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Watt, Lumen, Fassungen und Co – die 5 wichtigsten Faktoren bei LEDs und Energiesparlampen

Der Aufwand für Auswahl und Kauf von LED- und Energiesparlampen ist größer als bei einer Glühbirne. Dafür halten Energiesparlampen und LEDs länger und verbrauchen deutlich weniger Strom. Deswegen rechnet sich oftmals auch der Austausch funktionierender Glühbirnen. Auf fünf Dinge sollten Sie dabei achten.

Stromverbrauch prüfen

Zunächst gilt es, die wichtigsten Fragen zu klären: Was ist der Unterschied zwischen E14 und E27 Fassungen? Und wie viel Watt brauchen Energiesparlampen und LEDs eigentlich? Wir geben Antworten und zeigen Ihnen, wie Sie das passende Modell finden.

Am besten verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung – und beantworten die fünf wichtigsten Fragen. Denn fast jeder Raum und jede Lampe hat eine andere Funktion, die bei der Auswahl zu beachten ist. Die Infografik zeigt Ihnen, welche unterschiedlichen Anforderungen es gibt.

1. Energiesparlampen: E27, E14, GU10 – Welche Fassung, Form und Größe passt?

Die gängigsten Fassungen für Energiesparlampen und LEDs sind die Schraubsockel E27 und die dünneren E14, beide mit Gewinde. Sowohl E14 als auch E27 waren die Standardfassungen für Glühbirnen. Auch die Mehrzahl der Energiesparlampen und LEDs wird mit diesen Fassungen angeboten. Die meisten Glühbirnen mit E27 und E14 können also problemlos durch passende Energiesparlampen und LED-Lampen ersetzt werden. Beachtenswert sind auch die Größe und Form der Lampen (klassisch, Kerze oder Tropfen).

Bei Spot-Strahlern sind es meist GU10-Stecksockel und GU5.3-Stiftsockel. Die Stecksockel (GU10/230 Volt) haben zwei runde Füßchen, die Stiftsockel (GU5.3/12 Volt) zwei dünne, spitze Stifte. Außerdem häufig anzutreffen: G9 (230 Volt), G4 (12 Volt) und G13 (Röhren/230 Volt).

Bei Spot-Strahlern ist auch der Abstrahlwinkel zu beachten. Bei 12-Volt-Strahlern sollten Sie prüfen, ob der Trafo überhaupt für Energiesparlampen geeignet ist. Wichtig ist dabei der Leistungsbereich: Wenn Sie alle Watt-Zahlen der Energiesparlampen addieren, muss die Mindestleistung erreicht sein. Ist das nicht der Fall, können Sie mit dem vorhandenen Trafo nur einen Teil der Strahler durch LED-Spots ersetzen.

2. LEDs und Energiesparlampen: Watt oder Lumen?

Glühbirnen wurden, je nach Anwendungsbereich, zumeist aufgrund ihrer Watt-Zahl ausgewählt. Bei Energiesparlampen und LEDs jedoch muss umgedacht werden. Denn Energiesparlampen erreichen mit weniger Watt mehr Helligkeit als Glühbirnen und LEDs benötigen noch weniger Watt als Energiesparlampen. Deswegen sind Lumen (lm) statt Watt (W) zu vergleichen. Als Faustregel empfiehlt die Stiftung Warentest: „Watt mal zehn entspricht dem Lumenwert.”

  •     25 Watt einer Glühbirne entsprechen etwa 180 bis 200 Lumen,
  •     40 Watt 350 bis 400 Lumen,
  •     60 Watt 590 bis 700 Lumen,
  •     75 Watt 800 bis 900 Lumen und
  •     100 Watt 1.140 bis 1.400 Lumen.

3. Warmes oder kaltes Licht bei Energiesparlampen?

(c) iStock.com/ludinko

Bei Energiesparlampen der ersten Generation beschwerten sich viele Verbraucher über „kaltes” oder „blaues” Licht. Aktuelle Modelle erreichen dagegen – genau wie LEDs – bei der Lichtfarbe gleiche Werte wie die Glühbirne. Angegeben wird die Lichtfarbe in Kelvin (K): von extra warm-weiß (2.500) bis tageslicht-weiß (6.500). Je höher die Zahl, desto größer ist der wach machende Blauanteil und desto natürlicher die Farbwiedergabe. Zum Vergleich: Glühbirnen erreichen 2.900 Kelvin.

