Sanierungstest: Faktoren für erfolgreiche Sanierung identifiziert

Energieberatung, Heizungsoptimierung, Monitoring – auf diese drei Faktoren sollten Hausbesitzer bei der Sanierung ihres Wohnhauses achten. Nur dann können sie anschließend auch mit optimalen Energieeinsparungen rechnen. Das ist das Ergebnis des Sanierungstests.

Die gleiche Sanierungsmaßnahme kann zu sehr unterschiedlichen Resultaten führen. Das  zeigt der bundesweite Sanierungstest: Während der eine Hausbesitzer nach dem Tausch seines Heizkessels lediglich 8 Prozent Heizenergie spart, spart der andere 50 Prozent. Die vom Bundesumweltministerium geförderte Studie benennt auch die Ursachen dieser Schwankungen und Erfolgsfaktoren für gelungene Sanierungen.

Vier Tipps zum wirksamen Sanieren

  1. Mit einer Energieberatung vor der Sanierung kann die passende Maßnahme für ein Gebäude gefunden werden; während der Umsetzung achtet der Energieberater auf die handwerkliche Qualität; danach gibt er Tipps zum effizienten Heizen.
  2. Fördermittel beantragen – das geht nicht nur bei einer Sanierung, sondern auch bei einer Energieberatung. Zusätzlicher Vorteil: Handwerker müssen bei vielen Förderprogrammen die Qualität ihrer Leistung nachweisen.
  3. „Heizung optimieren“ heißt es nach jeder wärmetechnischen Veränderung des Hauses. Denn nur wenn ein hydraulischer Abgleich durchgeführt wird, arbeitet die Heizung optimal und verteilt die Wärme effizient im Haus.
  4. Wer seinen Energieverbrauch dokumentiert, kann das Sparpotenzial einer möglichen Sanierungsmaßnahme besser abschätzen. Außerdem zeigen die Daten nach einer Sanierung, ob die Maßnahme erfolgreich war oder nachjustiert werden sollte. Für dieses Monitoring können Verbraucher zum Beispiel das kostenlose Energiesparkonto nutzen.

Optimale Sanierung spart 30 Kilowattstunden pro Quadratmeter

Der Sanierungstest zeigt: Wer optimal saniert, kann eine zusätzliche Ersparnis von 25 bis 30 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr erreichen. Würden bereits durchgeführte Sanierungen nachträglich noch optimiert werden, ließen sich Deutschlandweit jährlich 4,7 bis 6,2 Millionen Tonnen des schädlichen Klimagases Kohlendioxid einsparen.

Bei dem vom Bundesumweltministerium geförderten Sanierungstest wurden zwischen Herbst 2014 und Frühjahr 2015 Sanierungsmaßnahmen in 180 Wohngebäuden auf ihre Wirksamkeit untersucht. Die Studie von der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online aus Berlin organisiert und von Partnern wie der SEnerCon, dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften unterstützt.

Zur Studie „Wirksam sanieren“