Beim Händewaschen 60 Millionen Euro sparen

„Heizenergie sparen im Büro“ – unter diesem Motto steht die vierte Aktionswoche beim Energiesparcup. Dabei informieren die teilnehmenden Unternehmen ihre Mitarbeiter eine Woche über viele kleine Sparmöglichkeiten.

Hände waschen: Am besten kalt!(c) iStock/g215

Die Türen zu nicht beheizten Räumen schließen. Die Rollläden über Nacht geschlossen halten. Es gibt viele kleine Tipps, mit denen in Büros Heizenergie gespart werden. Auf diese Sparmöglichkeiten wollen die zwölf deutschen Teilnehmer des Energiesparcups ab sofort mit ihrer Aktionswoche „Heizenergie sparen im Büro“ aufmerksam machen. Denn oft wird das Potenzial der Kleinigkeiten unterschätzt.

Rechnet man zum Beispiel, dass sich jeder der rund 17 Millionen Büroangestellten in Deutschland drei Mal am Tag die Hände mit warmem Wasser wäscht, werden dafür jedes Jahr rund 870 Millionen Kilowattstunden Heizenergie benötigt. Die Energiekosten belaufen sich auf 60 Millionen Euro. Und es entstehen etwa 215.000 Tonnen CO2. Das ließe sich mit einer kleinen Maßnahme ändern: die Hände mit kaltem statt mit warmem Wasser zu waschen. Das ist genauso hygienisch, spart aber Energie. Denn beim Händewaschen kommt es nicht auf die Wassertemperatur, sondern auf die Sorgfalt an. Wer sich die Hände 30 Sekunden mit kaltem Wasser und Seife reinigt, entfernt 99,9 Prozent aller Bakterien.

Drei Tipps zum Heizenergie sparen im Büro

  • Auf die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit achten: Zwischen 20 und 22 Grad Celsius sollte die Temperatur im Büro liegen. Wenn es wärmer wird, sinkt nicht nur die Konzentration, auch die Energiekosten steigen. Wer sich in einem 200 Quadratmeter großen Büro mit seinen Kollegen auf „ein Grad weniger“ einigt, kann im Jahr bis zu 1.500 Kilowattstunden Heizenergie sparen. Das entspricht rund 100 Euro. Übrigens: Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen.
  • Stoßlüften statt Fenster kippen: Stoßlüften ist effektiver, als die Fenster zu kippen. Bei gekipp­ten Fenstern kommt kaum frische Luft in den Raum – aber die warme Luft des Heizkörpers zieht ungenutzt nach draußen und die Wände kühlen aus. Richtiges Lüften kann in einem 200-Quadratmeter-Büro bis zu 6.000 Kilowattstunden und 400 Euro Heizkosten im Jahr sparen.
  • Thermostat richtig nutzen: Thermostate müssen nicht auf „Stufe 5“ gedreht werden, damit es schnell warm wird. Denn „Voll-Aufdrehen“ bedeutet nicht schneller Heizen, sondern länger – bis zur gewählten Zimmertemperatur. Stufe 3 entspricht bei einer Zentralheizung ca. 20 Grad Celsius, Stufe 5 etwa 28 Grad Celsius.

Auf den Seiten des Energiesparcups finden Sie weitere Tipps zum Heizenergie sparen im Büro.

Der Energiesparcup wird von der Europäischen Kommission gefördert. An dem Energiesparwettbewerb beteiligen sich europaweit rund 150 kleine und mittlere Unternehmen.