möglichst immer das Sparprogramm – einmal pro Monat mit 65 Grad genügt.

5 Tipps für den Kauf einer Geschirrspülmaschine

1. Auf die Energieeffizienz achten

Achten Sie bei Ihrem neuen Geschirrspüler auf die Energieeffizienzklasse. Geräte der Klasse A+++ haben einen niedrigen Stromverbrauch und kommen mit wenig Wasser aus. Das sorgt auf Dauer für niedrige Strom- und Betriebskosten. Prüfen Sie, ob in Ihrem Fall ein Warmwasseranschluss sinnvoll ist (siehe Tipps).

Tipp: Bei der Auswahl eines energieeffizienten Geschirrspülers hilft Ihnen die kostenlose App ecoGator . Mit dem Energielabel-Scanner der App können Sie verschiedene Geräte direkt im Laden vergleichen. Zum Bewerten der Geräte werden neben dem Kaufpreis auch laufende Kosten für Strom berechnet. Eine Marktübersicht effizienter Geschirrspüler bietet die Plattform EcoTopTen vom Öko-Institut.

2. Größe des Geschirrspülers an Haushalt anpassen

Sauberes Geschirr in Geschirrspülmaschine(c) Visions-AD - Fotolia.com

Neben der Energieeffizienzklasse entscheidet auch die Größe der Geschirrspülmaschine, ob das Gerät in Ihrem Haushalt für weniger Kosten sorgt. Richten Sie sich bei der Größe der Geschirrspülmaschine nach der durchschnittlich anfallenden Geschirrmenge und dem verfügbaren Platz.

Im Handel sind Geschirrspülmaschinen mit einer Breite von 60 cm oder 45 cm erhältlich. Die kleineren Geräte haben zwar häufig einen vergleichsweise größeren Energie- und Wasserverbrauch. Für 1- und 2-Personen-Haushalte lohnt sich deren Anschaffung oft trotzdem, da größere Maschinen häufig schon angestellt werden müssen, bevor sie voll sind. Ein größerer Geschirrspüler eignet sich dagegen für Haushalte mit drei oder mehr Personen, da dieser zwischen 12 und 15 Maßgedecke aufnehmen kann.

Richtige Größe des Geschirrspülers:

  • Geschirrspülmaschine für einen 1- bis 2-Personen-Haushalt
    Empfehlung: Geschirrspüler mit 45 cm Breite für 9 bis 10 Maßgedecke
  • Geschirrspülmaschine für einen 3-Personen-Haushalt oder mehr
    Empfehlung: Geschirrspüler mit 60 cm Breite für 12 bis 15 Maßgedecke

3. Wasserverbrauch und Geräuschpegel der Geschirrspülmaschine

Beim Kauf eines neuen Geschirrspülers sollten Sie auch den Wasserverbrauch sowie die Lautstärke während des Spülgangs berücksichtigen. Besonders bei einem gebrauchten Gerät sollten Sie den Verbrauch im Blick haben, denn während 10 Jahre alte Geräte häufig noch 19 Liter Wasser pro Spülgang verbrauchen, sind es bei modernen und besonders effizienten Geräten nur 8 Liter. Unsere Empfehlung: Wählen Sie einen Geschirrspüler, dessen Wasserverbrauch pro Spülgang nicht über 10 Litern liegt.

In Sachen Lautstärke hat die Stiftung Warentest ermittelt, dass besonders bei preisgünstigen Geräten an der Schallisolierung gespart wird. Die Geräuschentwicklung während des Eco-Spülgangs wird unten rechts im Energielabel für Geschirrspüler angegeben. Empfehlenswert sind Geschirrspüler, deren Lautstärke im Betrieb zwischen 40 und 43 Dezibel liegt. Als sehr störend wird die Betriebslautstärke ab etwa 50 Dezibel empfunden.

