Haus dämmen, Heizung anpassen, Geld sparen

Rund 180.000 Wohnhäuser werden jährlich gedämmt. Ohne es zu wissen, nutzen viele Hauseigentümer das Sparpotenzial solcher Maßnahme nicht vollständig aus: Sie passen die Heizungsanlage nach der Dämmung nicht an den niedrigeren Wärmebedarf des Hauses an.

Dachdämmung mit Dämmwolle(c) iStock/LianeM

Um Energieverluste zu reduzieren, werden in Deutschland jedes Jahr etwa ein Prozent der Wohngebäude gedämmt. Durch die fachgerechte Dämmung von Fassade, Dach und Kellerdecke lassen sich zwischen 30 und 40 Prozent Heizenergie bzw. jährlich 540 Euro Heizkosten sparen. Hauseigentümer sollten es allerdings nicht allein beim Dämmen belassen: Um das Maximum aus solchen Maßnahmen zu holen, ist im Anschluss an die Wärmedämmung eine Anpassung der Heizungsanlage durch einen hydraulischen Abgleich erforderlich. Darauf weißt die vom Bundesumweltministerium geförderte Kampagne„Meine Heizung kann mehr“ hin.

Sparsames Duo: Hydraulischer Abgleich nach Dämmung

Nach einer Dämmung reduziert sich der Energiebedarf des Gebäudes. Die Heizung passt dann – vereinfacht gesagt – nicht mehr zum Haus. Wird die Heizungsanlage dann nicht an die veränderten Bedingungen angepasst, verbraucht sie mehr Energie als eigentlich erforderlich. Ein hydraulischer Abgleich löst das Problem. Dabei werden die verschiedenen Komponenten der Heizanlage – vom Heizkessel über die Pumpe bis zu den Thermostatventilen – auf den Gebäudebedarf abgestimmt und richtig eingestellt. So kann der geringere Heizenergiebedarf des Hauses nach einer Sanierung berücksichtigt werden. In der Praxis reduzieren sich dadurch die Leistung der Heizungspumpe und die Vorlauftemperatur des Heizwassers. Beides senkt den Energieverbrauch merklich.

Tipp: Unser Online-Ratgeber WärmeCheck zeigt Ihnen, wie viel Heizkosten im Einzelfall durch eine hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage gespart werden können.