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25.08.08

Solarzellen – darauf sollten Sie achten

Quelle: aboutpixel.de/© Christoph Ruhland, 2006

Solare Stromerzeugung wird immer beliebter. Bei der Photovoltaik muss vor der „Schnäppchenjagd“ gewarnt werden.

Wer seine Investition durch eine hohe Einspeisevergütung amortisieren will, braucht eine Photovoltaikanlage mit hohen Jahreserträgen.

Photovoltaik ist die intelligente Art, Strom mit einem Fusionsreaktor zu erzeugen: Der Sonne. Der Jahresertrag von ca. 10 m² Solarzellenfläche, mit einer Leistung von 1 kW peak, beträgt etwa 750 bis 850 kWh. Über die Höhe entscheidet nicht nur die jährliche Sonnenscheindauer. Genauso wichtig ist die Qualität der Anlage. Während die Sonnenscheindauer Jahr für Jahr schwankt, ist die Qualität bei ungünstiger Technik immer gemindert. 100 kWh Ertragsunterschied pro Jahr sind 2.000 kWh in 20 Jahren oder ein Ertragsverlust von ca. 1.000 Euro. Achten Sie auf die folgenden Punkte:

Die ausführende Firma sollte ein Qualitätslabel vorweisen. Z. B. Das „RAL-Gütezeichen Solaranlagen“ umfasst die Qualität der Ausführung, der Planung, des Services und der eingesetzten Komponenten. Denn die junge Branche hat noch keine eigenen Qualitätsmaßstäbe, wie Normen oder Handwerkerrichtlinien. Eine Liste von Referenzanlagen erleichtert die Entscheidung.

Die Qualität der Module ist in einer Flashliste zu dokumentieren. Das sichert die höchste Leistung, wenn die Module nach ihrer Leistung sortiert werden. Die Flashliste dokumentiert die eingebaute Leistung und ist Hilfe beim Austausch defekter Module. Die Liste sollten Sie im Kaufvertrag vereinbaren.

Im Angebot bzw. Vertrag sind die Module und der Wechselrichter klar zu beschreiben (Firmenname, technische Bezeichnung, Leistung). Wichtig ist auch eine komplette Materialliste zu vereinbaren.

Der Wechselrichter ist der störanfälligste Teil der Anlage. Achten Sie auf einen guten Wirkungsgrad. Anlagen mit 98 Prozent Wirkungsgrad sind am Markt erhältlich.

Das Angebot sollte schlüsselfertige Übergabe mit allen notwendigen Komponenten beinhalten (Module, Wechselrichter, Zählerschrank, Kabelverlegung, Gerüst).

Ein Ortstermin vor Angebot ist wichtig, um Dachneigung, die Verschattungssituation im Tagesverlauf, das Vorhandensein eines Zählerplatzes, die Lage des Wechselrichters, die Leitungslängen bis zum Einspeisepunkt, Außen- oder Innenverlegung der Kabel zu prüfen.

Die ausführende Firma sollte auch bieten: Absprachen mit dem örtlichen Stromversorger, Abklärungen mit der Bauaufsicht, Hilfen beim Förderkredit mit einer Wirtschaftlichkeitsberechnung. Sie sollte das Angebot mit Ihnen besprechen.

Die Hersteller geben heute meist Anlagen-Garantien von zehn Jahren. Dabei müssen die Modalitäten klar sein: Ein defektes Modul aus China sollte nicht vom Anlagenbesitzer dorthin zurückgesandt werden müssen.

Eine aufgeständerte Anlage überdeckt 80 Prozent der Süd-Dachfläche: Deshalb vor Ausführung möglicherweise die Wärmedämmung des Daches erneuern. Über die Dachfläche eines Einfamilienhauses gehen jährlich 4.000 bis 8.000 kWh Heizwärme verloren. Über  40 m² Solarzellen lassen sich 3.400 bis 4.000 kWh Strom gewinnen. Noch überwiegen die Verluste! Wenn die Photovoltaikanlage nach zehn Jahren deshalb ab- und wieder aufgebaut werden muss, weil die Dacheindeckung defekt wird, entstünden Zusatzkosten. Es spricht viel für die Einschaltung eines Dachdeckerbetriebes, der möglichst Energieberater sein sollte.

Mit dem Förderratgeber von co2online  erfahren Sie, welche Fördermittel für Ihr Photovoltaik-Vorhaben zur Verfügung stehen.

 

 

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