Steuererklärung: Handwerkerkosten absetzen

Jetzt zu Beginn des Jahres steht für viele Verbraucher die Steuererklärung an. Einen Teil der Nebenkosten und Ausgaben für den Handwerker lassen sich absetzen. Besonders lukrativ sind arbeitsintensive Dienstleistungen wie der hydraulische Abgleich.

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Arbeitskosten für Handwerker und Teile der Nebenkosten sind als haushaltsnahe Dienstleistungen von der Steuer absetzbar. Das Finanzamt erstattet 20 Prozent der Lohnkosten einschließlich Mehrwertsteuer zurück. Pro Jahr und Haushalt können maximal Lohnkosten in Höhe von 6.000 Euro steuerlich geltend gemacht werden. Das entspricht einer Steuerersparnis von 1.200 Euro. Besonders lohnt sich das bei arbeitsintensiven Dienstleistungen wie einem hydraulischen Abgleich. Mit einer solchen Heizungsoptimierung werden Heizungsanlagen so eingestellt, dass sich die Wärme effizient im Haus verteilt. Das ist bislang nur bei 15 Prozent der Anlagen in Deutschland der Fall. Zusätzlich zur Steuerersparnis winken so in einem Einfamilienhaus Einsparungen bei den Heizkosten von durchschnittlich 110 Euro jährlich. Mit dem WärmeCheck können Verbraucher in wenigen Minuten herausfinden, wie viel sie durch einen hydraulischen Abgleich sparen können.

Detaillierte Rechnung und Überweisung sind Pflicht

Der hydraulische Abgleich kostet für ein Einfamilienhaus – je nach Zustand der Heizanlage – im Schnitt zwischen 600 und 1.000 Euro. Etwa die Hälfte davon sind Lohnkosten. Das entspricht einer Steuerersparnis von 60 bis 100 Euro. Um diese in Anspruch nehmen zu können, braucht der Hauseigentümer eine detaillierte Rechnung vom Handwerker, auf der die Lohnkosten extra ausgewiesen sein müssen. Zusätzlich muss der Auftraggeber nachweisen, dass er den Handwerker per Überweisung bezahlt hat. Barzahlungen werden vom Finanzamt nicht anerkannt. 

Nebenkosten sind teilweise bei der Steuer absetzbar

Neben den Lohnkosten für Handwerker können sich Mieter und Eigentümer von selbst genutzten Wohnungen auch einen Teil der Nebenkosten mit der Steuererklärung zurückholen. Dazu zählen etwa die Ausgaben für Hausmeister, Gartenpflege, Schornsteinfeger, Winterdienst oder Hausreinigung. Absetzbar sind ebenfalls 20 Prozent der Lohnkosten. Dazu müssen die Lohn- und Materialkosten der jeweiligen Punkte in der Betriebskostenabrechnung aufgeschlüsselt sein.