Folgende Tabelle gibt Ihnen eine Orientierung, welche Dezibel-Zahl für welche Lautstärke ste

GeräuschDezibel
Uhr ticken25
Flüstern35
Gespräch bei Zimmerlautstärke50
Staubsauger (1 Meter Entfernung)70

Übrigens: Bei eingebauten Geschirrspülern (integrierbar oder vollintegrierbar) schluckt die Verkleidung zusätzlich Lärm – bis zu 20 Dezibel. Hat Ihre Maschine Metallfüße und steht auf Fliesen oder Stein, sollten Sie Gummi- oder Filzunterleger verwenden. Das vermeidet das Übertragen von Geräuschen über den Fußboden.

4. Wasserstop-Funktion gegen Wasserschäden

(c) Lupo | pixelio.de

Ein Wasserschaden ist nicht nur lästig, sondern kann auch richtig teuer werden. Beim Neukauf einer stromsparenden Geschirrspülmaschine sollten Sie daher Wert auf einen hochwertigen Schutz vor Wasserschäden legen. Ein integriertes Wasserschutzsystem (AquaStop) verhindert, dass Wasser in den Schlauch zwischen Spülmaschine und Wasserzugang läuft, wenn ein Leck im Schlauch erkannt wird

5. Bauform des Geschirrspülers

Die Bauform ist ein weiteres Kriterium beim Spülmaschinen-Kauf. Unterschieden werden vier verschiedene Bauformen. Welche die passende für Sie ist, hängt vom Platz in Ihrer Küche und den anderen Küchenmöbeln ab:

  • Spülmaschinen-Standgeräte können frei in der Küche aufgestellt werden, zum Beispiel direkt neben Ihren anderen Küchenmöbeln. Die freistehenden Geschirrspüler haben eine einheitliche Höhe von 85 cm und unterscheiden sich in der Breite mit entweder 45 cm oder 60 cm.
  • Geschirrspüler für den Unterbau können unter die Arbeitsplatte in der Küchenzeile geschoben werden, da sich die obere Geräteplatte abnehmen lässt.
  • Integrierbare Geschirrspüler werden größtenteils mit einer Möbelverkleidung aus Ihrem originalen Küchenmöbelprogramm verdeckt. Nur die Blende mit den Bedienelementen ist dann noch sichtbar.
  • Vollintegrierbare Geschirrspüler werden komplett verkleidet, sodass das Gerät selbst nicht mehr sichtbar ist. Die Schalter befinden sich dann an der oberen Seite der Gerätetür und sind nur im geöffneten Zustand bedienbar.

Stromsparen mit Geschirrspüler: Praktische Tipps zur Nutzung

  • Schalten Sie die Spülmaschine nur an, wenn sie voll beladen ist: Wird die Maschine lediglich halbvoll beladen angeschaltet, sorgt das für einen unnötig hohen Wasser- und Stromverbrauch. Es kann sich außerdem mehr Lärm als bei einer vollen Maschine entwickeln.
  • Nutzen Sie das Eco-Programm: Das Sparprogramm eines Geschirrspülers dauert zwar länger, braucht jedoch weniger Strom als die anderen Programme. Das liegt daran, dass der meiste Strom für das Aufheizen des Wassers verbraucht wird. Im Eco-Programm wird es nur auf maximal 50 Grad aufgeheizt, dafür jedoch der Einweich- und Spülvorgang verlängert. Es wird auch weniger Wasser verwendet als bei anderen Programmen.

Tipp: Spülgang planen

Eine Timer-Funktion ermöglicht es bei vielen Modellen, die längeren Energiesparprogramme während der Nacht oder am frühen Morgen zu starten.

  • Schließen Sie den Geschirrspüler ans Warmwasser an: Wer eine Solarthermieanlage oder eine andere energieeffiziente Warmwasserbereitung nutzt und nur eine kurze Strecke zum Speicher hat, sollte die Spülmaschine direkt ans Warmwasser anschließen. Das ist effizienter als das Erwärmen des Wassers mithilfe von Strom. Laut Stiftung Warentest sinkt der Stromverbrauch so um bis zu 30 Prozent. Nicht alle Modelle haben einen Warmwasseranschluss. Deswegen sollte auch dies beim Kauf einer Geschirrspülmaschine bedacht werden.

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