4. Welche Energiesparlampe für welches Zimmer?

Das richtet sich nach der gewünschten Atmosphäre und der Funktion des Zimmers beziehungsweise der Energiesparlampe oder LED.

  • Energiesparlampe oder LED in Wohn- und Kinderzimmer:
    warm-weißes Licht – 2.500 bis 3.000 Kelvin
  • Energiesparlampe oder LED am Arbeitsplatz:
    tageslicht-weiß – 6.000 bis 6.500 Kelvin
  • Energiesparlampe oder LED im WC/Bad, Treppenhaus und Küche:
    2.500 bis 4.000 Kelvin

Sollen Fotos oder Gemälde oder ein besonderes Möbelstück in Szene gesetzt werden, ist außerdem die Farbwiedergabe wichtig. Der Ra-Wert sollte dann bei 90 statt 80 liegen. Auf vielen Verpackungen sind beide Werte nur durch die Farbkennzahl erkennbar. Ein Beispiel: Bei der Farbkennzahl 927 steht die 9 für die Farbwiedergabe, also einen Ra-Wert von 90, die 27 für 2.700 Kelvin.

5. Braucht meine Energiesparlampe irgendwelche Extras?

Je nachdem, wo die Energiesparlampe oder LED zum Einsatz kommt, sind eventuell weitere Eigenschaften wichtig. Das erleichtert dann oft auch die schwierige Wahl zwischen LEDs oder Energiesparlampen.

  • dimmbare Energiesparlampen und LEDs:
    Nicht jede Energiesparlampe kann gedimmt werden. Bei dimmbaren LEDs funktionieren zudem nicht alle Dimmer einwandfrei. Am besten informieren Sie sich dazu auf der Internetseite des Herstellers oder auf der Verpackung. Einige LEDs haben dagegen eine Dimmfunktion integriert. So kann an einem einfachen Schalter die Helligkeit stufenweise reduziert werden.
  • schaltfeste Energiesparlampen:
    Wo das Licht häufig ein- und ausgeschaltet wird, sollten besonders schaltfeste Energiesparlampen  zum Einsatz kommen. Das gilt beispielsweise für das Treppenhaus und WC/Bad.
  • schnell helle Energiesparlampen und LEDs:
    Wird die volle Helligkeit sofort benötigt, sind schnell startende Energiesparlampen gefragt. Sonst besteht zum Beispiel im Treppenhaus Stolpergefahr. Im Außenbereich sind dann LEDs die bessere Wahl, denn sie sind auch bei Kälte blitzschnell hell.
  • bruchsichere Energiesparlampen:
    Wenn es für das Kinder- oder Spielzimmer Energiesparlampen sein sollen, dann welche mit Splitterschutz. So minimieren Sie die Gefahr durch Scherben und Quecksilber.

Halogenlampen durch LED ersetzen: auf Winkel und Trafo achten

zwei Halogenlampen E27 mit Energieeffizienzlabel nebeneinander, link Klasse D, rechts Klasse C

Halogenlampen verbrauchen zwar weniger Strom als Glühbirnen. Aber immer noch etwa fünfmal mehr als LED-Lampen. Deswegen sollten auch sie ausgetauscht werden.

Bei Halogenspots sind jedoch zwei zusätzliche Dinge zu beachten, bevor LED-Ersatz ausgewählt wird:

  1. Abstrahlwinkel: Halogenspots haben in der Regel einen Abstrahlwinkel von 30 bis 36 Grad. Bei LEDs ist die Auswahl größer. Also entweder auf denselben Winkel achten oder gezielt einen anderen auswählen.
  2. Trafo: Kommt ein Trafo zum Einsatz, funktioniert der meist auch mit LEDs. Bei Niedervolt-Halogenlampen wie GU4 oder GU5.3 können aber Probleme auftreten. Denn dort gibt es meist eine Mindestlast (Watt). Die müssen die eingesetzten LED zusammen erreichen. Ansonsten muss ein neuer Trafo her.

Zum Schluss noch eine einfache Faustregel: Je länger die Lampe brennt, desto eher lohnt sich der Einsatz einer LED-Lampe. Durch den im Vergleich zur Energiesparlampe noch niedrigeren Stromverbrauch und die längere Lebensdauer ist der höhere Kaufpreis für die LED-Lampe schnell ausgeglichen. Passende Lampen finden Sie zum Beispiel mit der App „ecoGator”.

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