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EU-Energielabel: Erfolgsgeschichte mit einfacher Erklärung und großer Bedeutung

Kühlschrank, Fernseher oder Waschmaschine – das Energielabel der Europäischen Union informiert über die Energieeffizienz vieler elektrischer Haushaltsgeräte. So können Verbraucher beim Kauf auf stromsparende Geräte setzen. Erfahren Sie, welche Infos die verschiedenen Label enthalten und wie Sie sie richtig lesen.

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Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • EU-Energielabel kennzeichnen die Energieeffizienz elektrischer Geräte
  • Skala von Rot (hoher Energieverbrauch) bis Grün (niedriger Energieverbrauch)
  • Label beeinflusst nachweislich Kaufentscheidung deutscher Verbraucher
  • je nach Geräteart unterschiedliche Angaben auf EU-Energielabel
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Wie ist es bei Ihnen: Schauen Sie beim Kauf von Haushaltsgeräten auf das Energielabel? Laut Umweltbundesamt ist für vier von fünf Deutschen die ausgewiesene Energieeffizienz ein ausschlaggebender Faktor bei der Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Gerät. Das sorgt nicht nur für weniger Stromkosten beim Verbraucher, sondern ist auch ein wichtiger Schritt, um die CO2-Emissionen zu senken.

Erklärung: Was ist das EU-Energielabel?

Das EU-Energielabel (auch: Energieverbrauchskennzeichnung, Energieetikett, EU-Label oder Energy Label EU) ist eine europaweit einheitliche Kennzeichnung zur Energieeffizienz von elektrischen Haushaltsgeräten und Heizanlagen. Laut der Umweltbewusstseinsstudie des Umweltbundesamts hat das europäische Energielabel von allen Umweltlabeln den höchsten Einfluss auf die Kaufentscheidung von Verbrauchern.

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Wie sieht das EU-Energielabel aus?

Es gibt nicht ein einziges EU-Energielabel, sondern verschiedene. Die Basisversion des europäischen Energielabels besteht aus einer Farbskala von Rot bis Grün. Den farbigen Balken ist jeweils eine Energieeffizienzklasse zugeordnet. Rot steht für einen sehr hohen Energieverbrauch, Grün für einen sehr niedrigen Energieverbrauch. Das Label wird für unterschiedliche elektrische Geräte ausgestellt und enthält je nach Gerätetyp weitere, ergänzende Informationen, wie beispielsweise zur Geräuschentwicklung im Betrieb, zum Wasserverbrauch oder zum Hersteller. Abhängig vom Produkt wird dem Farbbalken zudem eine Kategorie von G (sehr ineffizient) bis A+++ (sehr effizient) zugeordnet.

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Für welche Geräte wird das Energielabel ausgestellt?

Diese Geräte müssen derzeit mit dem EU-Energielabel ausgezeichnet werden:

In unserer Bildergalerie sehen Sie die Energielabel zu einigen Gerätearten und finden passende Erklärungen. Mehr Informationen und Erklärungen zu den einzelnen Haushaltsgeräten finden Sie in den verlinkten Artikeln.

Tipp für den Vergleich von EU-Energielabeln 2018

Wichtig beim Prüfen von Energielabeln: Ein Gerät mit A+++ verbraucht nicht zwangsläufig weniger Strom als ein Gerät mit A++ oder A+. Bei einem Kühlschrank beispielsweise sollten Sie als erstes auf die zum Haushalt passende Größe achten – und zusätzlich auf den auf dem EU-Label angegebenen Jahresstromverbrauch. Ähnlich ist es bei Fernsehern: Je größer das Gerät, desto größer ist in der Regel auch der Stromverbrauch. Vergleichen Sie also am besten nur gleich große Geräte miteinander und wählen Sie dann eines mit höchster Energieeffizienzklasse auf dem EU-Energielabel.

Welche Bedeutung hat das EU-Energielabel für den Klimaschutz?

Die „Strategie Europa 2020“ definiert das Ziel, die Energieeffizienz in den Mitgliedsstaaten bis 2020 um 20 Prozent gegenüber 2010 zu erhöhen. Denn im Zuge von (inter-)nationalen Klimaschutzplänen gehört es zu einer nachhaltigen Wirtschaft, dass technische Geräte möglichst energieeffizient sind und wenig CO2 verursachen. Das EU-Energielabel hat dabei eine besondere Bedeutung. Denn es sorgt erfolgreich dafür, dass Verbraucher bevorzugt stromsparende Geräte kaufen – und motiviert so auch die Hersteller, möglichst energieeffiziente Geräte zu entwickeln.

Laut dem Bericht „Energieeffizienz in Zahlen 2018“ des Bundeswirtschaftsministeriums ist der durchschnittliche Energieverbrauch von privaten Haushalten seit 1990 trotz immer mehr elektrischer Geräte gesunken. Unterhaltungselektronik verbraucht beispielsweise seitdem fast 11 Prozent weniger Energie, bei der Beleuchtung sind es durch LEDs und Co sogar mehr als 16 Prozent. Davon profitiert nicht nur der Verbraucher, sondern es hat auch eine große Bedeutung für das Klima – und das ist auch dem EU-Energielabel zu verdanken.

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EU-Energielabel 2018 – und Änderung des EU-Energielabels ab 2019

Seit Inkrafttreten des Energielabels im Jahr 1998, also vor über zwanzig Jahren, haben die Hersteller die Energieeffizienz ihrer Geräte stark angezogen. Mit der Folge, dass die bereits mit „A“ als sehr stromsparend ausgezeichneten Geräte schnell von noch effizienteren Geräten überholt wurden.

Deswegen werden die energieeffizientesten Modelle bestimmter Geräteklassen, zum Beispiel Kühlschränke und Waschmaschinen, mittlerweile mit der Effizienzklasse A+++ ausgezeichnet. Das sorgt immer wieder für Verwirrung. Denn während eine Dunstabzugshaube mit der Effizienzklasse A auf dem EU-Energielabel 2018 zu den stromsparendsten Modellen auf dem Markt gehört, ist das bei Kühlschränken längst nicht mehr der Fall. Dort ist A+++ das Maß aller Dinge bei der Energieeffizienz.

Aus diesem Grund soll das EU-Energielabel ab voraussichtlich Ende 2019 überarbeitet werden und dann wieder nur die Kategorien A bis G ausweisen. Um für zukünftige Geräte Luft nach oben zu lassen, sollen die Klassen A und B vorerst frei gelassen werden. Bisherige A+++-Geräte entsprächen dann also der Energieeffizienzklasse C.

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